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Referat "Archibald Douglas' von Theodor Fontane

deutsch referate

deutsch referate

Archibald Douglas'

von

Theodor Fontane

. Der Autor - Theodor Fontane

. Lebenslauf von Theodor Fontane in

Stichworten

geboren 9 in Neuruppin

stammte einer eingewanderten Hugenotten - Familie ab zunächst Apotheker in Berlin

Kontakt mit den literarischen Kreisen Berlins Heirat , Aufgabe des Apothekerberufs nun Journalist in England 5 -

hrend der Bismarck - Ara auch als Kriegsberichterstatter tätig

schließlich Theaterkritiker der berühmten Vossischen Zeitung'r das

Königliche Hoftheater 0 -

verhalf vielen jungen Dichtern des Naturalismus zum Erfolg zunächst schrieb er im Realismus, später im Naturalismus gestorben 8 in Berlin

1.2. Werke

Erzählungen

"Wanderungen durch die Mark Brandenburg'

Romane

"Vor dem Sturm' (1878) "L' Adultera'

"Schach von Wuthenow' (1882) "Cécile'

"Irrungen, Wirrungen' Frau Jenny Treibel'

Seine Romane begründeten den Typus des "modernen Gesellschaftsromans', der einen traditionsreichen , in bindenden Konventionen lebenden Stand verherrlicht und sich der drängenden politischen und ethischen Zeitprobleme annimmt. Fontane entfaltet sich ohne große Geste, in ruhiger Sachlichkeit. Die Art, wie er sich dabei in seine Personen hineinlebt, ist etwasllig neues in der deutschen Erhlkunst. Milieuschilderung, Charakterzeichnung und Phantasie verbinden sich aufs engste miteinander und in eigenartiger Weise.

Die Entstehungsgeschichte eines seiner Hauptwerke, "Effi Briest' , gewährt einen interessanten Einblick in Fontanes Art des Gestaltens:

Eine Freundin erhlte dem Dichter von der ungl cklichen Ehe eines gemeinsamen Bekannten, eines Offiziers. Die Geschichte wird der Keim zu einem neuen Roman. Aber noch fehlt Fontane das anschauliche Bildr die gegebene Grundsituation. Er empfängt es auf ähnlich zufällige Weise. Aus dem Weinlaub des Gartens kommt die

Stimme der spielenden Kinder - ganz wie im Roman geschildert - "Effi, komm!' Eine besondere Situation ist jetzt da, ein Bild, das sich dem Dichter einprägt, und an das sich Hunderte anderer Einzelbilder reihen werden. Aber immer noch ist Effi eine farblose Phantasiegestalt. Da begegnet Fontane auf dem Balkon eines Harzhotels ein englisches Geschwisterpaar; das Mädchen ist etwa 5 Jahre alt, trägt ein Kleid aus blau - weiß gestreiftem Kattun und einem Matrosenkragen. Drei

Schritte von ihm an die Brüstung gelehnt, kann sie der Dichter genau beobachten. Er weiß jetzt, wie Effi Briest aussehen wird. Er kann jetzt mit der Niederschrift des Romans beginnen.

Fontanes Erhltechnik, seine Gestalten und Gedanken nicht zu schildern, sondern im lebendigen Dialog sich selbst darstellen zu lassen, ungefärbt, ganz in der Sprechweise der jeweiligen Person, ist eine weitere Eigentümlichkeit des Fontaneschen Stils; was der Dichter dadurch erreichte, war vor allem die größtmögliche Unmittelbarkeit, die den Leser sofort an die Phantasie des Dichters bindet.

Novellen und Balladen

Auch als Novellist und Balladendichter hat Fontane Bedeutendes hervorgebracht. Die Kriminalnovelle Unterm Birnbaum' (1885) erzählt von einem Mord in dem Oderbruchdorf Tschechin und seinen Folgenr den Täter; die historische Novelle Grete Minde' (1880) vom Schicksal einer Frau, die an der Lieblosigkeit ihres leiblichen Bruders zugrunde geht und ihre Kinder mit in den Tod nimmt. In der Liebesnovelle Stine' ) hat Fontane noch einmal sein Lieblingsthema der Mesalliance aufgenommen: Allen Standesgesetzen zum Trotz will Graf Waldemar von Haldern, Stine, eine Bürgerliche, heiraten; aber das Mädchen lehnt ab: "Ich käme mir albern und kindisch vor, wenn ich die Gräfin Haldern spielen wollte.' Die Ablehnung trifft Waldemar tief, er wählt den Freitod. Die Wendung zu den früheren Eheromanen ist bezeichnend. Ein selbstbewußtes Bürgertum hat seinen eigenen Wert entdeckt und löst die Standesprobleme der Bismarck - Ara auf seine Weise.

Als Balladendichter hat sich Fontane vor allem an der älteren geschichtlichen Ballade des Österreichers Moritz Graf von Strachwitz 2 - ) und an Übersetzungen der englisch - schottischen Volksballade gebildet. Seine bekanntesten Balladen sind Archibald Douglas', Gorm Grymme , Die Brücke am Tay' und "John Maynard'.

2. Kurze Übersicht über das St ck "Archibald

Douglas

In der Ballade "Archibald Douglas' von Theodor Fontane, die zur Epoche des Realismus geschrieben wurde, geht es um das Thema Vergebung'.

Die Geschichte handelt von einem Edelmann, dessen Verwandte den König Jakob V. von Schottland verraten haben, und der deswegen - obwohl er selber unschuldig ist - seit sieben Jahren verbannt ist. Nach einer erregten Bittsprache, in der Douglas den König überzeugen will, ihn in

die Heimat zurückkehren zu lassen, da er diese so liebt, und des Königs Seneschall und

Kindesfreund war, gibt der König nach und erhebt ihn in seine alte Stellung zurück.

Ort der Handlung ist das alte Schottland in der Gegend um Linlithgow, Zeit das spätere

Mittelalter, um 0 herum.

3. Interpretation

komplette Interpretation von "Archibald Douglas' nach Karl Moritz, Deutsche Balladen', Schöningh

Verlag, Seite 8 ff.:

. Theodor Fontane: Archibald Douglas

Fontane wurde in seinem Balladenschaffen stark beeinflußt von Bischof Percys "Reliques of ancient English poetry' und Walter Scotts "Ministrelsy of the Scottish border', zwei cher, "die auf Jahre hin meine Richtung und meinen Geschmack bestimmten'.

In letzterem findet sich die von Scott auch anderswo erzählte Anekdote von dem Grafen Archibald Douglas von Kilspindie, der von dem schottischen König Jakob V. mit dem ganzen Geschlecht der Douglas verbannt wurde, obgleich dieser an dem alten Waffenmeister und Gefährten seine Jugend in großer Liebe hing. Als Douglas hochbetagt in seine Heimat zurückkehrte, um des Königs Gnade zu erflehen, wurde er abgewiesen, mußte ins Exil zurückkehren und starb in Frankreich an "gebrochenem Herzen'. Der englische König Heinrich VIII. mißbilligte das Verhalten seines Neffen mit dem alten Reimspruch: A king's face should give grace.

"Diese kleine Douglas Geschichte machte großen Eindruck auf mich, und da ich ganz der Ansicht von Heinrich VIII. war, so modelte ich den Stoff in dem entsprechenden Sinne. Die Ansprache des Douglas und die Antwort des Königs darauf schrieb ich noch am selben Abend, und zwar auf dem kalten, weißgetünchten Vorflur des königlichen Schauspielhauses. Ich sehe mich noch stehen, wie ich ein kleines Blatt nach dem anderen an den Wandpfeiler legte, um mit dem Bleistift, der keine rechte Spitze mehr hatte,

besser zu schreiben oder doch das N tigste festzuhalten'. - Am 4 wurde die Ballade beim Stiftungsfest des "Tunnels' unter dem Titel Der Verbannte' mit Beifall vorgetragen. Der erste Druck erfolgte in der "Argo, Albumr Kunst und Dichtung',


Aufbau

Eine klare Gliederung ergeben die Erhl- und Redestrophen, wobei letztere das größere Gewicht haben.

I - III: Die Ballade beginnt mit einem Selbstgespräch, das eindrucksvoll die Entschlossenheit des Sprechers spürbar macht, seine seelische Last nicht länger zu ertragen. Das Was und Warum wird in dem zweifachen es' I) und dem "sein' und er' II u. III) angedeutet, aber erst im weiteren Verlauf geklärt.

IV - VII: Die vier folgenden Erhlstrophen beenden die Exposition. In die bedrückende Einsamkeit des alten Grafen bricht der lärmende Jagdzug des jungen Königs. Unerwartet Schnell ist der Wunsch, vor

den König zu treten, in Erfüllung gegangen. Die Unterschiede in Haltung und Verhalten deuten auf die Unterschiede, die beide Männer trennen.

VIII -XII: Die breit ausgemalte Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse soll den harten Sinn des Königs sänftigen. Anfang und Schluß der Ansprache weisen auf die Unschuld hin; nur um seines Namens willen hat Douglas sieben Jahre gebüßt.

XIII - XV: Die Erinnerungen sind nicht ohne Wirkung, vermögen aber nicht, den Entschluß des Königs zu ändern. Erster Höhepunkt.

XVI - XVII erzählen, wie der alte Graf sich nicht abweisen läßt und mühsam mit dem Pferde schritthält. Der Handlungsgang wird schneller.

XVIII - XX: Zum äersten entschlossen, wird das eigentliche

Anliegen (XIX / ) hervorgesten.

XXI: Die Heimatliebe bewirkt die Sinnesänderung des K nigs. In theatralischer Geste gewährt er die Bitte. Kulminationspunkt der Ballade.

XXII - XXIII: Die Schlußstrophen geben die Begründung und malen eine gemeinsame Zukunft aus.

Strophenbau und Sprache

Fontane verwendet die im 18.Jahrhundert aus England übernommene Chevy-Chase-Strophe, eine straffe, einprägsame Form von volksliedhaftem Charakter. Die vier im Kreuzreim stehenden Verse mit männlichen Ausgängen haben einen regelmä igen Wechsel von vier und drei Hebungen; die Senkungen sind wie im Volkslied ein- oder zweisilbig. Eine starke Atempause verwirklicht rhythmisch die

fehlende Hebung am Ende der zweiten und vierten Zeile (stumpfe

Kadenz

Dieses Strophenschema wird hier feinfühlig variiert und jeweilig dem Sprecher und der Situation angepaßt. Die beiden ersten Sprechpartien des Grafen Douglas wirken umständlich, aber schlicht, und charakterisieren mit ihren rhetorischen Parallelismen und Wiederholungen die Sprechweise des alten Mannes ("hab es getragen - kann es nicht tragen; - Denk nicht - Denk lieber - Denk lieber - Denk lieber - O denk an alles'; zudem die vielfachen "und'). Die

kummervoll - schleppendeckschau in I wandelt sich in II und III zur festen Entschlossenheit mit langsam steigendem Spannungsbogen. Die frohen Erinnerungen in X und XI werden durch die o-Klänge verbunden und unterstrichen Stirlingschloß - Vaters Roß; Linlithgow - jagen froh). Ahnlich wird das Schwanken des Königs zwischen Härte

und Milde rhythmisch und klanglich gekennzeichnet. Das mühsame, stoßhafte Sprechen beim Berganritt kommt zum Ausdruck durch die kurzen, mit "Ich' beginnenden oder durch "und' verbundenen Sätze mit steigendem, zerhacktem Rhythmus, der hinter jedem Vers in XX auch innerhalb der ersten und dritten Zeile eine deutlich markierte Atempause nahelegt.

Die herannahende Jagd V, /4 u. VI, / ) wirkt in Bild, Klang und Rhythmus auf Auge und Ohr. Die einfühlende Gestaltung Fontanes zeigt sich oft an Feinheiten. So an der Stellung und der Betonung eines aber', "doch' oder "nicht , an der rhythmisch wirksamen Akzentverschiebung (z.B. in XXI) oder einer pl tzlichen Verlangsamung. Er vermeidet die großen Effekte, die große Komposition, das reich Ornamentierte, das große Gewebe von Klang und Farbe. Als Künstler arbeitet er immer rasch und mit kleinsten Mittel.

Hinweiser den Vortrag der Ballade

Diese Ballade spricht sich am besten im Stehen . Atemversammlung eher hoch, wenn auch der Ton immer voll und gut gest tzt bleiben muß . Liedmäßig - langsam das Ganze, aber rufmäßig - laut und

kraftvoll, jeweils ein Verspaar in weitgespanntem Bogen als einheitliche Aussage nehmend. Die moderne Manier, den Redefluß in rasch dahingeworfene Bruchstücke zu zerhacken, die das geprägte Dichterwort dem Gestammel der Alltagsrede annähert -r diese Ballade wäre sie tödlich. Der Wortlaut steht vorwiegend auf den Vokalen. Dennoch kommen die Mitlaute - und besonders die

stimmhaften und die Auslaute - kräftig.

Balladencharakter

Durch die Umformung der schottischen Anekdote, deren Handlungsführung zielstrebig auf den königlichen Eid ausgerichtet ist und tragisch unversöhnlich endet, gab Fontane seiner Ballade eine völlig andere Struktur, wenn auch viele Einzelheiten der Vorlage übernommen wurden.

"Die neue Fassung des Endes wirkt sogleich im Sinne eines organisierten Prinzips, welches das Ganze durchdringt und die

Substanz des Heldenbildes und die Struktur der Ballade von Grund auf verändert '

Das auf wenige Augenblicke geraffte Geschehen, bei dem die Erhlzeit fast ebenso lang ist wie die erhlte Zeit, flie t allein aus dem Charakter der beiden Personen. Die äere Handlung ist gering; das Gewicht liegt auf den seelischen Vorgängen, die behutsam und spannend in den 6 Redestrophen entfaltet werden. Die sieben Erhlstrophen haben daneben nur regiehafte Bedeutung. Das "Rollenmäßig - Dramatische' wird jedoch durch die liedhafte Strophenform und durch die weichen, gefühlhaften Partien lyrisch gemildert.

Der Aufbau der Ballade verrät uns, wie alles auf den gehaltlichen Kern zuuft. Die Liebe zur Heimat prägt die Haltung des alten Grafen, lenkt sein Tun und schenkt ihm die ergreifenden Worte, durch die der junge König schlie lich gerührt und gewandelt wird. Aus der Heimatliebe flie en Treue- und Versöhnungsbereitschaft, wodurch die humane Du - Bezogenheit und der untragische Ausgang ermöglicht werden. Damit änderte sich auch die Substanz des Heldenbildes', das nicht mehr dem starren Heldentyp der nordischen Ballade entspricht. Nicht der geschichtliche Hintergrund ist strukturbildend, der auch in der

stofflichen Vorlage nur anekdotenhaft zu verstehen ist. Es wäre deshalb sehr vordergründig, sie als historische Ballade zu kennzeichnen. Wir können sie als Ideenballade im historischen Gewand ansprechen, als

ein "Preislied' aus die Heimatliebe.

Die Leiderfahrung des alten Grafen sowie die Menschlichkeit der beiden Handlungsträger wird betont, wodurch Feindschaft und Rache überwunden werden und der versöhnliche Ausgang erreicht wird.

3.2. Historischer Hintergrund

Geschlecht der Douglas

Die Douglas sind ein schottisches Adelsgeschlecht, das seit 1175 nachgewiesen werden kann. Die Familie spielt seit dem Ende des . Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der Geschichte Schottlands. 8 erwarb sie die Würde eines Earl of Angus, 3 die eines Earl of Morton. Die Hauptlinie des Geschlechts, die schwarzen Douglas starben 8 aus. Die Nebenlinie, die roten Douglas, erbte die Herrschaft. 7 fiel ihr Besitz durch Heirat in die Hände der Earls of Home Bed.

Der in der Ballade erwähnte Archibald Douglas lebte von . Er war der Vormund König Jakobs V von Schottland und war Haupt der englischen Partei am schottischen Hof. Er heiratete 4 Margarete Tudor, die Schwester Heinrichs VIII von England und Witwe Jakobs IV, von der er sich bald wieder trennte. 8 bis 3 wurde er nach England verbannt. Was passiert als er nach dieser Zeit zur ckkehrt erzählt die Ballade.

Jakob V

Jakob V wurde am 10.April 2 in Linlithgow geboren und starb am 14. Dezember 2 in Falkland. Er wurde 3 zum König gekrönt und war der Vater von Maria Stuart. Er stellte sich der Ausbreitung der Reformation entgegen. Seine Ehen mit der Tochter von Franz I von Frankreich und mit Maria von Schottland verstärkten die Spannungen zwischen England und Schottland. So daß er 2 vor England kapitulieren mußte.

4. Ballade

Das Gedicht "Archibald Douglas' ist eine Ballade. Der Begriff Ballade kommt von dem italienischen Wort "ballata' = Tanzlied). Eigentlich ist es ein in den romanischen Ländern von den Tanzenden gesungenes, kurzes und strophetisches Lied.

In England dagegen, woher auch unser Gedicht stammt, übetrug man den Liedbegriff auf volksmä ige und leicht singbare Gedichte, die sprunghaft unter Benutzung der dramatischen wirkenden Dialogform ein auffallendes Ereignis, oft eine Heldentat, episch erzählten und zugleich in lyrische Stimmung lösten, was sich auch in "Archibald Douglas' zeigt.



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