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Referat Essay: Karl Marx - Marxismus, Marx Ansehen und Wirken in der Nachwelt, Kritik



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Essay: Karl Marx




Biographie


Karl Heinrich Marx ist am 5.5.1818 in Trier als Sohn des Rechtsanwaltes und späteren Justizrates Heinrich (ursprünglich: Hirschel) Marx geboren. Rabbinischer Abstammung wechselte die Familie - aus Vorsicht vor sozialen Bestimmungen, die zum Nachteil der Juden führte- 1824 zum Christentum über. In der 6-köpfigen, bescheidenen Familie erlebte Karl eine sorglose Jugend.

Noch bevor er 1836 nach Berlin geht, hat sich der Abiturient im Alter von 18 Jahren mit Jenny von Westphalen verlobt. Er wird später bekennen, dass ihm sein Schwiegervater gezeigt habe, ,,dass der Idealismus keine Idee, sondern eine Wahrheit ist.“

An der Berliner Universität, die damals sehr vom Philosophen Hegel geprägt war, studiert er unter anderem auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaften. Dieses Fach an der Universität war damals von den zwei folgenden Persönlichkeiten geprägt: Friedrich Karl von Savigny und Eduard Gans, welche jedoch untereinander in Rivalität standen.

Von Savignys Rechtslehre zufolge ,,ließ sich das Recht nicht durch Willkürakte schaffen, vielmehr konnte es sich nur durch allmähliches Wachstum mit dem Volke und aus diesem herausbilden und entwickeln.“

Gans kritisiere ihn insofern, dass er dagegenhielt: ,,Systeme können nur durch Systeme widerlegt werden und solange ihr uns kein wissenschaftliches zu bereiten gedenkt, müssen wir bei dem bleiben, welches wir haben“

Unabhängig davon unterstützte Gans und später auch Marx die Saint-Simonisten in der Ansicht, dass sich die Sklaverei jeweils in einer höheren Gesellschaft in der gleichen Gestalt fortpflanze und die Geschichte somit eine Geschichte der Klassenkämpfe ist. So wie Herr und Sklave ständen sich demzufolge zu ihrer Zeit der Müßige und der Arbeiter gegenüber (s.u.). Der Lösungsvorschlag Gans‘ war, die Vergesellschaftung durchzuführen.

Dass diese beiden wichtigsten Lehrer des jungen Karl Marx ihn wesentlich prägten, wird an der Theorie des Marxismus (-> v. Savigny) und der Praxis (-> Gans) deutlich.



Außer der Rechtswissenschaft studiert Marx Philosophie und Geschichte und ist Mitglied eines junghegelian­schen Doktorenclubs, welcher in den Lehren Hegels ein Mittel zur aktiven Bewältigung und Umwälzung der Wirklichkeit sah. Bei der Spaltung der Hegelschen Schule gegen Ende der 1830er Jahre kamen dessen revolutionären Gedanken zutage und seine Anhänger fühlten sich daraufhin dazu aufgerufen, gegen den bestehenden Staat zu kämpfen. Karl Marx verwertete diese und weitere Anregungen, z.B. auch welche von Karl Friedrich Köppen, schließlich im Marxismus.

Marx dagegen war seinen Freunden im kühnen Denken, Ideenreichtum und Aktivismus überlegen und prägte somit wechselseitig Köppen.

Mit dem Doktortitel in der Tasche schloß er sich 1842 den „Freien“ an, einem Verein, dem die meisten Mitarbeiter der in Köln erscheinenden <<Rheinischen Zeitung>> angehörten. Durch seine Aufsehen erregende Artikel in jenem Blatt, stieg er bald zum Leiter dieser Zeitung auf. Die journalistische Arbeit hinterließ Zeit seines Lebens Spuren in Marx‘ Gedächtnis, insofern er durch die <<Rheinische Zeitung>> dazu gezwungen war, über den Kommunismus zu diskutieren.

Jedoch fürchtete er sich aufgrund dieser Artikel vor verschärfter Zensur seitens des Staates. Auf die Verdächtigung der <<Augsburger Allgemeinen Zeitung>> hin, mit dem Kommunismus zu sympathisieren, antwortet Karl Marx, dass seine Zeitung ,,dem Kommunismus in der derzeitigen Gestalt noch nicht einmal theoretische Wirklichkeit zugestehe, folglich also noch weniger die Verwirklichung der Praxis zutraue.“ Weiterhin meint der Chefredakteur, dass er ,,diese Staatsauffassung erst gründlich studieren müsse, um über sie reden zu können. Dem Kommunismus könne er erst dann zustimmen, wenn dieser mit der Einsicht seines Verstandes übereinstimme.“

Aufgrund dieser Überlegung beschäftigt sich Marx mit einer kritischen Prüfung der Hegelschen Staatstheorie. Im Folgenden bekommt er in Hinblick auf seine Arbeit Gewissensangst und gibt diese bei der <<Rheinischen Zeitung>> auf, bevor diese2 Wochen später, am 1. April 1843, auf Befehl des Königs unterdrückt wird.

Ruge  bietet ihm daraufhin an, sich an den geplanten <<Deutsch – Französischen Jahrbüchern>> (Nachfolger der verbotenen <<Deutschen Jahrbücher>>) zu beteiligen. Marx willigt ein. Als er im November 1843 nach Paris übersiedelt ist er schon 5 Monate mit Jenny von Westphalen verheiratet und hat sich mit der französischen Geschichte, Philosophie und Aufsätzen Hegels für die Jahrbücher beschäftigt.

Schon zu jener Zeit befand sich Karl Marx auf dem Weg, der ihn über die Hegelsche Philosophie und Feuerbach zum Kommunismus führte, der ihn daraufhin so faszinierte, dass er bereits plante, auf dessen Basis ein neues System zu errichten. Dieses Vorhaben vorerst zurückgestellt, studiert Marx französische Sozialisten und Revolutionsgeschichte und ließ sich von französischen Arbeiter­versammlun­gen, die er sporadisch besuchte, beeindrucken.

Im August 1844 machte Karl Marx die entscheidende Begegnung mit Friedrich Engels, welcher mit ihm die gleichen literarischen und philosophischen Interessen teilte. So war auch er mit den geistigen Strömungen der Zeit in Kontakt gekommen, war von Hegels Lehren fasziniert und hatte in den gleichen Kreisen verkehrt, die Marx kurz vor ihm verlassen hatte. Moses Hess legte dem Fabrikantensohn die ersten kommunistischen Theorien nah, die praktische Wirklichkeit (Eintönigkeit der Arbeit, Elend, Unsicherheit der Existenz der Arbeiter) erfuhr er, kurzzeitig in der Fabrik seines Vaters arbeitete. Friedrich Engels beschäftigte sich außerdem mit den Organisationen der englischen Arbeiter, las –wie Marx- nationalökönomische und sozialkritische und schrieb gleichermaßen Beiträge für die <<Deutsch – Französischen Jahrbüchern>>.

Die beiden hatten sich zudem glücklicherweise in der Zeit getroffen, in der das Elend der Arbeiterklassen ein immer verbreiteteres Gesprächsthema wurde.

Unter Marx‘ Einfluß wurde das Mitteilungsblatt <<Vorwärts>> ein deutlich kommunistisches. Aufgrund der von den Redakteuren (Marx, Engels, Heine, Ruge, Bakunin) geleiteten kommunistischen Treffen, wurden sie teilweise aus Frankreich ausgewiesen.

Engels folgte seinem Freund im April 1845 nach Brüssel, ihre Zusammenarbeit stand ab jetzt im Zeichen ihres Willens zur Revolution. Sie schreiben ihr erstes bedeutungsvolle Gemeinschaftswerk <<Die deutsche Ideologie>> (1845/46), in welchem sie sich mit der herrschenden philosophischen Richtung ihrer Tage auseinandersetzen. Dieses Werk war die Voraussetzung für <<Das Kommunistische Manifest>>. Im Sommer 1847 gab es erste Anzeichen für das Kommen einer Umwälzung. Marx und Engels standen somit vor der Aufgabe, eine Organisation zu gründen, um dem Proletariat ihre Theorien näherzubringen und sie auf ihre Rolle vorzubereiten. Im Herbst etablierte sich der <<Deutsche Arbeiterverein>> in Brüssel, Informationen wurden in der <<Deutschen Brüsseler Zeitung>> veröffentlicht. Engels formulierte ,,Grundsätze des Kommunismus“, veränderte deren Form und betitelte es mit dem Namen <<Kommunistisches Manifest>>. Marx und Engels wurden beauftragt, dieses noch weiter auszuführen: Ende Januar 1848 wurde es schließlich in London gedruckt. Der Zweck dieses Buches war die Auslösung einer Revolution, die zur Machtübernahme seitens der unterdrückten Arbeiterklasse führen sollte(s.u.). In der Festschrift befassen sich die Autoren mit verschiedenen sozialistischen Bewegungen auseinander, rücken aber jedesmal die Kommunisten derart ins rechte Licht, dass sie als die wahren Vorkämpfer des Proletariats dastehen. Am Schluß steht die Ankündigung des gewaltsamen Umsturzes mit dem auffordernden Ruf „Proletarier aller Länder, vereinigt euch“. Diese verlor sich jedoch weitgehend, da der <<Bund der Kommunisten>> weiterhin eine Minderheit darstellte.

Am 3. März erhielt Marx aufgrund Unstimmigkeiten mit dem Staat den Befehl, Belgien zu verlassen, gleichermaßen hatte er aber die Aufforderung bekommen, wieder nach Paris überzusiedeln. Dort bringen Marx und Engels allerdings nur die „Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland“ zu Papier und reisen daraufhin nach Köln.

In dieser Stadt ist Karl Marx bekannt und kann am 1.Juni 1848 das <<Organ der Demokratie>>, auch bekannt als <<Neue Rheinische Zeitung>> herausgeben und deren Redaktion leiten. Des Weiteren formen die beiden Revolutionäre den Kölner Kommunistenverbund in die <<Demokratische Gesellschaft>> um. Als A. Gottschalk, der Führer des Arbeitervereins, dem damals über 6000 Mitglieder angehörten, festgenommen wurde, fiel dieser Verein den „Marxisten“ zu. Ihnen wurden die Richtlinien des <<Manifests>> vom imposanten Marx nahezu eingetrichtert, jedoch fanden seine Ideen wenig Zustimmung, da er gleichzeitig Verneiner seiner Richtlinien sehr beleidigte. So blieb seine Breitenwirkung gering und er war gegenüber den sich durchsetzenden Gegenrevolutionen machtlos.

Im April 1849 gab es jedoch wieder Hoffnung auf eine neue und endgültige Revolution, als der König von Preußen die Krone aus der Hand der Frankfurter Nationalversammlung ablehnte. Der Chefredakteur schrieb demzufolge in seiner Zeitschrift, dass „die letzten Tage dieser Dynastie und des preußischen Staates gekommen seien“. Die Regierung reagierte darauf mit der Ausweisung Marx‘. Dieser gab daraufhin die <<Neue Rheinische Zeitung>> auf und reiste mit Engels von Köln über Frankfurt, Mannheim und Karlsruhe in die Pfalz und versuchte, den revolutionären Widerstand aufzubauen. Ihre Wege trennten sich daraufhin kurzzeitig und trafen sich im November wieder in London.

Während der ersten Jahre im Exil verschwand der Ausgewiesene immer mehr von der Bildfläche. Anfangs verkündete er mit Engels einige Male, dass eine Revolution bevorstehe. Die begründeten sie damit, dass sie annahmen, einer Revolution gehe immer eine Wirtschaftskrise aus, genau so, wie es 1847/8 gewesen war. Beide warteten somit nur auf eine neue Krise. Die Wirtschaft hatte jedoch Hochkonjunktur, die Proletarier waren nicht so umsturzwütig wie Marx und Engels ihnen zusprachen, die Vorhersage blieb unbestätigt. (Was allerdings Marx nicht davon abhielt, weiterhin an die bevorstehende „einzige geschichtliche Sinnerfüllung“ zu glauben.

Engels und sein Freund standen also am Tiefpunkt ihres öffentlichen Wirkens. So mußten sie u.a. den <<Bund der Kommunisten>> auflösen. Einprägsam für Marx waren in dieser <<Misère des Lebens>>, wie er sein bürgerliches und menschliches Elend bezeichnete, Krankheiten, ständige Geldnot und familiäre Schwierigkeiten. Die Krankheiten ließen zwei seiner Kinder sterben und belasteten zusätzlich Jenny Marx und ihn gleichermaßen. Die Geldnot wurde von Erbgütern, Freunden der Familie und hauptsächlich Engels weitestgehend behoben.



In dieser Zeit beschäftigte sich der Theoretiker mit dem Werk <<Zur Kritik der politischen Ökonomie>> (1859) und stellte den <<18. Brumaire>>, welcher vom Staatsreich Napoleons handelt, fertig.

Geschichtliche Bedeutung hatte die Auseinandersetzung zwischen Karl Marx und Ferdinand Lasalle (1825-1864). Letzterer hatte mit seinem Willen, die Arbeiterschaft als eigenständige politische Macht zu Erwecken, eine dermaßen große Anziehung auf die Menschen, dass 1863 in Leipzig der <<Allgemeine Deutsche Arbeiter-

Verein>> ins Leben gerufen wurde. Die Entwicklung dieses Vereins um ihren Präsidenten Lasalle beobachteten Marx und Engels neidisch. Sie mißbilligten dem Rivalen seine politischen Erfolge und hetzten gemeinsam über ihn, wovon allerdings die Öffentlichkeit nichts mitbekam.

Im September 1864 fand in London ein internationales Arbeitertreffen statt, dem Marx ein gewisses Interesse entgegenbrachte. Die Zeit wollte, dass F. Lasall starb und die Arbeiter eine übernationale Solidarität füreinander entwickelten. Marx schaffte es indes, die Redaktion für die Grundsätze des <<A. D. V.>> zu leiten; sein Einfluß wuchs ohnehin insgesamt wieder. So konnte er 1864 auch die <<Erste Internationale>> gründen, deren Aktivitäten sich in öffentlichen Demonstrationen bemerkbar machte.

Als im März 1871 die Pariser Kommune sich gegen die vom Volk gewählte französische Nationalversammlung stellt, wittert der Kritiker seine Chance und verfasst daraufhin die <<Adresse des Genaralrats>>, welche sich gegen die Regierung richtet. Die Mitglieder der Internationalen werden daraufhin verfolgt. Innerhalb dieses Vereins lief es jedoch von Anfang an nicht reibungslos ab. Es waren verschiedene Ideen (z.B. Proudhon, Mazzini) vertreten, deren Anhänger mit der Zeit immer mehr in Konflikt gerieten. Auch der Gegner Marx‘, Michail Bakunin (1814-1876), welcher anarchistische Auffassungen vertrat, war in der <<Internationalen>> tätig. Karl Marx erreichte nach einigen Jahren, dass dieser rausgeschmissen wurde. 1875 schließen sich mehrere Vereine zur <<Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands>> zusammen und gehen damit Marx‘ Ruf „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ nach. Da sich einige Konflikte innerhalb der <<Internationalen>> aber immer mehr verschärft hatten, mußte diese 1876 in Philadelphia aufgelöst werden.

Nach über zwanzigjähriger Vorarbeit stellte Karl Marx im gleichen Jahr den 1. Teil seines Hauptwerkes <<Das Kapital>> fertig. Der Autor sammelte für diese Arbeit Grundlagen für seine sozialistischen, historischen und ökonomischen Untersuchen und erforschte die Praxis durch Beobachten und Analysieren der Zustände der Gesellschaft.

<<Das Kapital>> umfasst u.a. die Theorie für eine soziale Revolution, die aufgrund der Klassenverhältnisse in der bürgerlichen Gesellschaft von Nöten war. Des weiteren untermauert es einige Behauptungen, die im <<Kommunistischen Manifest>> angestellt wurden und stellt in gewissem Sinne dessen wissenschaftliche Rechtfertigung dar. Die Pointe des Werkes ist letztendlich die <<Enteignung der Enteigner>> (s.u.), was mal wieder eine versteckte Aufforderung Marx‘ zur Revolution ist.

Die „Bibel der Arbeiter“ ist ein imposantes, bildhaftes und leicht verständliches Buch; die Arbeiter fassten es aber unglücklicherweise so auf, dass sich die darin beschriebene Entwicklung zum Sozialismus von alleine vollziehen würde und sie somit nichts zu tun hätten. Trotz dessen war der wissenschaftliche Sozialismus ab dem Erscheinen dieses Werkes eine Realität geworden und gewann zugleich an internationaler Bedeutung.

Engels war insofern am <<Kapital>> beteiligt, als dass er seinem Freund mit Rat und Tat zur Seite stand, ihn zur Vollendung seiner Niederschrift drängte und den unfertigen 2. und 3. Teil vervollständigte und nach Marx‘ Tod veröffentlichte.

Nach einigen Jahren gab es mehrere Auflagen und Übersetzungen in verschiedene Sprach der Niederschrift. Um diese Zeit begann gleichwohl der Lebensabend von Karl Marx. Er verfasste noch einige Exzerpte, interessierte sich für Rußland, (weil er in diesem Land die Symptome einer bevorstehenden Revolution erkannte,) lernte russisch und erfreute sich an Wahlerfolgen der deutschen Sozialdemokraten, erwähnenswerte Werke schrieb er allerdings nicht mehr. Sein gesundheitlicher Verfassungszustand wurde vor allem vom Ereignis des Todes seiner Frau Jenny (1881) sehr angeschlagen, der Tod der Tochter Jenny Longuet im Januar 1883 tat sein übriges: Karl Marx starb am 14. März 1883 an Lungentuberkulose.


Zum Schluß noch zwei Zitate aus Grabreden bei der  Beerdigung des Vorkämpfers des Proletariats:

Engels: ,,Die Menschheit ist um einen Kopf kürzer und zwar um den bedeutendsten.“

Wilhelm Liebknecht (deutscher Sozialdemokrat): ,,Er ist nicht tot. Er lebt im Herzen, er lebt im Kopf des Proletariats. Wir werden den Weg, den du uns gezeigt hast, wandeln bis zum Ziel.“











Das „Kommunistische Manifest“ und „Das Kapital“ von Marx sind außerdem Grundlage für den

Marxismus Der Marxismus umfasst die von Karl Marx und Friedrich Engels geschaffenen Gesellschafts-, Staats- und Wirtschaftstheorien. Bei diesen wird der Kapitalismus kritisiert und dem gegenüber neue Gesetze aufgestellt, die letztendlich zur Auflösung der sozialen Ungleichheit führen. Der Marxismus führt Hegels Idee der Dialektik in Bezug auf den Materialismus (kurz: Diamat) fort, jedoch sehen Marx und Engels im Gegensatz zu Hegel die bewegenden Kräfte der Geschichte nicht im Bewußtsein, sondern im Sein: Die Wirklichkeit präge das Bewußtsein der Menschen und nicht umgekehrt. So stellen die beiden Theoretiker die Natur und Materie über den Geist.
Vom Verlauf der Menschheitsgeschichte entwirft der Marxismus das Bild Hegels von der Geschichte der Klassenkämpfe: In der Frühzeit gab es eine klassenlose Urgesellschaft. Mit der Zeit entstanden aufgrund zunehmender Arbeitsteilung (geistige/körperliche Tätigkeit) Oberklassen, die sich das Kapital (Maschinen, Grund und Boden) und Geld, das über ihrem Anteil lag, zu Eigen machten und sich somit über die Unterklasse stellten und diese beherrschte.

In Europa lösten bei aufeinanderfolgenden Klassenkämpfen Sklavenhaltergesellschaft, Feudalgesellschaft und bürgerliche Gesellschaft einander ab. Die revolutionäre Umwandlung einer Gesellschaftsform in eine andere vollzieht sich stets dann, wenn der Stand der Produktivkräfte (also der ganze wissenschaftliche und technische Entwicklungsstand) in Widerspruch zu den bestehenden Produktionsverhältnissen (Eigentumsverhältnissen) gerät.



Marx und Engels waren der Auffassung, dass nur der internationale revolutionäre Kampf der unterdrückten Arbeiterklasse (Proletariat) den Kapitalismus beseitigen und eine neue  klassenlose Gesellschaft bilden kann (letzte Stufe des „ökonomischen Bewegungsgesetzes“). Dabei ist jedoch anzumerken, dass die bestehende bürgerliche Gesellschaft mit der fiktiven politischen Gleichheit aller Bürger und dem Klassengegensatz von Bourgeoisie und Proletariat eine notwendige Vorstufe für die daraufhin folgende proletarische Revolution ist.

Die Anthropologie des Menschen sagt aus, dass der Arbeiter durch den Besitz seines selbst hergestellten Produkts sich in seiner Arbeit selbstverwirklicht. Im Kapitalismus dagegen, entfremdet er sich seines Erzeugnisses, da Arbeit und Eigentum zweierlei sind.

Die Wirtschaftstheorie von Marx und Engels geht vom bestehenden Kapitalismus aus. Die menschliche Arbeits­kraft wird als Maßstab des Tauschwertes gesehen, wobei der Unternehmer seinen Bediensteten allerdings weniger Geld zugesteht, als das Arbeitsergebnis wert ist (Exploitation). Der Kapitalist nutzt das erbeutete Geld (Mehrwert), deckt sich von diesem mit Maschinen ein und entlässt unbrauchbare Arbeitskräfte. Die zunehmen­den Arbeitslosen üben einen gewissen Druck auf den Arbeitsmarkt aus, was wiederum dazu führt, dass die Firmenchefs die Löhne auf ein Minimum herunterschrauben und die Massen somit zunehmend verelenden (Verelendungstheorie). Aufgrund der Zunahme des Kapitals der einzelnen Unternehmen (Akkumulationstheo­rie), kristallisieren sich Großbetriebe heraus, die die Mittel- und Kleinbetriebe aufsaugen. Die Zahl der Kapitalisten nimmt ab (Konzentrationstheorie). Diese führen sich jedoch letztendlich selbst in sich verschärfende Krisen (Krisentheorie), da sie zuviel Ware produzieren und diese kaum noch Absatz findet.

Der Widerspruch des Reichtums und des Elends lasse das kapitalistische System zugrunde gehen. Der Kapitalismus erliegt seiner Selbstzerstörung. Das revolutionstüchtige Proletariat übernimmt ab diesem Punkt die Betriebe (Expropriation der Expropriateure) und Produktionsmittel und baut ein kommunistisches Wirtschaftssystem auf.

Staats- und Gesellschaftslehre: Die beiden Theoretiker sehen den Staat als Unterstützer der herrschenden Klasse, die die niedrigeren Klassen permanent unterdrückt. Es liegen ökonomische Unfreiheit und Ungleichheit, welche der Staat auch nicht durch Interventionen beseitigen kann, vor. Zur Lösung der sozialen Frage sei eine soziale Revolution unabdingbar. Da die Lage des Proletariats weltumfassend die gleiche ist, ergibt sich die Forderung der internationalen Solidarität der Arbeiter, die zur Weltrevolution führen soll. Nach der vorläufigen Diktatur des Proletariats verwirklicht dieser das Ziel, die Produktionsmittel in die Hand der Gesellschaft zu legen. Der bestrebte Endzustand des Marxismus ist eine klassenlose Gesellschaft ohne Staat, in der die <<höchste Entwicklung der Produktionskraft der Gesellschaft und die allseitige Entwicklung der Einzelnen >> gleichermaßen gewährleistet sind. Die Wiederherstellung der Freiheit und der Würde der Menschen ist erfüllt.











Karl Marx war u.a. geprägt von:


Industrielle  Rev.: Fabriken brauchen große Arbeitskräfte, Produkte international > Spalt zwischen arm u. reich; mehr Proletariat; Verelendung von schlecht bezahlten Arbeitern


Von Savogny/Gans/Hegel/Saint-Simonisten/Engels;


Francois- Noel Babeuf (1760-1797): Kommunist (unterdrückt); stellt fest,  dass die großen Vermögen unter wenigen aufgehen >Arbeitslosigkeit


Pierre-Joseph Prodhon (1809-1865): Eigentum ist Diebstahl; ,, Marx hat eine gute Art, Altes zu sagen“;  später war Marx Gegner von ihm


Louis Blanc (1811-1882): bekanntester Frühsozialist, Gefahr: freie Konkurrenz; „Staat ist (durch Ausschaltung der freien Wirtschaft mit Konkurrenzkämpfen) MITTEL zum ZWECK, dass Mensch in Mittelpunkt steht“ >(später) Entfremdung des Menschen nach Marx


Robert Owen, 1. Kommunist: unterhält Betrieb mit Arbeiterschutz und ohne Kinderarbeit> 4. Stand unterstützt sich selbst mit Gewerkschaften >>>Gesetz gegen Kinderarbeit in Frankreich


Ludwig Feuerbach: der den Menschen zum Gott der Menschen macht<<< für Marx Wesen des Christentums, für Philosophen sei Feuerbach Weg zur Wahrheit



Marx Ansehen und Wirken in der Nachwelt


Der Marxismus wurde nach Marx Tod zur offiziellen Weltanschauung der internationalen Sozialdemokratie. Aus der Staatstheorie entwickelten sich verschiedene Richtungen und Schulen mit verschiedenen Prioritäten-

setzungen auf der Lehre des Marxismus. So gab es z.B. Revisionismus, Reformatismus, Stalinismus, Titoismus, Maoismus, Leninismus.

Seinen größten Erfolg verzeichnete die Praxis ab der Oktoberrevolution 1917 in Rußland. Diese konnte stattfin­den, da –nach Staatsführer Lenin- Rußland kapitalistisch und somit reif für eine proletarische Revolution, war. Er erhielt Recht. 1917 wurden Osteuropa und die Sowjetunion erst verstaatlicht, dann wurde das Eigentum vergesellschaftet. Erst als Lenin stirbt und Stalin an die Macht kommt, setzt letzterer die Industrialisierung in Bewegung, zerstört also die herrschende Staatsform und wird zum Diktator des Landes.



Außer Rußland wird u.a. China unter Mao Tse Tung kommunistisch. Kuba ist mit Staatsführer Fidel Castro, ein enger Verbündeter der Sowjetunion, das letzte kommunistische Land der neueren Zeit, wobei anzumerken ist, dass Kuba inzwischen einer sozialen Marktwirtschaft entgegenstrebt. Schon nach dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Ende der UdSSR 1991 verlor der Marxismus an Bedeutung.

Insgesamt wurden 1 Milliarden Menschen in der Sowjetunion, Mitteleuropa, Ost- und Südasien und Kuba von der vorherrschenden sozialistischen Form geprägt; der Marxismus umfasst weltweit 7 Millionen Mitglieder. Heutzutage sind es vor allem Jugendliche, die von der Legende Karl Marx, dem Marxismus und dem Kommunismus fasziniert sind. Seine Bedeutung hat jedenfalls im Gegensatz zu seiner Lebenszeit im 20. Jahrhundert schwerwiegend an Bedeutung hinzugewonnen.










Quellenangabe:


Werner Blumberg: Marx

Peter Stadler: Karl Marx; Ideologie und Politik

Dtv-Lexikon Band 12 Mach-Muns

Videofilm: Karl Marx, Marxismus und die Folgen

Internet: Informationen von gutenberg.aol.de




Kritik

Vor diesem Essay hatte ich kaum Ahnung von Karl Marx und seiner Weltauffassung und kannte nur die Befürwortung des Kommunismus seitens einiger Bekannten, die ihm aber trotzdem nicht vollständig zustimmten. Diese Kritik konnte ich allerdings kaum verstehen, da mein unzureichendes Wissen nur Kenntnis von der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gleichheit hatte. Da ich mich aber in letzter Zeit sehr lange mit diesem Thema beschäftigt habe, sind mir u.a. einige Ungereimtheiten aufgefallen und ich kann letztendlich auch (negative) Kritik üben.

Für die Entwicklung der Theorien in Marx‘ geschichtlicher Lebenszeit kann man ihm nur Respekt zeugen. Seine Lehren sind sehr lobenswert, vor allem weil sie für die Gleichheit der Klassen, also für eine klassenlose Gesellschaft plädieren. Der Fehler liegt jedoch in der kaum durchführbaren Praxis.

Hierzu muß ich allerdings bei der Theorie anfangen und zwar dabei, wie Marx die Gesellschaft, besonders das Proletariat sieht: Ich habe festgestellt, dass der Kommunist immerzu von industriellen Kapitalisten und Lohnarbeitern redet, den Mittelstand (Handwerker, Bauern, Beamte) aber außen vor lässt. Letztendlich bin ich zu dem Endschluß gekommen, dass er dies wohl tut, um die Konzentration auf das Proletariat zu lenken. Der Mittelstand passt anscheinend nicht in seine Revolutionsgedanken, da er keiner Opposition angehört und er nicht weiß, welche Rolle diese Klasse bei einem Umsturz einnehmen würde.

Der nächste wesentliche Punkt ist, dass sich Karl Marx , selbsternannter „Vorkämpfer des Proletariats“, kaum in die Rolle der Lohnarbeiter hineinversetzen konnte. Es war einfach unmöglich, da er weder jemals die Erfahrung dieses Standes in Bezug auf die Arbeit gemacht hatte, noch lebte er in deren finanziellen Umständen. (Er beharrte sogar auf seiner bürgerlichen Existenzform und wollte Privatgelehrter bleiben!) So hat er über eine Sache geschrieben, mit der er einfach keine lebensnahe Erfahrung hatte. A. Gottschalk (proleta­rischer Führer in Köln) sagte zu diesem Thema, dass Marx das Elend der Arbeiter gar nicht berührte, er nur wissenschaftlich doktrinäres Interesse für die Unterklasse habe und er nicht wüßte, was die Menschen wirklich bewegte. Diese Aussage kann ich  durch die Tatsache, dass Karl Marx die Revolutionsbereitschaft der Proletarier überschätzte, unterstützen. Ich denke, dass der Marxismus ausgefeilter, ideeller und realitätsnäher wäre, hätte der Lehrmeister selbst der Klasse, über die er schrieb, angehört.

Des Weiteren ist am ökonomischen Bewegungsgesetz des Theoretikers Kritik zu üben. Er schreibt, dass die Gesellschaft (nach der Urgesellschaft) schon immer aus Souverän und Untertan bestand. Mit jeder Revolution kommt eine neue Klasse an die Macht und scheint eine Umwälzung der bestehenden Form vollzogen zu haben. Dem ist jedoch nicht so, denn die Verhältnisse zwischen den Klassen bleiben nachweislich trotzdem bestehen. Die Idee des Marxismus ist es, dass nur das Proletariat es schaffen kann, nach der gewaltsamen Machtüber­nahme seinerseits über den Weg der vorläufigen Diktatur zum Endziel „klassenlose Gesellschaft“ zu kommen.  Dabei hat der Gelehrte allerdings mißachtet, dass die Bourgeoisie gleichermaßen an die Macht kam, die alten Produktionsverhältnisse aufhob, aber trotzdem die herrschende Klasse wurde. Ich frage mich also resümierend, wer garantierte, dass die Proletarier nicht auch bei der Diktatur stehen blieben und sein Interesse als das Allgemeininteresse ausgab, sondern den Weg zum Kommunismus bis zum Ende schritt. An dieser Stelle haben Marx und Engels offensichtlich nicht zu Ende gedacht.

Die beiden waren eben Ideologen, die so sehr davon überzeugt waren, die Wahrheit zu verkünden, dass sie ihre Lehre keiner Kritik unterzogen. Dies verwundert mich wiederum, da ich darüber informiert wurde, dass beide sogar an den Lehren ihres großen Vorbilds Hegel Kritik übten und es ihren Anhänger gleichermaßen guthießen, wenn diese an ihren Theorien Kritik übten. Selbst taten sie es aber nicht.

Nach nochmaligen Lesen einiger Textstellen ist mir bewußt geworden, dass Marx‘ Fehler oft war, dass er Vorschläge, (so geschehen z.B. bei Konferenzen oder Redaktionssitzungen) die von seinen abwichen einfach nicht annehmen wollte und stur an seinem „so-und-nicht-anders“-Prinzip festhielt.

Meiner Meinung nach hätte Marx sich entweder unters Arbeitervolk mischen sollen oder insgesamt mehr Kompromisse eingehen sollen und sich beispielsweise einen Schritt mehr in Richtung Demokratie orientieren sollen. Ich denke, dass der Marxismus dadurch höchstwahrscheinlich einen höheren Rang in der Gesellschaft –zu  Lebzeiten wie auch in der Nachwelt- eingenommen hätte, so dass er auch heute noch verbreiteter gewesen wäre.

Abschließend weise ich noch einmal nachdrücklich daraufhin, dass Marx‘ Leistung, meiner Meinung nach auf jeden Fall und trotz aller Kritik, eine sehr bemerkenswerte ist.



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