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Referat Klaus Mann: Mephisto - Der inhaltliche Aufbau

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Klaus Mann: Mephisto - Der inhaltliche Aufbau


Arbeitsfrage: Zum IV. Kapitel:

Welche unterschiedlichen Konsequenzen ergeben sichr Höfgen aus der


Eheschließung mit Barbara?


Im IV. Kapitel des Romans Mephisto von Thomas Mann vermählt sich die Hauptperson Hendrik Höfgen mit der Schauspielerin Barbara Bruckner. Diese schnelle Hochzeit bleibt für beide nicht ohne Folgen.

Die Vorstellung Höfgens ist es zunächst, Barbara als seinen "guten Engel" zu heiraten. Sie sollte das Schlechte in ihm vernichten und das Gute stärken. Zweiter Grund ist eine Liebe, deren er sich aber nicht sicher ist. Nach der zweifelhaften Zusage Barbaras beginnt Höfgen, mit Barbaras näherem Umfeld Bekanntschaft zu machen.

Die erste Person, auf die er dabei trifft, ist Barbaras Vater, Geheimrat Bruckner. Höfgen ist vor dem ersten Treffen nervös und hat Angst siehe S. 113, Z. 33f). Aus Unsicherheit hebt er vor dem Geheimrat seine linke politische Gesinnung hervor und wird dabei sehr enthusiastisch. Der Geheimratßigt ihn und gibt unterschwellig zu verstehen, dass er über das Ziel hinausschieße. Er solle lieber eine Kostprobe seines Könnens zum Besten geben, was er das erste und einzige Mal in diesem Rahmen im Buch macht. Hendrik ist stark bemüht um die Gunst des Geheimrats. Dieser wiederum ist nicht abgeneigt vom zukünftigen Schwiegersohn siehe S. 117, Z. 13f). Auffallend ist, dass die Sympathie des Geheimrats zu Höfgen von gleicher zwielichtiger Natur ist wie die Sympathie Barbaras für Höfgen.

Ein weiteres Familienmitglied, das er kennen lernt, ist Barbaras Grmutter, die Generalin. Eine bemerkenswerte alte Frau, die ebenfalls oberflächlich angetan ist von Hendrik. Hendrik seinerseits ist beeindruckt von der Generalin.

Dank ihr wird ihm erst jetzt, nach der Hochzeit, wirklich bewusst, in welches Milieu er eingeheiratet hat siehe S. 127, Z. 1f). Er ist stolz und Barbaras "Wert" steigt, was klar seine berechnenden Absichten erkennensst und weniger für eine Liebe zu Barbara spricht.

Auf der Hochzeit ist auch Sebastian, ein alter Jugendfreund von Barbara. Hendrik empfindet vom ersten Moment an Antipathie gegen Sebastian. Einen speziellen Grund dafür gibt es nicht, eventuell Eifersucht. Er denkt sich, dass Sebastian in Barbara verliebt sei. Der Gedanke, er habe ihm alles verdorben, bereitet Höfgen Freude siehe S. 133, Z. 9f).

Durch die prachtvollen Umsnde und Personen, die er bei seiner Hochzeit im Hause Bruckner kennen lernt, erinnert sich Höfgen, unter welchen Umsnden er aufgewachsen ist. Nach anfänglichem Neid ist er verbittert und verachtet Barbara dafür, dass sie niemals mit Problemen konfrontiert war, die er selbst von klein an zu bewältigen hatte.

An dieser Stelle kommt ihm Nicoletta von Niebuhr in den Sinn. Er stellt Gemeinsamkeiten zwischen ihr und sich fest.

"Nicoletta und Hendrik, die zwei bunten Vögel. Sie waren beide im Tiefsten dazu entschlossen, sich von dieser Gesellschaft, der sie sich nicht zugehörig fühlten, nach oben tragen zu lassen und ihren Triumph über sie zu genießen als ihre Rache." siehe S. 135, Z. 16f)


Die Motive, die hinter der Hochzeit stehen, werden dadurch noch deutlicher. Ein Gedankengang, der eine Hochzeit aus Liebe nahezu ausschließt. Hendrik möchte von dem prachtvollen Umfeld seiner Frau profitieren.

Aber auch noch eine weitere interessante Information ist in diesem Zitat verborgen, wenn man den weiteren Verlauf der Geschichte betrachtet und weiß, dass Nicoletta und Hendrik später ein Ehepaar werden.

Hat Hendrik schon hier, indem er sich und Nicoletta als das Gleiche betrachtet, einen weiteren Schritt für sein Leben beziehungsweise seine Karriere geplant? Gestützt wird diese Annahme auch durch das Verhalten Nicolettas Hendriks Familie gegenüber. Besonders gegeber seiner Mutter ist es auffällig, dass Nicoletta die Bitte an sie richtet, sie mit Tante Bella" ansprechen zu dürfen, denn Nicoletta ist die einzige, die einen Schritt auf die Familie Höfgen zu macht, was nicht einmal Hendrik als Familienmitglied gelingt.

Schon bei der Ankunft von Hendriks Schwester und seiner Mutter am Bahnhof, (S.120, Z.


27f) ist offensichtlich, dass Hendrik sich für die beiden schämt. Aufgrund seines aktuellen Kenntnisstands ist anzunehmen, dass er zwar regelmäßigen, aber seltenen Kontakt zu seiner Familie hat. Auch spricht die Anderung seines ursprünglichen Vornamens Heinz für eine gewisse Distanz zu seiner Familie, denn mit seinem Vornamen hat er wahrscheinlich auch Erinnerungen und Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend abgelegt und ein Stück Identität aufgegeben.

Die Hochzeit mit Barbara führt dazu, dass er einem Teil seiner Familie seitngerer Zeit wieder begegnet. Seine Schwester berichtet wie erwartet von einem neuen Verlobten. Seine Mutter ist bedrückt, weil schlecht über sie gesprochen wird. Dies wird aber binnen kurzem, so folgert sie, ein Ende haben, da Hendrik mit der Hochzeit bald einer feinen Gesellschaft angert siehe S. 123, Z. 11f).

Auch sonst ist ihm die Anwesenheit eines Teils seiner Familie alles andere als angenehm. Beim Festessen "glänzt" seine Mutter durch Unwissenheit über Literatur. Die gesamte Situation ist Hendrik sehr peinlich siehe S. 130, Z. 12 .

Hendrik überspielt gekonnt die Peinlichkeit seiner Mutter und wechselt das Thema, indem er alte Anekdoten aus seinem Leben erzählt, die in diesen Kreisen allen unbekannt sind, bis auf Barbara. Die Konsequenz ist, dass Barbara ein gleich ablaufendes Schema von Hendrik erkennt und angewidert ist. Allgemein ist zu beobachten, dass die Gespräche beim Festessen mit einem sehr taktischen Hintergrund geführt werden, wie esr zusammenwachsende Familien nicht üblich ist siehe S. 130, Z. 13f).

fgen ist w hrend der Hochzeitsfeier unzufrieden. Grund dafür sind die schon angesprochenen Probleme mit Sebastian und die Klassenunterschiede zwischen seiner Familie und der Barbaras.

Zu bemerken ist seine Unzufriedenheit an mehreren Textstellen, so z. B. als es um die weitere Nutzung der Hochzeitsgeschenke geht. Hendrik gefallen zwar die Geschenke, aber sein einziger Kommentar dazu ist ein "vechtliches Achselzucken" siehe Seite 129, Z. 11 .

An anderer Stelle verweist ihn sein an der Hochzeit nach aen getragener Unmut an eine Depesche von Juliette, seiner schwarzen Venus, mit der er kurz zuvor eine Beziehung beendete. Sie gratuliert ihm ironischerweise zur Hochzeit. Auch sie trägt zu seiner Unzufriedenheit bei, zum einen durch die Provokation, ihm zur Hochzeit zu gratulieren, zum anderen durch das angestrengte Verleugnen seiner Vergangenheit.

Auf der späteren Hochzeitsreise wird noch deutlicher, dass Barbara und Hendrik wenig verbindet. Empfindsamkeit für landschaftliche Eindrücke, Interesse an sportlichen Aktivitäten und Lebenserfahrungen liegen weit auseinander. Getrennte Schlafzimmer und die immer größer werdende Überwindungskraft Barbara körperliche Nähe zu bieten, sprechenr sich siehe S. 141, Z. 7f, Z. 4f).


Hendrik hat Barbara gegeber ein schlechtes Gewissen. Er fühlt sich in ihrer N he nicht wohl und liest in ihren Augen Hohn und Vorwurf. Die Ehe ist eine Farce.



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