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Referat Ferdinand von Saar (1833-1906)



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Ferdinand von Saar


Ferdinand von Saar (1833-1906)


Biographie:




Ferdinand von Saar wurde 8 3 als Sohn einer Adelsfamilie in Wien geboren, wuchs in dieser Stadt auf und trat

849 in die Armee ein. 1 59 quittierte er als Offizier den Dienst und lebte von nun an als freier Schriftsteller. 1 65 begann er als Novellist mit dem Werk Innocens. Da er von seinen Einnahmen nicht leben konnte, mußte er die Gastfreundschaft seiner reichen Standesgenossen in Anspruch nehmen. Ferdinand von Saar war von Natur aus schwermütig veranlagt und geriet in Folge schwerer Schicksalsschl ge in tiefe Melancholie. Er verlor früh seinen Vater und nach 3 Jahren der Ehe auch seine Frau. Lange Zeit litt er an einem Krebsleiden, deshalb jagte sich der

3j hrige am 2 . Juli 1 06 eine Kugel durch den Kopf.

Das Hauptwerk „Novellen aus sterreich“ und seine Gedichte machen ihn weithin bekannt.


Werke: Innocens Leutnant Burda Tambi

Die Steinklopfer



Die Steinklopfer


„Die Steinklopferist eine Novelle.


Personen:

Georg Huber

Georg Huber ist ein Exsoldat und hat bereits alle Schrecken des Krieges erlebt. Er ist ein sehr ruhiger und zur ckhaltender Mensch.


Tertschka

Tertschka ist ein junges Mädchen, das eine harte Kindheit hatte. Ihre Mutter starb fr h. Deswegen wird sie von ihrem Stiefvater, dem Aufseher, unterdr ckt.


Inhalt:

Akt:

Über den Semmering wird die Eisenbahnbr cke gebaut. Eines Tages kommt ein junger Mann namens Georg Huber, der vom m rrischen Aufseher als Steinklopfer aufgenommen wird. Nur ein M dchen, die Stieftochter des Aufsehers, Tertschka, steht Georg bei seinen annglichen Eingew hnungsschwierigkeiten hilfreich bei. Sie m ssen Steine zerklopfen und bekommen r ihre harte Arbeit nur wenig Lohn.

Akt:

In der Fr h gehen alle an die Arbeit. Tertschka zeigt Georg seien Arbeitsplatz, den Steinbruch. Sie beginnen zu arbeiten. In der Mittagspause setzen sie sich zur Ruhe. Tertschka teilt mit Georg ihr Brot. Der Leser erf hrt im Gespräch der beiden, wie schlecht die Arbeit bezahlt ist. Tertschka erh lt berhaupt keinen Lohn weil der Aufseher ihr Stiefvater ist. Sie erzählt, daß er ein geiziger, bösartiger Mensch ist. Eine Glocke ert nt, alle gehen in die Hütte, um Essen auszufassen, welches der Aufseher selber kocht. Tertschka warnt Georg vor dem Fleisch, da dieses meist alt ist und ihm schaden könnte. Das Essen muß von den Arbeitern selber bezahlt werden. Georg bekommt von Tertschka etwas Geld, damit er bis zum Lohntag nicht Hunger leiden m sse. Der Aufseher kommt mittlerweile dahinter, daß Tertschka und Georg sich gut verstehen und untersagt ihnen jeglichen Kontakt. So machen sie sich aus, als der Aufseher kurz weggeht, sich am Sonntag in Schottwien zu treffen, wo sie dann auch zusammenkommen. Bei einem kleinen Markt kauft Georg f r Tertschka um seinen ersten Lohn ein Lebkuchenherz und eine Perlenkette, für sich eine Porzellanpfeife. Tertschka freut sich sehr, und sie gehen in eine abgelegenere, kleine Kirche in Maria




Schutz. Nach der Messe l dt Georg Tertschka ein, mit dem letzten Geld essen zu gehen. Dabei sehen sie einen wunderbaren Hochzeitszug und Georg tut dabei kund, Tertschka heiraten zu wollen.

Akt:

Der Aufseher erwischt die beiden, als sie sich gegen seinen Willen treffen. Der Aufseher gerät in einen seiner Wutanfälle und wirft Georg hinaus. Tertschka ist verzweifelt. Georg sieht sie weinen und überredet sie, mit ihm zu gehen. Tertschka h lt das wegen ihres Stiefvaters für unmöglich. Sie erzählt Georg, daß sie ihrem Stiefvater, als er sich an sie heranmachen wollte, die Meinung sagte und er sie seither haßte. Georg überredet sie trotzdem. Der Stiefvater bekommt, als er von ihrem Vorhaben erf hrt, wieder einen Wutanfall. Er stö t Tertschka in den Keller, sperrt sie ein und attackiert Georg mit einem Messer. Georg erhebt seinen Hammer zur Selbstwehr und erschl gt den Aufseher.

Er wird von der Gendarmerie verhaftet. Als Zeugen hat er Tertschka und die anderen Arbeiter, die zusahen. Georg und Tertschka werden ins Milit rgericht Wiener Neustadt gebracht. Georg sitzt im Garnisonsstockhaus in Untersuchungshaft und denkt mit Grauen an die Tat zurück.

Tertschka und Georg sind seit einigen Wochen voneinander getrennt. Tertschka geht zum Auditor, was den Vorgang nicht beschleunigt. Nun wendet sie sich an den Oberst. Dieser macht dem Auditor Beine. Das Urteil: „Schuldig, 1

Jahr schwerer Kerker, jedoch lindernde Umstände, daher ist mit Ende der ngeren Untersuchungshaft die Strafe als abgesessen anzusehen . Der Oberst sorgt dafür, daß Georg eine Stelle als Bahnw rter bekommt.

Am Schluß der Novelle erfolgt ein R ckblick. Georg und Tertschka leben gl cklich und zufrieden seit 5 Jahren zusammen, haben 2 Kinder und einen sch nen Garten hinter dem Bahnw rterhaus.


Aussage:

Dieses Werk ist einer der frühesten österreichischen Beiträge zur Literatur der Arbeitswelt. Auch ist der bedeutsame

Bau der Semmeringbahn Stoff dieser Erzählung.



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