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Referat Henrik Ibsen (1828-1906)

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Henrik Ibsen


Henrik Ibsen (1828-1906)


Biographie:


Geboren am 0. März 1 28 in Skien als Sohn eines Kaufmanns. 1 44 machte er die Apothekerlehre in Grimstad.

mißglückte sein Versuch eines Abiturientenexamens in Christiania. Er nahm dann die Stellung als Dramaturg und Regisseur an der Nationalbühne in Bergen bis 18 7 ein, anschlie end war er künsterlischer Direktor am Theater in Christiania.

Im Fr hjahr 4 verließ Ibsen Norwegen, da ihm seiner Meinung nach nicht genug Achtung entgegengebracht wurde, und verbrachte zunächst 4 Jahre in Italien (hauptsächlich in Rom). 8 übersiedelte er nach Deutschland (Dresden und München), ab 1 91 verbrachte der nun berühmte Dichter sein Leben in Christiania. Er starb am 3. Mai 6 in Christiania.


Werke:


Brand ( 8 6) Peer Gynt ( 8 7)

Gesellschaftsdramen

Die St tzen der Gesellschaft 1 7 ) Nora oder ein Puppenheim 1 7 ) Gespenster ( 8 1)

Ein Volksfeind ( 8 2) Die Wildente 1 8 ) Rosmersholm (1 8 ) Hedda Gabler ( 8 0) Baumeister Solneß 1 9

Wenn wir Toten erwachen 1


Nora


Entstehung:

Urauff hrung 1 79 in Kopenhagen. Als Ibsen im Oktober 8 7 die Arbeit an dem Schauspiel in Angriff nahm, notierte er: Eine Frau kann nicht sie selbst sein in der Gesellschaft der Gegenwart, einer ausschließlich nnlichen Gesellschaft, mit von M nnern geschriebenen Gesetzen und Ankl gern und Richtern, die ber das weibliche Verhalten vom m nnlichen Standpunkt aus urteilen "

Ibsen änderte nach der Premiere auf das Dr ngen der Theaterleitung hin den Schlu : Nora bleibt um der Kinder willen. Diese Version ist im Grunde nie von ihm gebilligt worden und wurde auch bald wieder r ckg ngig gemacht.


Form, Gattung:

Schauspiel in 3 Akten.


Personen:

Helmer: gewissenhaft, Ehrlichkeit ist für ihn das Wichtigste ( > verl t seine Frau), Ehre sehr wichtig, baute ihr ein Puppenheim auf, in dem nach außen hin alles in Ordnung ist, spielt mit Nora, nennt sie immer mit Vogelnamen Lerche, Zeisig)

Nora perfekte Ehefrau, realitätsfern, nicht leicht verletzbar, Ehe steht im Mittelpunkt, baut sich eine Scheinwelt auf, sucht immer das Wunderbare' Anerkennung von ihrem Mann, richtiges Reden, als gleichwertig angesehen werden)


Milieu:

Anfangs unteres Bürgertum; nachdem sich Helmer hochgearbeitet hat, gehobenes Bürgertum.


Ort und Zeit:

Weihnachtszeit, ca. 3 Tage; spielt hauptsächlich in Helmers Wohnung.


Inhalt:

Am Weihnachtsnachmittag herrscht eine frohe Stimmung im Hause Helmers, der gerade die Stellung eines Bankdirektors bekommen hat. Nora, seine Frau, erh lt Besuch von ihrer Freundin Christine. Aus dem Gespräch der beiden geht hervor, daß das Gl ck im Hause doch nicht so groß ist, wie es den Anschein hat. Helmer hatte gleich nach der Heirat eine schwere Krankheit, und sie, Nora, mu te für die Familie sorgen und Geld für Helmers Genesungsurlaub in Italien aufbringen. Dieses Geld ist, mehr oder weniger illegal, durch die Fälschung der Unterschrift von Noras Vater, der damals schon gestorben gewesen ist, durch Nora gekommen. Nun verlangt Krogstad, der Angestellter der Bank, in der Helmer arbeitet, ist und der Nora vor Jahren das Geld geliehen hat, daß sie ihm hilft, denn Helmer will ihn entlassen. Nora versucht es, erreicht aber nur das Gegenteil.

Ein Kostümball steht bevor, und noch scheint alles gut zu werden, doch da liest Helmer den Brief, den Krogstad ihm geschickt hat und in dem alles ber den jahrealten Betrug steht.

hrend das verhängnisvolle Schreiben Krogstads im Briefkasten liegt, schwankt Nora zwischen Selbstmordgedanken und der Hoffnung auf das Wunderbare , das geschehen wird, wenn ihre Verfehlung an die Öffentlichkeit dringt und ihr Mann sich sch tzend vor sie stellen, ihre Schuld als die seinige bekennen wird. Aber

das Wunderbare" tritt nicht ein. Helmer macht Nora gro e Vorw rfe, spricht ihr jede moralische Reife ab und weist sie aus dem Haus. Dann kommt ein weiterer Brief von Krogstad, der besagt, daß dieser auf weitere Schritte verzichten wird, was dem guten Einfluß Christines zu verdanken ist. Helmer ist berglücklich und will Nora wieder in seinem Haus aufnehmen. Diese verlangt aber ein Gespr ch zwischen den Eheleuten. Danach beschlie t Nora, Helmer und die Kinder zu verlassen und alleine einen Neuanfang zu wagen.


Sprache:

In Hochdeutsch geschrieben


Aussage:

Das Werk schildert die Abh ngigkeit der Frau von ihrem Mann finanziell). Es ist eines der ersten Emanzipationsstücke: Es beschreibt den Alltag einer jungen Frau, deren ganzes Leben von anderen bestimmt worden war. War es zuerst der Vater, übernimmt mit der Heirat Helmer die Rolle. Er bestimmt, was sie essen darf, was sie anziehen soll, und nennt sie immer meine Singlerche , in der Meinung, daß sie vom wirklichen Leben keine

Ahnung hat und eine f hrende Hand braucht. Durch seine Wut über ihren Betrug (der sein Leben gerettet hatte) erkennt sie jedoch, daß die f hrende Hand" nur um sein eigenes Wohl, aber in keinster Weise um sie besorgt war. Das bringt ihr ganzes Lebensbild durcheinander, und sie beschlie t, auf eigene Faust herauszufinden, was das Leben wirklich zu bieten hat. Obwohl Helmer sie flehentlich bittet zu bleiben, nennt sie ihn einen Fremden und verl t ihn. Aufgeworfene Frage: ist Frau nur Spielzeug f r den Mann oder ein gleichwertiger Kamerad?

Puppenheim: Scheinwelt, nur f r die Frau, die draußen' nicht lebensf hig ist, nett eingerichtet .

Auf alles spezifisch Bühnenwirksame hat Ibsen zugunsten einer präzisen Wiedergabe des Alltags verzichtet. So findet Noras Tarantellatanz beim Maskenfest nicht auf der Bühne statt, sondern wird nur durch die aus dem oberen Stockwerk klingende Musik angedeutet. Die mit der allmählichen Aufdeckung des Vergangenen fortschreitende Spannungsentwicklung und die klassische Einheit von Ort, Zeit und Handlung bewirken eine ungewöhnliche Geschlossenheit des dramatischen Aufbaus. Freilich beeinträchtigt die Zusammendrängung der Ereignisse die Glaubwürdigkeit von Noras allzu pl tzlicher Wandlung von der puppenhaften Naivit t des Weibchens" zur Erkenntnisf higkeit der reifen Frau, die nur zum Teil psychologisch begr ndet ist, zum anderen den gesellschaftskritischen Absichten des Autors sich unterordnen mu . Die Gestalt der Titelheldin ist noch heute eine der begehrtesten weibliche Bühnenrollen und wurde von vielen berühmten Schauspielerinnen verkörpert.







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