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Referat Der Weinbau in Illmitz im Wandel der Zeit

geographie referate

geographie referate

Fachbereichsarbeit aus

Geographie und Wirtschaftskunde

Der Weinbau in Illmitz

im Wandel der Zeit

Ich erkläre hiermit, daß ich die vorliegende Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der genannten Materialien angefertigt habe. Alle aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommene Gedanken sind als solche kenntlich gemacht.

Außerdem habe ich die Reinschrift einer Korrektur unterzogen.

Die Arbeit wurde bisher noch keiner anderen Prüfungskommission vorgelegt.

Vorwort

Im Sommer des Jahres 1996 hörte ich eher zufällig in der Ortsvinothek von Illmitz einen Vortrag über die Geschichte des Weinbaus in Illmitz.

Mich interessierte der Vortrag, in dem die einzelnen Weinsorten, die Bedingungen dafür, daß diese gerade in meiner Heimatgemeinde so gut heranreifen, die Arbeiten des Winzers und die Anderungen im Weinbau in Illmitz vorgestellt wurden. Ich faßte den Beschluß über dieses Thema eine Fachbereichsarbeit zu schreiben und teilte ihn meinem Geographielehrer mit. Er war mit der Wahl einverstanden und so begann ich mit der Materialsuche und der Arbeit.

Ich nannte meine Arbeit "Der Weinbau in Illmitz im Wandel der Zeit", da es in dieser Weinbaugemeinde in den letzten Jahren im Weinbau viele Anderungen gab. Als Sohn eines Weinbauern war es für mich auch besonders interessant, an dieses Thema heranzugehen, da ich den Wandel im Weinbau in Illmitz in den letzten Jahren zwangsläufig schon ein wenig beobachtete.

DER WEINBAU IN ILLMITZ IM WANDEL DER ZEIT

1. Einleitung

2. Die Geschichte des Weinbaus in Illmitz

Die Anfänge des Weinbaus

Die Reblausplage

Der "Weinboom" in Illmitz    

Der Weinskandal 1985/86

Das neue Weingesetz

3. Voraussetzungen für den Weinbau in Illmitz

Das Klima des Seewinkels

Die Sonnenscheindauer

Die Auswirkungen des Niederschlages auf Ertrag und Qualität des Weines

Das Mikroklima der Neusiedlersees und der Lacken

Die Böden

Schwarzerden

Sandrohböden

Salzböden

Der Fremdenverkehr als Motor für den Weinbau

Fremdenverkehr - Viehhaltung - Weinbau

Die Gemeinden Podersdorf, Apetlon und Illmitz im Vergleich

4. Die Weinbaugemeinde Illmitz

Die Situation des Weinbaus in Illmitz im Vergleich zu anderen Kulturarten

Die prozentuelle Verteilung der Rebsorten

Illmitz, Boden der Weltmeisterweine       

Die Weinbaugemeinde Illmitz heute

5. Anderungen im Weinbau in Illmitz

Der Wandel vom Vollerwerbs- zum Nebenerwerbsbauer

Der moderne Weinbau

Marketingmaßnahmen

Absatzgenossenschaften

Die Winzergenossenschaft in Illmitz

Marktnischen

6. Zusammenfassung

7. Anhang

8. Literaturverzeichnis

9. Abbildungsverzeichnis

[C1] 10. Darstellungsverzeichnis

1. Einleitung

In meiner Arbeit befasse ich mich mit dem Weinbau in Illmitz, vor allem mit den Anderungen und Entwicklungen, die diesen prägten.

Illmitz ist im Vergleich zu anderen Ortschaften eine relativ junge Weinbaugemeinde. Erstmals war in Zusammenhang mit Illmitz von Weinbau im Jahre 1598 die Rede, doch in den Quellen des 17. und 18. Jahrhunderts scheinen in Illmitz keine Rebflächen mehr auf. Erst im Jahre 1809, als der damalige Pfarrer Mikuska wieder Weingärten aussetzte, zog der Weinbau in Illmitz wieder ein und wurde schon bald zu einer Alternative zu Ackerbau, Fischerei und Viehhaltung.

Die Rebfläche vergrößerte sich immer und der Weinbau gewann an Bedeutung, doch dann folgte mit der Reblausplage am Ende des vorigen Jahrhunderts der erste Rückschlag für die Illmitzer Weinbauern. Ein Großteil der Weingartenflächen wurde zerstört, und nur die reinen Sandböden in Illmitz und Podersdorf blieben verschont. Doch diese Krise wurde vielleicht zum Eckstein für den Weinbau im Seewinkel. Man baute ihn nach den neuesten Grundsätzen und Methoden auf. Weinbauvereine und Forschungszentren wurden gebaut und die Beratung von Seite des Staates nahm in der Folge auch zu.

Die Zahl der Bauern, die sich zunächst nur als Zusatz zu Ackerbau und Viehzucht um den Weinbau kümmerten, nahm zu. So wurde der Wein in Illmitz zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor.

Der Weinbau brachte zweifelsohne den wirtschaftlichen Aufstieg in Illmitz mit sich, denn als dieser in den späten 70-er und den frühen 80-er Jahren seine Blüte erreichte, entstand auch der Fremdenverkehr, der heute ein weiteres wichtiges Standbein für viele Betriebe in meiner Heimatgemeinde darstellt.

In dieser Zeit schien das Geschäft mit dem Wein vielversprechend und die Winzer blickten in eine verheißungsvolle Zukunft. Man investierte in diesen Jahren viel Zeit und Geld in den Weinbau. Die Lagerkapazität der Weinkeller wurde immer mehr erhöht und neue Maschinen wurden gekauft.

Doch plötzlich, im Jahre 1985, wurden alle Erwartungen mit einem Schlag enttäuscht. Durch den Glykolskandal 1985/1986 brach die gesamte Weinwirtschaft in Österreich zusammen. Das Vertrauen in den österreichischen Wein, speziell in den Seewinkler Wein, war gebrochen.

In den letzten Jahren bemühte man sich daher um Wiedergutmachung. Doch die Spuren, die der Weinskandal hinterlassen hat, sind nicht mehr wegzuwischen. Nur mehr 3% der Bauern widmen sich hauptberuflich der Landwirtschaft. 1970 waren dies immerhin noch 51%.

Immer häufiger sieht man im Gebiet von Illmitz "verwilderte" Flächen, auf denen einst, bedingt durch das Klima, die Bodentypen und den Neusiedlersee, hervorragende Weine, die auf Weinmessen im In- und Ausland prämiert wurden, gediehen. Grund dafür waren die Rodungs- und Stillegungsaktionen, denn die Winzer bekamen durch die Weingartenflächen, die sie stillegten, Geld. Diese Aktion kam den Weinhauern aus Illmitz sehr gelegen, denn diese hätten für ihre Produkte ohnehin nur sehr schwer Abnehmer gefunden. Wenn diese Aktion in den nächsten Jahren auslaufen wird, wissen viele Winzer nicht, was sie tun sollen. Viele hängen sicher sehr am Weinbau, sind mit Leib und Seele Winzer, scheuen aber das Risiko, wieder Weingärten auszusetzen. Noch dazu ist in vielen Fällen auch kein Betriebsnachfolger vorhanden, da der Beruf des Bauern nicht mehr den Idealen der Jugend entspricht.

Mit Absatzgenossenschaften, die Absatz und Marketing garantieren sollen, versucht man die Weltmeistergemeinde Illmitz zu retten.

Die Situation im Weinbau in meiner Heimatgemeinde ist zur Zeit nicht die rosigste. Doch die Weinbauern aus Illmitz, die schon sehr viele Krisen erlebt und viele Anderungen, die ich in meiner Arbeit erwähnen werde, mitgemacht haben, werden sich auch jetzt anpassen können.

Der Weinbau in Illmitz wird also auch im 21. Jahrhundert bestehen bleiben, wenn auch in vielen Bereichen verändert. Schon oft wurden Fehler dazu verwendet, um aus diesen zu lernen, und Krisen um einen Neubeginn zu starten


2. Geschichte des Weinbaus in Illmitz

2.1 Die Anfänge des Weinbaus

Die Geschichte des Weines ist wahrscheinlich so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst.

Schon im alten Griechenland gab es kaum ein religiöses Fest ohne Wein. Der Mensch im antiken Griechenland wußte in jeder Lebenslage einen Gott anzubeten und war von den verschiedenen Naturgewalten und den nicht mehr wegzudenkenden Elementen des Lebens so fasziniert, daß er in ihnen ein göttliches Wirken sah. So kam es nicht selten vor, daß bei den Festen zu Ehren des Weingottes Dionysos auch oftmals ein bißchen zu tief in den Becher geschaut wurde.

Die Römer übernahmen neben vielen anderen Göttern aus der griechischen Mythologie auch den Gott des Weines und nannten ihn Bacchus.

Der Wein spielt in fast allen Religionen und Kulturen eine bedeutende Rolle. Auch in der Bibel ist der Wein ein nicht mehr wegzudenkendes Thema. Beim aufmerksamen Durchblättern der Bibel stößt man auf viele Stellen, in denen vom Wein die Rede ist. Bei der Hochzeit von Kana zum Beispiel verwandelte Jesus Wasser in Wein, und beim letzten Abendmahl verwandelte er wiederum in Gegenwart seiner Jünger Wein in das Blut Christi.

Auch in der jüdischen Religion hat der Wein große Bedeutung und wird sogar in den strengen Speisegesetzen erwähnt.

Sehr oft wird die Meinung vertreten, daß die Römer den Weinbau in unsere Breiten einführten. Der römische Soldatenkaiser Probus ( 276-282 n.Chr. ) hob das über die Provinzen verhängte Auspflanzungsverbot für Wein auf. Damit konnte in den Provinzen Noricum und Pannonien der Grundstein für geordneten Weinbau entstehen. Kaiser Probus führte nicht den Wein in dieses Gebiet, wie oft fälschlich behauptet wird, ein. Durch die Aufhebung dieses Verbotes wurden jedoch viele Veteranen angelockt, die sich dem Weinbau widmeten. Somit war auch für die Versorgung der hier stationierten Soldaten mit Wein gesorgt. "Allerdings bezeichnet der römische Statthalter Pannoniens, Cassio Dio, der vorher Statthalter in Nordafrika war, die Qualität des pannonischen Weines als von "geringer Güte"."[1]

Doch die heimische Weinkultur begründeten nicht erst die Römer, denn in Zagersdorf, im Bezirk Eisenstadt, wurden in einem Grabhügel, der etwa um 700 v.Chr. angelegt wurde, Traubenkerne entdeckt. Die Volksgruppe der Kelten, die damals und noch Jahrhunderte später unter anderem diesen Raum besiedelte, wußte wahrscheinlich bereits, daß man Trauben nicht nur zum Essen verwerten kann.

Die Weinbaugemeinde Illmitz ist im Vergleich zu anderen Weinbauregionen und Weinbaugebieten (auch denen des Seewinkels) relativ jung. Nach der Schenkungsurkunde des Klosters Heiligenkreuz soll König Andreas II. von Ungarn den Zisterziensern das Gut Mönchhof verliehen haben. Er forderte sie auf, in diesem Gebiet Weingärten auszusetzen.

Ende des 15. Jahrhunderts kamen Handelsleute aus dem Nordosten Europas in die damals bekannten Weinorte rund um den Neusiedler See. Ortschaften wie Rust, Oggau, Neusiedl, Jois oder Purbach wurden erwähnt, doch die Weinbaugemeinde Illmitz gab es damals wahrscheinlich noch nicht. Es war immer nur von Ackerbau, Fischerei und Viehzucht die Rede. Da Illmitz mit einer Höhenlage von 117m über dem Meeresspiegel die tiefstgelegene Gemeinde Österreichs ist, war die Landwirtschaft immer stark vom Wasserspiegel des Sees und der Lacken abhängig.

"Dieser bedingte eine wiederholte Umstellung der bäuerlichen Wirtschaft, sodaß einmal die Fischerei, dann die Viehzucht und später der Ackerbau im Vordergrund standen. Die Fischerei spielte bis zum Ende des 18. Jhs. eine wichtige Rolle, sie wurde aber seit der Mitte des 16. Jhs. immer mehr von der Viehzucht verdrängt, die vom Ende des 19. Jhs. bis zum ersten Drittel des 20. Jhs. ihren Höhepunkt erreichte. Seit Anfang des 18. Jhs. gewann auch der Ackerbau immer mehr an Bedeutung. Seit der Bauernbefreiung von 1848 erlebte er einen enormen Aufschwung."[2]

Einem Denkmalstein in Illmitz zufolge wird der Weinbau hier erstmals 1598 erwähnt. Somit gab es bereits am Ende des 16.Jhs. in Illmitz Weingärten. Sie sind dann sicherlich wieder abgekommen, da man in den Quellen des 17. und 18.Jhs. keine Aufzeichnungen über Rebflächen in Illmitz findet. [3]

Erst 1809, als der damalige Pfarrer von Illmitz, Pfarrer Mikuska, in der Ried "Schellgärten" wieder einen Weingarten aussetzte, zog der Weinbau in Illmitz wieder ein.

In der Folge versuchten sich immer mehr Illmitzer zusätzlich zum Ackerbau und zur Viehzucht auch im Weinbau.

Es ist jedoch sehr schwer zu eruieren wie sich die Zahl der Weingärten in den nächsten Jahren veränderte, sicher aber ist, daß es einen Trend zur Weiterentwicklung gab.

2.2 Die Reblausplage

Um 1880 kam es dann zu einem Rückschlag für die Winzer im Seewinkel.

Die Reblaus, von Amerika eingeschleppt, vernichtete einen Großteil der Weinanbaufläche. Nur die reinen Sandböden in Illmitz und in Podersdorf blieben reblausfrei.

Die übrigen Weingärten im ganzen Gebiet mußten alle gerodet werden.

Die Folgen der "amerikanischen" Krankheiten Pernospora, Oidium und der Reblaus, waren für die Weinbauern um die Jahrhundertwende katastrophal, denn von 1890 bis 1930 war der Weinbau praktisch in einer permanenten Krise.

"Auch im Weinbau gab es wie im Obstbau zu allen Zeiten Schädlinge. Doch die "heimischen" Feinde (Traubenwickler, Zigarrenwickler, Engerling, Roter Brenner usw.) besaßen nicht die Gefährlichkeit der amerikanischen Krankheiten, die vor 100 Jahren zu einem wirtschaftlichen Faktor wurden. Diese Schädlinge sind auch für die geographische Fragestellung sehr interessant. Denn wenn diese amerikanischen Schädlinge, die Reblaus und die Pilzkrankheiten Pernospora und Oidium, nicht eingeschleppt worden wären, so wäre der europäische Weinbau heute sicher anders geartet."

Es ist heute schwer die Vor- und Nachteile dieser Krise neutral zu betrachten. Obwohl der Weinbau im Seewinkel bis nach den I. Weltkrieg stagnierte, kann man auch Positives in dieser Sache sehen.

So wurde im 20. Jahrhundert mit dem Neuaufbau des Weinbaus begonnen, jedoch nach den modernsten Grundsätzen und Methoden.

In diese Zeit zurück geht auch die Gründung vieler Weinbauvereine, Weinbauschulen, Forschungszentren und Absatzgenossenschaften.

Auch die Förderung und die Beratung von staatlicher Seite waren nach der Krise viel stärker als zuvor.

Man kann sagen, daß erst damals der Grundstein für den heute so bedeutenden Weinbau im Seewinkel, aber auch im übrigen Europa, gelegt wurde.

2.3 Der "Weinboom" in Illmitz

Der Anschluß des Burgenlands an Österreich im Jahre 1921 brachte für die Weinbauern in diesem Gebiete durchaus viele Vorteile.

Nun brauchten sie nicht mehr die Konkurrenz der ungarischen Weine zu fürchten. Sie mußten sich zwar erst auf dem österreichischen Markt behaupten, doch von den österreichischen Winzern konnten sie auch vieles lernen.

"So gesehen bedeutete die Angliederung an Österreich gleichzeitig den Anschluß an das Wissen und Können der Weinbauern in Niederösterreich und der Steiermark."[5]

Die Rebfläche stieg in den Jahren nach der Angliederung immer mehr an. Vor allem auf den sterilen und schädlingsimmunen Sandböden wurden Rebkulturen angelegt.

"So stieg z.B. die Rebfläche in Illmitz von 19 ha im Jahr 1913 auf 234 ha 1936."[6]

Immer mehr Bauern waren nun gewillt Weingärten auszusetzen, doch auf eine Zunahme um das Zwölffache(!) , folgte während des 2.Weltkrieges ein neuerlicher Rückschlag. Dies war darauf zurückführen, daß während des Krieges ein enormer Arbeitskräftemangel herrschte.

Bis 1955 gab es dann wieder eine Stagnation des Weinbaus. Dies könnte deshalb entstanden sein, weil viele Männer noch nicht aus dem Krieg zurückgekehrt waren. Doch in dieser Zeit gab es überhaupt einen Stillstand der gesamten Wirtschaft in der damaligen russischen Besatzungszone.

Trotzdem stieg die Größe der Rebfläche innerhalb dieser Jahre in Illmitz an. 1955 war Illmitz hinter den "traditionellen" Weinbaugemeinden des Bezirks immerhin schon an 5. Stelle.

Und der Aufschwung sollte noch weitergehen, denn die Umstellung auf Hochkulturen, die von Lenz Moser geprägt wurde, ermöglichte erst den Einsatz moderner Geräte.

"Noch zu den wesentlichen Gründen für die Ausdehnung der Weinbauflächen zählten die im großen und ganzen günstige Preisentwicklungen und der Übergang von der Stockkultur zur Hochkultur und damit die Möglichkeit, mit gleichem Arbeitskräftepotential größere Flächen zu bewirtschaften und schließlich der Anreiz, Neupflanzungen noch vor Inkrafttreten des burgenländischen Weinbaugesetzes (1. Feber 1966) anzulegen.

Schon im Jahre 1966 war Illmitz mit 962,04 ha die zweitgrößte Weinbaugemeinde Österreichs und ist es bis heute geblieben." [7]

Waren 1959 in Illmitz 59% der Rebfläche noch unter der Kategorie "Niederkultur" und 31% unter Mittelkultur, jedoch nur 10% der Rebfläche unter "Hochkultur" zu finden, so sind schon zwölf Jahre später 86% der Weingärten auf Hochkultur umgestellt worden.[8]

So konnte sich der Siegeszug des Weinbaus in Illmitz weiterhin fortsetzen. Die Zahl der Weingärten explodierte in den nächsten Jahren förmlich.

Tabelle 1: Entwicklung der Rebfläche zwischen 1970 und 1980

ILLMITZ




Weingartenfläche

928,29 ha

1230,67 ha

1553,64 ha

Man sieht, daß immer mehr Landwirte Weingärten aussetzten und sich immer mehr dem Weinbau widmeten.

Es wurde vermehrt in den Weinbau investiert, denn die Winzer blickten damals in eine verheißungsvolle Zukunft.

2.4 Der Weinskandal 1985/86

"Auf einer Pressekonferenz, die am 23.4.1985 in Wien abgehalten wurde, teilte Landwirtschaftsminister Dipl.-Ing. Günther Haiden der Öffentlichkeit mit, daß etwa fünf Monate vorher bei der Landwirtschaftlich-chemischen Bundesanstalt in Wien eine anonyme Anzeige eingegangen sei, laut der Weinhändler dem Wein Diäthylenglykol zugesetzt hätten."

Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz waren angeblich schon einige Betriebe überprüft und auch schon positive Proben gefunden worden.

In den Weinen dieser Betriebe war eben Diäthylenglykol gefunden worden.

"Diäthylenglykol ist ein zweiwertiger, höherer Alkohol, der als Frostschutzmittel, zum Feuchthalten von Tabak - es ist also in jeder Zigarette vorhanden - und zur Herstellung von Kunststoffen verwendet wird." Es ist jedoch nicht jene Substanz, die als Frostschutzmittel für Fahrzeugkühler verwendet wird, so wie dies bei Beginn des Weinskandals fälschlich behauptet wurde.

Minderwertigen Weinen wurde dieses Mittel zugesetzt, um sie "aufzubessern" und sie z.B. als Prädikatsweine verkaufen zu können.

In der Folge wurde durch die Medien eine Panikmacheaktion gestartet, die kein gutes Haar am österreichischen Wein und den österreichischen Winzern gelassen hatte. Auch im Ausland, vor allem in Ländern, in die Österreich Wein exportierte, waren die Menschen verunsichert. Dies wirkte sich natürlich auf die österreichischen Weinexporte aus. Dies kann man sehr gut an der Abbildung 1 erkennen.

Abb. 1: Österreichische Weinexporte in den Jahren 1970 - 1994[14]

Ein weiterer Grund für die schlechte Exportbilanz in den Jahren nach dem Weinskandal war auch, daß die Republik Österreich nach Aufkommen des Weinskandals den Prädikatsweintransport in Tanks ins Ausland verboten hatte. Dieses Verbot wurde jedoch nach dem Beitritt Österreichs in die EU wieder aufgehoben. Dazu mußte ein Prozeß gegen die Republik Österreich geführt werden, der dann gewonnen wurde.

Viele Wirtschaftsexperten sind der Meinung, die österreichische Weinwirtschaft hätte sich bis heute von diesem Weinskandal nicht erholt. Interessant zu beobachten wird sein, ob jemals wieder so viele Weine wie z.B. in den Jahren von 1980 bis 1984 in das Ausland exportiert werden können.

Doch seit dem EU-Beitritt Österreichs kann man die Statistiken nicht mehr vergleichen. Der Grund dafür ist, daß bis Ende 1994 grenzüberschreitende Warenbewegungen vom Zoll aufgezeichnet wurden. Seit dem Jahre 1995, in dem Österreich der EU beitrat, erfolgt dies nur mehr über Meldungen der Exporteure und der Importeure. Kleinere Firmen fallen hier aus der Statistik.[15]

Somit liefern alle neuen Statistiken ein verfälschtes Bild über Österreichs Weinwirtschaft.

Auch die Zahlen für das Jahr 1996 liegen schon vor und wurden vom ÖSTAT (Österreichisches Statistisches Zentralamt) im WINZER (Weinfachzeitschrift) veröffentlicht.

"Die Ausfuhr (Export) österreichischer Weine betrug im Jahre 1996 215.115 hl. Hauptkunde für österreichischen Wein ist nach wie vor Deutschland.

Deutschland wird auch in der Zukunft unser Haupthandelspartner bleiben, Absatzanstrengungen werden hier sicher rascher belohnt als auf irgendwelchen allzu exotischen Exportmärkten.

Die Weineinfuhr ( Import) betrug im Jahr 1996 336.283 hl. Mit weitem Abstand war Italien das wichtigste Importland sowohl bei Flaschen- als auch bei Tankweineinfuhr."[16]

Der Glykolskandal erschütterte die Weinwirtschaft. Die Folgen dieses Skandals waren ein schwerer Imageverlust des österreichischen Weines und ein Rückgang oder sogar der Zusammenbruch des Exportes. Außerdem gab es nach dem Weinskandal etliche Firmenzusammenbrüche. Einige dieser Firmen waren vielleicht in den Weinskandal involviert, andere aber konnten wahrscheinlich einfach ihren Wein nicht an den Mann bringen. Viele Winzer hatten viel Geld in den Wein investiert, da dieser, wie schon oben erwähnt, Anfang der 80-er Jahre erfolgversprechend war, und nun konnten sie ihr Produkt nicht mehr verkaufen.

Das Problem war, daß das Vertrauen in alle Weinbauern gebrochen war. Auch jene, die gar nichts mit dem Skandal zu tun hatten, bekamen nun Probleme mit dem Absatz ihrer Weine.

Zahlreiche Versuche der Gegenoffensive und der Schadensbegrenzung wurden gestartet. Auch in Illmitz gab es eine solche Aktion. "An die hundert Traktoren, deren Anhänger mit Wein beladen waren, rollten zum Illmitzer Badestrand, wo sich die Badegäste bei einer Gratisweinverkostung der Ungefährlichkeit des Weines vergewissern konnten."[17]

Immer wieder betonten die Seewinkler Bauern, daß der Weinskandal keine "Seewinkelaffäre" sei und daß es auch in anderen Ländern einen Weinskandal gegeben habe (in Italien sollen Menschen nach dem Genuß von Wein gestorben sein), aber die Medien in den anderen Ländern machten dies nicht unnötig zum Thema.

Viele Menschen waren wirklich der Ansicht, daß nur Weinbauern aus dem Seewinkel gepanscht hätten. Einige von ihnen meinten, die Seewinkler Winzer hätten nicht die richtige Beziehung zum Wein, da dieses Gebiet eine sehr junge Weinbauregion sei. Es fehlte die Einstellung zum Wein, die nur in einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten reifen könnte. Die Seewinkler wurden oft beschuldigt, mit dem Wein nur ein schnelles Geschäft machen zu wollen.

Mit Nachdruck muß dieser These jedoch widersprochen werden, denn auch Weinhändler aus den traditionellen Weinbaugebieten in Niederösterreich und der Steiermark waren in diesen Skandal verwickelt. Man kann den Weinskandal nicht einfach nur als Seewinkelskandal darstellen, auch wenn viele "Pantscher" aus dem Gebiet kamen.

Diese Pantscher mußten sich natürlich vor Gericht verantworten.

Mitte des Jahres 1995 waren 24 Personen in Untersuchungshaft und es wurden weitere 325 Personen angezeigt. Die verhängte Höchststrafe im Zusammenhang mit dem Weinskandal betrug 5 Jahre.

In einem Interview mit der BF (Burgenländische Freiheit, Wochenzeitung der burgenländischen SPÖ) äußerte sich der damalige Landwirtschaftsminister Haiden zum Weinskandal.

Als die eigentlichen Opfer bezeichnete Haiden

"jene Weinbauern, die sich das ganze Jahr abrackern und abmühen, die mühselig Trockenbeerenauslesen und Beerenauslesen und Auslesen erzeugen, kostenaufwendig erzeugen - und dann kommen solche Firmen und stellen künstlich Prädikatsweine her."

2.5 Das neue Weingesetz

Nach Aufkommen des Weinskandals mußte man nun den Weintrinkern im In- und Ausland beweisen, daß so etwas in Österreich nie wieder vorkommen kann, denn noch so einen Weinskandal wie 1985 kann die österreichische Weinwirtschaft nicht verkraften.

Zuerst novellierte man das österreichische Weingesetz. Am 12.6 des Jahres erfolgte die Novellierung und trat mit 1.9.1985 in Kraft.

Doch vielen waren eine Anderung des Weingesetzes zuwenig. Der damalige Bundeskanzler Sinowatz wollte mit "dem schärfsten Weingesetz Europas" den Exportländern zeigen, daß Österreich mit der "Pantscherei" wirklich aufgehört hat.

Dem wäre jedoch noch hinzuzufügen, daß die verhängte Höchststrafe von 5 Jahren (10 Jahre wären die Höchststrafe gewesen) wahrscheinlich nicht das geeignete Mittel ist, um das Vertrauen des Auslandes in Österreichs Rechtsprechung zu stärken.

Seitens der ÖVP gab es viel Kritik am bevorstehenden Gesetz. Die ÖVP wußte zwar auch, daß ein strenges Gesetz notwendig sei, vor allem um das Ausland zu beruhigen, doch sie sah einige Punkte des Gesetzes als Schikane gegen die Weinbauern.

Die Gegner dieses neuen Gesetzes kamen nicht nur aus den Reihen der Politiker. Vor allem die Weinbauern, die damit leben und es befolgen mußten, waren damit unzufrieden.

Dennoch wurde im September 1985 mit den Stimmen der Koalitionsparteien SPÖ und FPÖ das Gesetz beschlossen und trat am 1. Jänner 1986 und in Teilen erst am 1.Juni 1986 in Kraft.

Schon vor dem Beschluß des Gesetzes im Parlament gab es eine Demonstration von burgenländischen Weinbauern vor dem Bundeskanzleramt, und nach dem Beschluß demonstrierten ca. 4000 Weinbauern aus ganz Österreich gegen das Gesetz.

Die Winzer wollten mit zahlreichen Blockaden und Demonstrationen ihren Unmut gegenüber dem neuen Gesetz äußern, um so zumindest eine Anderung einiger Punkte des Gesetzes zu erzwingen. Sie konnten jedoch mit diesen Aktionen nichts ändern.

Das Weingesetz brachte viele neue Anderungen für Österreichs Weinbauern.

"Oberster Grundsatz des Gesetzes ist: Wein ist ein Naturprodukt und hat bei jeder Behandlung ein solches zu bleiben."[19]

Eine der Anderungen ist die Banderole. Weine, die in Flaschen oder Behälter bis 50 Liter

abgefüllt wurden, dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie mit dieser Banderole versehen sind. Diese rot-weiß-rote Schleife garantiert, daß der Wein immer vom Konsumenten bis zum Erzeuger zurückzuverfolgen ist.

Eine Transportbescheinigung ist dann nötig, wenn Wein in Behältern über 50 Liter in Verkehr gebracht wird.

Ein anderes Thema des neuen Gesetzes sind die Etiketten. Auf allen Etiketten muß der Name und die Adresse des Erzeugers oder des Abfüllers und extra noch die Weinbauregion und das Weinbaugebiet und die Gemeinde, aus der der Wein stammt, ersichtlich sein. In Österreich gibt es vier Weinbauregionen, die mit den Bundesländern Wien, Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland identisch sind, und 16 Weinbaugebiete. Weiters muß auf die Qualitätsstufe des Weines (Tafel- oder Tischwein, Qualitätswein mit staatlicher Prüfnummer und Prädikatswein mit staatlicher Prüfnummer) hingewiesen werden. Bei Prädikatsweinen, für die ja Illmitz berühmt ist, muß auf der Etikette außerdem noch ersichtlich sein, welcher Prädikatswein (Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Ausbruch, Trockenbeerenauslese, Eiswein) in der Flasche ist.

Für den Zuckergehalt müssen die Bezeichnungen "trocken" (bis höchstens 4 Gramm Restzucker je Liter), "halbtrocken" (9 Gramm Restzucker pro Liter) oder "süß" (bei höherem Restzucker) angegeben werden. Heute (1997) muß bei einem Restzuckergehalt von 9-18 Gramm je Liter die Bezeichnung "lieblich" stehen.

Das Weingesetz wurde immer wieder in einigen Punkten novelliert und ist nach Beitritt zur EU an deren Richtlinien angepaßt worden.

Nachdem Österreichs Weinwirtschaft wegen der aufgedeckten Weinverfälschungen praktisch darniederlag, war das neue Weingesetz wie ein Neubeginn für Österreichs Winzer. Obwohl es für Österreichs Weinbauern sicher nicht leicht ist mit einem so strengen Gesetz zu leben, ist dieses Gesetz wahrscheinlich die letzte Chance gewesen, den Ruf des österreichischen Weines zu retten oder überhaupt neu aufzubauen.

Immer wieder betonten Politiker das und wollten so die skeptischen Weinbauern von der Notwendigkeit dieses Gesetzes überzeugen.

".Diese kriminellen Handlungen zum Schaden der Konsumenten haben auch Tausende ehrliche Weinhauerfamilien in eine schwierige Lage gebracht. Der österreichische Wein mit seinen einzigartigen Qualitäten ist weltweit in Verruf geraten. Ein strenges neues Weingesetz war daher notwendig, um die Grundlage für einen erfolgreichen Neubeginn unserer Weinwirtschaft herzustellen. Es geht darum, durch strenge Bestimmungen das Vertrauen der österreichischen Weinliebhaber, aber auch der ausländischen Konsumenten wiederherzustellen. ()

Unsere Weinhauer werden durch die neuen Bestimmungen zweifellos vermehrte Arbeit auf sich nehmen müssen. Dies ist nicht Schikane, sondern letzten Endes im Interesse unserer Weinhauer selbst unerläßlich. Durch das neue Gesetz soll auch die Qualitätsproduktion vermehrt gefördert werden."[20]

Mit diesen Worten sprach der damalige Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Günther Haiden in einer Broschüre, in der die wichtigsten Anderungen, die das neue Gesetz für die Weinbauern bringen wird, vorgestellt wurden, Mut zu.

3. Voraussetzungen für den Weinbau in Illmitz     

In vielen Büchern über den Weinbau kann man nachlesen, daß es vier Grundkomponenten sind, die die Qualität des Weines bestimmen. Dies sind das Klima, der Boden, die Rebsorten und die Kunst des Winzers.

Die ersten beiden Voraussetzungen bewirken, daß Weinbau nur in bestimmten Gebieten betrieben werden kann.

3.1 Das Klima des Seewinkels

Das Burgenland ist in zwei Klimatypen geteilt: der nördliche Teil steht im Einfluß des pannonischen Klimas, das Mittel- und das Südburgenland liegen im Grenzbereich des illyrischen und des pannonischen Klimaraumes. Diese Voraussetzungen begünstigen die    Arten- sowie die Sortenvielfalt des burgenländischen Weines. Während die Winzer im Mittel- und Südburgenland vor allem auf Rotweinsorten spezialisiert sind, dominieren im Landesnorden die Weißweinsorten. Das ganze Burgenland ist für den Weinbau geeignet, denn sowohl trockene Rotweine wurden schon oft im In- und Ausland prämiert als auch hohe Prädikatsweinstufen reifen im Seewinkel heran.

Im Seewinkel bewirkt das pannonische Klima ein frühes Frühjahr, einen sehr heißen und meist trockenen Sommer und einen langen, milden Herbst, der auch Altweibersommer genannt wird.

Die Sonnenscheindauer, die Niederschlagsmenge, aber auch das Mikroklima des Neusiedlersees mit seinen etwa 80 Lacken, prägen den Weinbau im Seewinkel sehr stark und machen ihn wahrscheinlich weltweit zu einem einzigartigen Weinanbaugebiet.

3.1.1 Die Sonnenscheindauer

"Die Weinrebe ist wie kaum eine andere Pflanze von der Sonnenbestrahlung abhängig."[21]

Bezüglich der Sonnenscheindauer liegen im Weinbaugebiet um den Neusiedlersee in den meisten Jahren optimale Bedingungen vor, denn der absolute Minimumsatz für den Weinbau liegt bei etwa 1100 Sonnenstunden im Jahr. Optimale Ergebnisse wurden bei 1800 - 2000 Sonnenstunden im Jahr erreicht.


In Tabelle 2 sind die durchschnittliche Sonnenscheindauer in Stunden von Neusiedl/See und St.Andrä angegeben, sowie auch die relative Sonnenscheindauer in diesen Gemeinden. In St.Andrä und in Neusiedl/See wurden Wetterstationen installiert, die genaue Daten über die klimatischen Verhältnisse im Bezirk Neusiedl liefern sollten. Die Werte von Illmitz werden in etwa mit denen dieser Ortschaften ident sein, da diese in der unmittelbaren Umgebung liegen.

Tabelle 2: Sonnenscheindauer in Stunden und relative Sonnenscheindauer in Prozent           

SONNENSCHEINDAUER (h)

rel. SONNENSCHEINDAUER (%)

NEUSIEDL/SEE[22]

(Juli: 251, Dezember: 50)

44 (August: 61, Dezember: 21)

St.ANDRA[23]

(Juli: 258, Jänner: 52)

44 (August: 59, Jänner: 22)

In St.Andrä wurden die Messungen im Zeitraum von 1951-1960 durchgeführt, in Neusiedl von 1951-1980. Aus diesen Jahren wurden die Mittelwerte errechnet. Innerhalb dieser Jahre gab es jedoch enorme Schwankungen, die sich auch auf die einzelnen Jahrgänge der Weine auswirken.

"Die relative Sonnenscheindauer weist in Neusiedl einen ausgeprägten Jahresgang auf mit einem Minimum im Dezember mit 21% und einem Maximum von 61% im August, d.h. daß im Dezember nur an 21% der möglichen Stunden die Sonnen scheint, während dies im August 61% sind. Die Schwankungsweite um diese Mittelwerte ist von Jahr zu Jahr relativ groß: So wurden im Dezember Werte zwischen 8% und 38% und im August zwischen 46% und 73% relative Sonnenscheindauer gemessen. Die mittlere Anzahl der Sonnenscheinstunden beträgt pro Jahr 1886 mit einer Schwankungsbreite zwischen 1721 und 2164 Stunden. Der Monat mit der höchsten Sonnenscheindauer ist der Juli mit 251 Stunden im Mittel (Maximum 306, Minimum 147 Stunden), während der Dezember im Mittel nur 50 (Maximum 90, Minimum 20 Stunden) aufzuweisen hat."[24]

Eine hohe Sonneneinstrahlung im Jahr ergeben zuckerreiche Trauben und einen geringen    

Säuregehalt, während in sonnenarmen Jahren das Gegenteil eintritt.

3.1.2 Die Auswirkungen des Niederschlages auf Ertrag und Qualität des Weines

Der Niederschlag ist ein weiterer wichtiger Faktor für den Weinbau. Die Verteilung und die Menge des Niederschlages kann in manchen Jahren erhebliche Ernteeinbußen bewirken, in anderen Jahren jedoch zu Rekordernten oder Spitzenjahrgängen, wie etwa 1997, führen. In den meisten Weinbaugebieten ist die Niederschlagsmenge entscheidend, weil von ihr die Ertragsmenge abhängt, doch im Qualitätsweinbau ist in erster Linie die Verteilung des Regens wichtig. So ist für den Seewinkel nicht in erster Linie wichtig wieviel mm Niederschlag in einem Jahr auftreten, sondern die Verteilung des Niederschlages auf das Jahr.

"Obwohl die Rebe trockene Standorte verträgt, sollte die Niederschlagsmenge nicht unter 500-600 mm im Jahr liegen."[25] Gerade im Seewinkel kommt es wegen der sehr heißen, niederschlagsarmen Sommer, die häufig auftreten, oft zu Trockenperioden. In solchen Jahren bewässern viele Landwirte ihre Felder und Weingärten, um starke Ernteeinbußen zu vermeiden. Die Frühjahrsniederschläge sind wichtig, weil von ihnen die Schnelligkeit des Triebwachstums abhängt. Die Vegetationsperiode, die in etwa von Anfang April bis Anfang Oktober dauert, ist die Zeit zwischen Austrieb und Blattfall. In diesen Monaten sollte mindestens 300-350 mm Niederschlag fallen. Im Sommer sollte es zwischen 80-100 mm Niederschlag sein. Niederschläge im Winter sind insofern sehr wichtig für den Weinbau, da die Niederschläge des Herbstes und des Winters im Boden gespeichert werden und im Frühjahr für das Wachstum der Rebe von großer Wichtigkeit sind. Da auch die Niederschlagsmenge nie konstant und von Jahr zu Jahr verschieden ist, gibt es Schwankungen in der Erntemenge und Qualität der Weine. Wie sehr die verschiedenen Jahre in Bezug auf den Niederschlag voneinander abweichen, ist im Anhang nachzulesen. (Tab. 8, Seite 52)

Der Seewinkel ist eine Region, die sehr stark vom Niederschlag abhängt. Heiße und trockene Sommermonate, die im großen und ganzen niederschlagsarm sind, bedeuten für viele Weinbauern enorme Geldeinbußen. Trotzdem sind solche Jahre sehr wichtig für die Wirtschaft im Seewinkel, denn unter solchen Umständen kommen vermehrt Touristen in das Gebiet.

Da viele Ortschaften im Seewinkel sowohl "Weinbaugemeinden" als auch "Fremdenverkehrsgemeinden" sind, sind die Wünsche der Einheimischen, die sie an "Petrus" richten, sehr unterschiedlich.


3.1.3 Das Mikroklima des Neusiedlersees und der Lacken

Der Neusiedlersee wirkt mit seinen 320 km5 wie ein riesiger Wärmespeicher. Er stellt ein Wärmereservoir für die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und auch für die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten dar. Die im Sommer gespeicherte Wärme wird im Herbst langsam an die Umgebung abgegeben.

Zugleich sorgt der See im Sommer und im Herbst für eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit, was den Reifeprozeß und Botrytisbefall (Edelfäule) der Trauben außerordentlich günstig beeinflußt.

Außerdem verhindert der See Schadensfröste während der Vegetationsperiode. Durch Kondensation und Nebelbildung treten solche Frostschäden selten auf.

Doch in den letzten Jahren kam es immer wieder zu verheerenden Frostschäden während der Wintermonate. Durch Temperaturen von unter -20° C im Winter, also während der Vegetationsruhe, können alle Teile der Rebe erfrieren. Besonders häufig treten "Augenschäden" auf, bei denen die Augen des Holzes erfrieren, während die Nebenaugen gesund bleiben.

Diese Frostschäden können katastrophale Folgen haben, wie zum Beispiel der Frost im Jahre 1993 beweist:

"Im Monat Jänner herrschte frühlingshaftes warmes Wetter, wodurch der Saftstrom in den Reben schon früh einsetzte. In den Nächten in der Zeit vom 30. 1 bis 6.2 sanken die Temperaturen auf -14°bis -16°C, lagenweise bis -22°C ab. Dadurch kam es zu starken Frostschäden an den Weinkulturen. Im Seewinkel waren einige Gemeinden besonders stark betroffen. Hier gab es Frostschäden, die bis an die 100% heranreichten."[26]

Da in den letzten Jahren immer wieder größere und kleinere Schäden durch Fröste im Winter auftraten, werden Stimmen von Kritikern laut, die der Ansicht sind, daß der Seewinkel kein geeignetes Weinbaugebiet ist.

Der Neusiedlersee und die Lacken, die keine Auswirkungen auf die Winterfröste haben, sind mit ihrem Mikroklima wichtige Garanten für den Weinbau im Seewinkel.

Sie locken also nicht nur Vogelbeobachter und Badegäste nach Illmitz, sondern auch Weinliebhaber.

3.2 Die Böden

Die "Böden der Weltmeisterweine", besser gesagt die Bodentypen, in die sich das Gemeindegebiet von Illmitz gliedert, sind vor allem Tschernoseme, Paratschernoseme und Feuchtschwarzerden, die zur Gruppe der Schwarzerden zählen, Sandrohböden und Salzböden.

Auf den Weinbau bezogen unterscheidet man auch zwischen Qualitäts- und Quantitätsböden. Humusreiche Böden und Schwemmlandböden zählen zu den Quantitätsböden, die die Masse liefern. Böden, die für Wasser und Luft durchlässig und außerdem erwärmungsfähig sind, bestimmen die Qualität der Trauben und somit auch des Weines.

"Der Boden nimmt also Einfluß auf die Qualität des Weines, seinen Alkoholgehalt, Extraktgehalt und seine Bukettstoffe."[27]

Die einzelnen Rebsorten stellen also durchaus Ansprüche an die Böden. So gedeihen Traminer und Muskat-Ottonel besonders gut auf tiefen und kräftigen Böden, während die meisten anderen Sorten trockene und steinige, aber warme Böden bevorzugen.

Heutzutage gibt es aber schon sehr viele verschiedene Rebsorten und so kann für jede Bodenart die richtige gefunden werden.


3.2.1 Schwarzerden

Überall dort, wo das Ausgangsmaterial nicht grobklastisches Gestein, sondern feines Lockermaterial ist, können Schwarzerden entstehen. Je nach Klimagebiet und der chemischen Beschaffenheit des Ausgangsmaterials entstehen jedoch verschiedene Bodentypen.

Die Tschernoseme finden sich überall auf pleistozänen, kalkhältigen, feinklatischen Lockersedimenten und gehören zu den fruchtbarsten Böden des Gebietes um den Neusiedlersee - soweit sie nicht grundwasser- oder salzbeeinflußt sind. Im Anhang ist ein Bodenprofil eines Tschernosems abgebildet. (Abb.7, Seite 54)    Ihr Ausgangsmaterial ist also stets kalkhaltig, im Gegensatz zum Ausgangsmaterial der Paratschernoseme. Der Profilaufbau des Bodens gleicht zwar jenem eines Tschernosems, der Boden ist jedoch aus kalkfreiem Lockermaterial, z.B. Flugsand, entstanden.

Der dritte Bodentyp der Schwarzerden ist die Feuchtschwarzerde. Der landwirtschaftliche Wert dieser Böden ist, wie der vieler anderer Böden auch, stark von Lage und Grundwasserspiegel abhängig, spielt aber für den Weinbau in Illmitz eine untergeordnete Rolle.


3.2.2 Sandrohböden

Die sterilen Sandböden wurden schon im Zusammenhang mit der Reblaus erwähnt, da sie größtenteils davon verschont blieben. Während damals in anderen Weinbaugemeinden der Weinbau stillstand, konnte auf diesem Boden in Illmitz weiterhin Weinbau betrieben werden. Dies trug sicher auch dazu bei, daß die Weinanbaufläche in Illmitz immer mehr anstieg und Illmitz, wie schon oben erwähnt, eine der größten Weinbaugemeinden Österreichs werden konnte.

Sandrohböden sind sehr wasserdurchlässig, da sie eine große Porendichte aufweisen und dadurch das Regenwasser rasch absickert. Nach den oben genannten Kriterien zählen die Sandböden also zu den Qualitätsböden.

Weingärten, deren Unterlage Sandböden sind, treten in Illmitz vor allem in der Nähe des Sees auf. Auf Sandrohböden reifen zwar hervorragende Weine heran, doch für andere Kulturarten ist dieser Boden eher nicht geeignet.

3.2.3 Salzböden

In sehr trockenen Gebieten - und der Seewinkel ist in vielen Jahren wegen der geringen Niederschlagsmenge ein solches - treten infolge der starken Verdunstung und durch das Fehlen einer nennenswerten Auswaschung durch Niederschlag Salze an die Bodenoberfläche.

Häufig treten sie in der Nähe von salzhältigen Lacken auf. Im Extremfall bilden diese Salze an der Oberfläche Krusten. Früher gab es in Illmitz Sodafabriken, in die das gesammelte Salz gebracht wurde.

Diese Salze wirken pflanzenschädigend und führen zum Verfall des Bodens.

Die Bodentypen der Salzböden sind der Solonetz und der Solontschak.

3.3 Der Fremdenverkehr als Motor für den Weinbau

Ohne den Fremdenverkehr könnte der Weinbau in Illmitz wahrscheinlich nicht bestehen, zumindestens nicht unter denselben Bedingungen wie jetzt. Ebenso lockt der Wein aus Illmitz wiederum zahlreiche Touristen in diese Gemeinde.

Seitdem am Ende der siebziger Jahre der Tourismus in Illmitz immer mehr Bedeutung erlangte und die Zahl der Nächtigungen stieg, ist der Tourismus für viele Landwirte ein zweites Standbein geworden. Zahlreiche Bauern bauten Gästezimmer und entdeckten damit eine Marktnische für diese Region, denn viele Gäste kamen hierher, weil sie vom Wein so angetan waren, doch sie konnten auch den Bauern bei ihrer Arbeit zusehen. Viele Betriebe boten Gratisweinverkostungen im Keller an und während der Ernte konnten die Touristen entweder bei der Weinlese mithelfen oder frische Trauben, frischen Most oder Sturm gleich bei den Familien kaufen. Der Urlaub am Bauernhof oder der Urlaub am Weinbauernhof war geboren. So kamen immer mehr Menschen aus dem In- und Ausland nicht nur wegen des Neusiedlersees oder der Flora und Fauna nach Illmitz.

3.3.1 Fremdenverkehr - Viehhaltung - Weinbau

Der Fremdenverkehr, die Viehhaltung, der Ackerbau und Weinbau waren jahrelang die Stützen der Illmitzer.

Diese Wirtschaftsbereiche ergänzen sich in vielen Belangen, doch sie stehen auch in gewisser Weise in Widerspruch.

Vor dreißig Jahren zum Beispiel, als die Mechanisierung in der Landwirtschaft noch nicht voll eingesetzt hatte, konnte Ackerbau nur betrieben werden, wenn genügend Tiere zur Verfügung standen, die man als Zugtiere anstelle eines Traktors verwenden konnte.

In den letzten Jahren jedoch sank die Anzahl des Viehs im Seewinkel. Die Landwirte spezialisierten sich nämlich immer mehr auf den Weinbau, der im Gegensatz zum Ackerbau vom Vieh nicht so sehr abhängig ist. Durch die fortschreitende Technik wurde das Vieh als Zugkraft in der Landwirtschaft verdrängt.

Der Fremdenverkehr und die Viehhaltung haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam. Doch die Zahl der Reiterhöfe und jener Betriebe, die Kutschenfahrten durch die Nationalparkgemeinden anbieten, nahm in den letzten Jahren zu, denn diese Angebote werden von den Gästen häufig genutzt.

Zeitlich sind diese Bereiche jedoch nicht gut vereinbar, da jeder einzelne sehr arbeitsaufwendig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt.


3.3.2 Die Gemeinden Podersdorf, Apetlon und Illmitz im Vergleich

Die drei Seewinkelgemeinden Podersdorf, Apetlon und Illmitz weisen verschiedene wirtschaftliche Strukturen auf.

Podersdorf ist die größte Fremdenverkehrsgemeinde des Gebiets um den Neusiedlersee, und so ist der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen dieser Ortschaft und die Landwirtschaft steht eher im Hintergrund.

Illmitz ist eine der größten Weinbaugemeinden von Österreich, was, wie schon erwähnt, auch viele Gäste ins Dorf lockt. 1992 war Illmitz die drittgrößte Fremdenverkehrsgemeinde des Burgenlandes.

In Apetlon wiederum sind die Einwohner weder auf den Fremdenverkehr noch auf den Weinbau spezialisiert. Beide Bereiche sind Einnahmequellen Apetlons, doch nicht in dem Maße wie in den beiden anderen Gemeinden. Jahrelang war die Viehzucht ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Apetlon, doch diese ist, dem allgemeinen Trend entsprechend, auch in Apetlon in den letzten Jahren, wenn auch mit Verspätung im Vergleich zu anderen Gemeinden, immer mehr zurückgegangen. Während in Apetlon der Fremdenverkehr nie eine tragende Rolle gespielt hat, nahm er in den anderen Gemeinden immer mehr zu. Nur in den letzten Jahren ist wieder ein leichter Rückgang des Tourismus im Seewinkel zu verzeichnen.

Im Jahre 1996 gab es 128.568 Übernachtungen in Illmitz. Das sind zwar weniger Übernachtungen als in den Spitzenjahren, in denen man über 140.000 Übernachtungen zählte. Eine Statistik mit den Übernachtungen nach Kategorien geordnet ist im Anhang zu finden. (Tab.9, Seite 54)

Man sieht also, daß der Fremdenverkehr in Illmitz ein wichtiges Standbein ist. Da die Touristen auch oft Wein kaufen, kann man sagen, daß diese sehr wichtig für die Weinwirtschaft in Illmitz sind und diese wahrscheinlich ohne den Tourismus in diesem Maße nicht bestehen könnte.

Tabelle 3 zeigt die Anzahl der Fremdenverkehrsbetriebe und der Zimmer im Seewinkel.

Tabelle 3: Der Fremdenverkehr in Podersdorf, Illmitz und Apetlon




Podersdorf

Betriebe: 88

Zimmer: 360

Betriebe: 140

Zimmer: 867

Betriebe: 131

Zimmer: 876

Illmitz

Betriebe: 35

Zimmer: 129

Betriebe: 101

Zimmer: 476

Betriebe:82

Zimmer: 417

Apetlon

Betriebe: 6

Zimmer: 20

Betriebe: 20

Zimmer: 81

Betriebe: 18

Zimmer: 88


In der Tabelle 4 sieht man die Zahl der Pferde und Kühe, die zu den landwirtschaftlichen Nutztieren zählen.

Tabelle 4: Der Viehbestand in Podersdorf, Illmitz und Apetlon





Podersdorf

Rinder: 576

Pferde: 214

Rinder: 260

Pferde: 121

Rinder: 19

Pferde: 77

Rinder: 3

Pferde:116

Illmitz

Rinder: 888

Pferde: 330

Rinder: 549

Pferde: 124

Rinder: 123

Pferde: 63

Rinder: 189

Pferde: 93

Apetlon

Rinder: 1424

Pferde: 182

Rinder: 1220

Pferde: 61

Rinder: 866

Pferde: 52

Rinder: 629

Pferde: 51


Anhand dieser zwei Tabellen kann man erkennen, daß die Viehhaltung und der Fremdenverkehr miteinander nicht unbedingt vereinbar sind. Die im Vergleich mit der Zahl der Rinder verhältnismäßig hohe Zahl der Pferde kommt, wie schon früher erwähnt, daher, daß in Fremdenverkehrsgemeinden die Möglichkeit zum Reiten gegeben sein sollte und es daher überall in diesen Gemeinden Reiterhöfe gibt.

Tabelle 5 zeigt, daß der Weinbau im Seewinkel, vor allem in Illmitz, ansässig ist. Doch auch in Podersdorf, das immerhin die sechstgrößte Weinbaugemeinde in Österreich, und in Apetlon, das an siebenter Stelle liegt, ist der Weinbau weit verbreitet, wenn auch wahrscheinlich aus verschiedenen Motiven heraus.

Tabelle 5: Die Zahl der Weinbaubetriebe und die Weingartenfläche im Jahre 1992[35]


Betriebe

Weingartenfläche (h)

Podersdorf



Illmitz



Apetlon


966,33


4. Die Weinbaugemeinde Illmitz                        

Abb. 2: WEINBAUGEBIET NEUSIEDLERSEE

 


Das Weinbauland Österreich ist im Vergleich zu anderen europäischen Staaten ein kleines Weinbauland. 1992 betrug die Fläche der Weingärten 56.979,22 ha., die auf ungefähr 40.000 Betriebe aufgeteilt sind.

Das Gebiet, in dem Wein angebaut wird, liegt im Osten und Südosten Österreichs und ist in vier Weinbauregionen unterteilt, die mit den Bundesländern Wien, Nieder- österreich, der Steiermark und dem Burgenland ident sind. Der Weinbau in Österreich konzentriert sich fast ausschließlich auf diese vier Weinbaugebiete. Gerade einmal 23 Betriebe aus anderen Bundesländern bewirtschaften noch Weingärten. Nicht einmal 20 ha Weingärten werden von ihnen außerhalb dieses Gebietes bewirtschaftet.

Innerhalb dieser Länder gibt es insgesamt 16 offizielle Weinanbaugebiete und eines dieser Gebiete ist das Weingebiet "Neusiedlersee" im Burgenland.

In diesem Gebiet, gleichzeitig das jüngste Weinbaugebiet des Burgenlandes, befinden sich 10.401,28 ha Weingartenfläche. Somit ist es hinter dem Weinviertel das zweitgrößte Weinanbaugebiet in Österreich.    

Die Gemeinde Illmitz liegt im Gebiet "Neusiedlersee" und zählt zu den bekanntesten und größten Weinbaugemeinden Österreichs.

4.1 Die Situation des Weinbaus in Illmitz im Vergleich zu anderen Kulturarten

Illmitz ist mit seinen 9185 ha Hotterfläche die flächenmäßig größte Gemeinde des Burgenlandes. An die 5000 ha davon entfallen auf Gewässer.

Nach der Agrarstrukturerhebung aus dem Jahre 1995 sind 1452 ha davon Weingärten, 534 ha Ackerland, 10 ha Wald und 7 ha Hausgärten. Auch in den Hausgärten werden, wenn auch in einem sehr bescheidenen Rahmen, Rebsorten ausgesetzt.

Tabelle 6 zeigt die Bodennutzung in Illmitz in den Jahren 1966 und 1995. Hier herrschen teilweise eklatante Unterschiede.

Dies hat verschiedene Gründe. Einer davon ist die Abnahme der Viehzucht, denn somit wird auch immer weniger Futter für die Tiere benötigt.

Tabelle 6: Die verschiedenen Kulturarten in Illmitz in den Jahren 1966 und 1995 in ha.




Wintergerste

_____

14

Sommergerste

307,25

70

Roggen

146,35

60

Weizen

73,24

52

Körnermais

203,78

37

Gurken

41,54

_____

Zuckerrüben

131,79

8

Weingärten

821,86


In dieser Tabelle wurden 1966 Winter- und Sommerweizen zur Kategorie Weizen gezählt, 1995 scheinen Weichweizen und Hartweizen unter "Weizen" auf.

Ebenfalls wurden für das Jahr 1966 Winterroggen und Sommerroggen unter der Kategorie Roggen zusammengelegt.   

Man sieht, daß, obwohl Illmitz ja zu den größten Weinbaugemeinden Österreichs zählt, man in dieser Gemeinde keineswegs von einer Weinmonokultur sprechen kann. Auch andere Fruchtarten werden angebaut. Früher jedoch spielten sie eine weitaus bedeutendere Rolle als heute.

"Der Rückgang bei Gurken liegt darin begründet, weil mit dieser Kulturart ein sehr großer Arbeitsaufwand verbunden ist, der zeitlich mit dem Weinbau kollidiert."[39] In den sechziger Jahren des 20.Jahrhunderts nahmen die Gurken noch um die 40 ha ein. In der Agrarstrukturerhebung von 1995 für Illmitz ist diese Kulturart gar nicht mehr vertreten.

Auch die Zahl der Bauern, die Zuckerrüben anbauen, nahm in der Zeitspanne von 1966 bis 1995 stark ab. Die Zuckerrüben konnten noch bis 1974 auf einen Sammelplatz in Illmitz abgeliefert werden. Heute weichen die meisten Bauern, die noch Rüben aussetzen, auf die Nachbargemeinde Apetlon aus.

In Illmitz gibt es wahrscheinlich nur sehr wenige Landwirte, die sich ausschließlich dem Weinbau widmen. Dies hat den Vorteil, daß die Bauern in Jahren, in denen Wein nicht so sehr gefragt ist, ein "zweites" Standbein haben.

4.2 Die prozentuelle Verteilung der Rebsorten[40]

Ein Grund dafür, daß Illmitz immer wieder Weinliebhaber zu sich lockt, ist die Vielfalt im Weinbau in Illmitz.

Wie schon erwähnt, werden im Seewinkel aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der hohen Temperatur Beeren- und Trockenbeerenauslesen häufiger produziert als in anderen Weinbaugebieten. Diese Bedingungen lassen Prädikatsweine reifen, die auf vielen Weinprämierungen immer wieder ausgezeichnet werden.

Aber die Illmitzer Winzer bieten auch trockene Weine von beachtenswerter Rasse und Charakter an.

In Illmitz wird Wein aus über zwanzig verschiedenen Sorten gewonnen.

Es dominieren hierbei die Weißweine, die an die 86% der Rebfläche in Illmitz ausmachen, während die restlichen 14% die verschiedenen Rotweinsorten sind.

Der Welschriesling, der um die 26% der Rebläche in Illmitz einnimmt, mit um die 14% der Grüne Veltliner, der oftmals scherzhaft als das Nationalgetränk Österreichs bezeichnet wird, und der Weißburgunder (und Chardonny) mit über 8 ha, sind die bedeutendsten Weißweinsorten in Illmitz.

Mit etwas über 9% ist der Zweigelt die wichtigste Rotweinsorte, die in Illmitz angebaut wird. Diese Rebsorte ist ein Kreuzungsprodukt aus den Sorten St.Laurent und Blaufränkisch.

Für Rotweine eignen sich im Burgenland das Gebiet um Pöttelsdorf und das "Blaufränkischland" im Mittelburgenland besser. Daher werden im Seewinkel Rotweinsorten nur in geringem Maße angebaut.

Auch die Rebsortenverteilung in den Weinbaugemeinden ist zwangsläufig Anderungen unterworfen. Immer wieder kommen andere Weinsorten "in Mode" oder es werden neue Sorten, die bisher nur in anderen Weinbauregionen angebaut wurden, in einem Gebiet ausgepflanzt, das sich für diese Sorten ebenfalls gut eignet.

1975 waren nicht einmal 2% der Weingartenfläche mit Weißburgunderreben bepflanzt. Bis 1992 stieg die Fläche um mehr als das Vierfache. Ein Grund für diesen Anstieg könnte die in den letzten Jahren steigende Beliebtheit des Chardonays unter Weinkenner sein.

Aber auch der Sämling 88, auch Scheurebe genannt, wurde in den letzten Jahren immer mehr ausgesetzt und nimmt nun schon über 6% der Weinanbaufläche von Illmitz ein.

"In der amtlichen Weinbaustatistik ist die Sorte noch nicht separat erfaßt. In ganz Österreich dürften nur etwa 300-400 Hektar Rebfläche mit dieser Sorte bestockt sein, die sich auf alle weinerzeugenden Bundesländer verteilen."[41] In Illmitz allein werden an die 90 ha dieser Züchtung aus Silvaner und Riesling angebaut.

Doch gerade diese Sortenvielfalt im Burgenland ruft auch viele Kritiker auf den Plan. Diese bemängeln, daß es keine typische burgenländische Weinsorte, keinen "echten" burgenländischen Wein gibt. Das zieht auch Vermarktungsschwierigkeiten nach sich. Es gibt keine typisch burgenländische Linie oder Marke, an der sich ein Weinkäufer im Ausland orientieren könnte. Im Burgenland reifen, wie bereits erwähnt, hervorragende trockene und süße, rote und weiße Weine heran. Deshalb läßt sich ein Wein nicht leicht als ein "Burgenländer" erkennen. Anhand von Abbildung 2 sieht man deutlich die Sortenvielfalt, die im Illmitzer Weinbau aufgrund verschiedenster Faktoren gegeben ist .

Abb.3: Prozentuelle Verteilung der Weinsorten in Illmitz im Jahre 1992

4.3 Illmitz, Boden der Weltmeisterweine[42]

Der Name "Illmitz" wird von Weinliebhabern immer wieder mit einerseits sehr trockenen Weißweinen, aber auch Weinen von hohem Prädikat, also eher süßeren Weinen, in Zusammenhang gebracht. Viele stoßen in Zeitungen und Fachzeitschriften immer wieder auf Namen von Winzern aus dieser Gemeinde, da diese auf nationalen aber auch auf internationalen Weinmessen und Weinverkostungen durch Erfolge auf sich aufmerksam machen.

Einer dieser Weinprämierungen findet jedes Jahr in Laibach (Slowenien) statt. Auf dieser Veranstaltung wird der "WORLDCHAMPION", die wahrscheinlich begehrteste Auszeichnung für Winzer, vergeben. Immer wieder sind es Weinbauern aus Illmitz, die diesen Titel stolz mit nach Hause nehmen. ( Voll Stolz und vielleicht auch ein bißchen aus Überheblichkeit spricht man in Illmitz von dieser Laibacher Weinmesse auch oft von den "Illmitzer Meisterschaften", da wahrscheinlich keine andere Weinbaugemeinde Österreichs diese Auszeichnung erhielt.) Schon in der Ortseinfahrt nach Illmitz macht eine Tafel mit der Aufschrift "Illmitz, Boden der Weltmeisterweine" die Gäste darauf aufmerksam, daß in den Weinkellern dieser Gemeinde edle Weine lagern. Im Anhang sind in der Tabelle11 auf der Seite 56 alle "WORLDCHAMPIONS" aus Illmitz nachzulesen.

Aber auch andere begehrte internationale Trophäen befinden sich in den Händen Illmitzer Weinhauer.

Auf der VINEXPO in Bordeaux wurde der Illmitzer Topwinzer Alois Kracher mit dem "GRAND PRIX D´ HONNEUR", dem "WEIN-OSKAR" schon zweimal und und das Weingut Rosenhof (Vinzenz Haider) einmal ausgezeichnet.

Weitere Auszeichnungen waren der "GRAND PRIX D´ EXELLENCE" auf der VINALIES INTERNATIONAL in Paris für Johann Gangl im Jahre 1994 und abermals für das Weingut Rosenhof 1995.

Das deutsche Magazin "Der Feinschmecker" präsentierte in der Ausgabe 8/94 eine Auswahl der besten 100 Weine aus allen Weinbaugebieten der Welt. Einer dieser begehrten Weine war die Traminer Beerenauslese 1991 von Alois Kracher.

Aus einem Starterfeld von 5300 Weinen aus 24 Ländern kürten im Jahre 1992 300 Weinexperten aus aller Welt sowie 40 "Masters for Wine" einen Eiswein Jahrgang 1990, Welschriesling und Sämling CuveJ von Alois und Helmut Lang zum besten Wein.

Ebenfalls 1992 beim "EAST WEST SUMMIT", einer Veranstaltung des bekannten "Falstaff" Magazin, belegte ein Wein von Josef Gangl zusammen mit einem französischen Wein Platz 1 und Franz und Johann Gartner errangen den dritten Platz.

Beim 10. Internationalen "WINE CHALLENGE" errang Österreich 10 Gold-, 23 Silber- und 37 Bronzemedaillen. Die Goldmedaillen errangen Alois Kracher und Willi Opitz (je drei) sowie Hans Bauer, Walter Klein, Walter Kroiss und Alois/Helmut Lang, die allesamt aus Illmitz kommen.

Vor allem die schon oben genannten Weinhauer Willi Opitz und Alois Kracher gelten in der internationalen Weinszene als renommierte Winzer. Der Großteil ihrer Weine findet bei Weinliebhabern im Ausland Absatz.

Winzer wie Willi Opitz oder Alois Kracher machen nicht nur mit ihren unzähligen Auszeichnungen von sich Rede. Immerhin gehören Ron Dennis (der Chef des Formel-1-Rennstalls McLaren), für den Willi Opitz eine eigene "McLaren Box Selection" entwarf, und der weltberühmte Popstar Elton John zu den Liebhabern von Opitz´s Weinen. Aber es gibt auch noch andere berühmte Kunden.


"So bestellen das königliche Londoner Warenhaus Harrods oder das

amerikanische Edel-Warenhaus Fortnum & Mason wie auch die japanischen Weinkäufer Budohtei beim revolutionären Weinmacher in Illmitz, einem verschlafenen Ort im Herzen des Nationalparks Neusiedler See."[43]

Wahrscheinlich sind solche berühmte Weinkunden die beste Werbung für diese Winzer.

Durch solche internationale Auszeichnungen einiger weniger wird aber auch das Lager der Weinbauern in Illmitz gespalten: auf der einen Seite stehen die internationalen anerkannten Winzer, auf der anderen jene, die nicht soviel Zeit und Geld in ihre Weinkultur investieren können oder wollen, wobei letzere eben deshalb mit der Entwicklung und mit den "Großen" nicht mithalten können und daher in voraussehbarer Zukunft höchstwahrscheinlich auf der Strecke bleiben werden.

4.4 Die Weinbaugemeinde Illmitz heute

Das oben erwähnte Phänomen ist in Illmitz sehr gut zu beobachten, da jene Weinbauern, die für die bekannten Winzer keine ernstzunehmende Konkurrenz mehr darstellen, den Weinbau nicht mehr hauptberuflich betreiben, sondern sich zusätzlich durch einen fixen Arbeitsplatz absichern wollen. Eine logische Folge dieser Entwicklung ist das schrittweise Aussterben der Bauern. Immer weniger Bauern werden immer größere Flächen an Land besitzen, somit billiger produzieren können und mit niedrigeren Preisen die Kleinbauern überrollen. Das ist aber sicherlich nicht nur ein Problem des Weinbaus, sondern überhaupt der gesamten Landwirtschaft.

Der Wandel vom Voll- zum Zuerwerbsbauern wird etwas später noch weiter erörtert werden.

Zur Zeit haben viele Illmitzer noch die Möglichkeit, neben der Arbeit im Weinberg noch einer anderen nachzugehen, da die Fläche, die sie bewirtschaften, nicht allzu groß ist. Der Grund dafür ist, daß viele von ihnen die Rodungsprogramme der EU und des Landes Burgenland in Anspruch genommen haben. Sie haben sich verpflichtet, ihre Weingärten für einen gewissen Zeitraum stillzulegen, sie zu roden, und erhalten dafür Geld. In Illmitz wurden in den Jahren seit dem Beginn der Rodungs- und Stillegungsaktionen 440 ha Weingärten nicht mehr bewirtschaftet.[44]

"Ab 1.1 1992 trat eine Weingarten-Stillegungsaktion in Kraft, wodurch die "alte Rodungsprämienaktion" ausgelaufen ist. Zum Unterschied zur "alten Aktion" handelt es sich bei der Stillegungsaktion um eine Aktion des Bundes. Die Förderung wurde mit S 15.000,- pro Hektar gerodeter Fläche in Form einer jährlicher Beihilfe über 6 Jahre festgesetzt und zwar erstmals in dem Jahr, in dem die Anlage als Grünbrache gemeldet wurde. Die Mindestfläche war mit 0,20 ha festgesetzt. Die Gesamtstillegungsfläche wurde vorerst für Niederösterreich für 3.600 ha und für das Burgenland mit höchstens 2.400 ha festgesetzt.

Im Rahmen dieser Stillegungsaktion wurden in Niederösterreich 2.739 ha und im Burgenland 3065 ha gerodet. Die vorherige Rodeaktion wurde von Niederösterreich mit 330 ha und vom Burgenland mit 770 ha in Anspruch genommen. Damit wurde die Gesamtweinbaufläche Österreichs um fast 7.000 ha, das einer Menge von rund 400.000 bis 450.000 hl entspricht, verringert."[45]

Im Vergleich zur Weinernte 1993 im Burgenland, die jedoch sehr bescheiden ausfiel und nur 452.249 hl betrug, ist die Menge, die durch die Rodungen verlorengingen, sehr hoch. Sie entspricht beinahe der ganzen Ernte im Burgenland im diesem Jahre.

Diese Aktion wurde gestartet in Zeiten, in denen ein Überschuß an Wein auf dem Markt war. Als Konsequenz sanken die Weinpreise ins Uferlose und viele Weinbauern wußten nicht, was sie in Zukunft machen sollten. Viele wagten nicht den Schritt aus der Selbständigkeit und somit die Aufgabe ihrer landwirtschaftlichen Flächen, was darauf zurückzuführen ist, daß der Bauer oft ein sehr traditioneller Mensch ist und somit den Besitz, der vielleicht schon seit Generationen der Familie gehört, nicht so schnell aufgeben will.

Ein zweites Problem ist die mangelnde Bildung, die es oft schwer macht, einen Job zu finden.

Im Jahr 1998 wird die Weingartenstillegungsaktion, die vom Land gefördert wird, auslaufen. Sie dauerte sechs Jahre.

Sowohl das Land Burgenland als auch die Weinbauern wissen nicht, wie es dann weitergehen soll.

Die Sanierung der Weinbauflächen ist ja gleichzeitig auch Landschaftspflege, und wenn die Mehrzahl der Weinbauern in Zukunft nicht mehr Weingärten aussetzen kann oder will, wird diese Form des Naturschutzes aussterben. Im Seewinkel könnten die brachen Flächen, die ehemals Weingärten waren und die an das Gebiet des Nationalparks "Neusiedlersee-Seewinkel" angrenzen, als weitere Naturschutzgebiete dienen.

Unsicher ist, ob viele der Bauern nach Ablauf der Rodungsaktionen ihre Flächen noch weinbaulich nutzen werden. Die Reben müßten erst wieder frisch ausgesetzt werden, und da sich der erste nennenswerte Ertrag erst nach drei bis vier Jahren einstellt, wären sie bis dorthin ziemlich unrentabel, weil man auf den Erlös aus dem Verkauf der Ernte verzichten muß, die Pflanzen aber trotzdem kostspielige Pflege brauchen. Aus diesem Grund wäre es für Nebenerwerbsbauern nicht sinnvoll, ihre aufgelassenen Weingärten wieder in Betrieb zu nehmen. Käufer dieser Flächen sind allerdings größtenteils nicht in Sicht. Wiederum wäre das schon oben erwähnte Phänomen zu beobachten, daß einige wenige Weinbauern immer weiter expandieren und die anderen, kleineren, von der Bildfläche verschwinden. Ein weiterer Grund für Aufgaben dieser Fläche ist auch, daß viele Betriebe keinen Nachfolger haben, da der Trend in der heutigen Zeit eher dahingehend ausgerichtet ist, daß die jungen Menschen nach einer festen Anstellung streben und sich nach Möglichkeit einer höheren Bildung zuwenden. Körperliche Anstrengungen und unregelmäßige Arbeitszeiten entsprechen, verständlicherweise, nicht mehr ihren Idealvorstellungen eines Berufes.

Für das 21. Jahrhundert ergibt sich laut Expertenmeinungen daher folgendes Szenario: In Illmitz, der zur Zeit viertgrößten Weinbaugemeinde Österreichs, wird sich die Zahl der Weinbauern, wie in allen anderen Gemeinden auch, immer mehr verkleinern. Überleben werden wahrscheinlich nur jene, die sich hauptberuflich dem Weinbau widmen und all ihre Zeit, all ihr Geld und all ihr Wissen der Herstellung des Weines widmen.

Allerdings herrscht auf dem Weinmarkt zur Zeit ein Engpaß. Die hohe Zahl der Weingartenstillegungen und die Frostschäden in vielen Regionen des Burgenlandes lassen keine hohen Ernten zu, und so werden nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage die Weinpreise steigen. Dies wäre sicherlich ein Anreiz zur erneuten Auspflanzung ehemaliger Weingartenflächen. Generell muß gesagt werden, daß die Rodungs- und Stillegungsaktionen mit Sicherheit Anderungen für den Weinbau nach sich ziehen werden. Inwiefern sie sich jedoch auswirken, kann man heute noch nicht mit genügender Gewißheit sagen, um irgendwelche Prognosen erstellen zu können.

5. Anderungen im Weinbau in Illmitz

5.1 Der Wandel vom Vollerwerbs- zum Nebenerwerbsbauern

Eine der größten Anderungen in der Illmitzer Weinwirtschaft war sicher die schon oben erörterte Problematik des Rückgangs der Zahl derer, die sich hauptberuflich dem Weinbau widmen. Diese Zahl schrumpfte in den letzten Jahren drastisch.

Tabelle 7 zeigt die sozioökonomische Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe in Illmitz vom Jahre 1960 bis 1993. Diese Tabelle spiegelt sowohl die heutige Situation der Weinbaugemeinde Illmitz als auch deren Vergangenheit wider.

Tabelle 7: Der Wandel vom Voll- zum Neben- und Zuerwerbsbauern in Prozenten[47]





Vollerwebsbauern





Nebenerwerbsbauern





Zuerwerbsbauern



3%



Bei Tabelle 7 tauchte ein Problem auf: die Werte aus dem Jahre 1970 ergeben nicht in Summe 100%, wie dies bei Statistiken der Fall sein sollte, sondern 102%. Diese Ungenauigkeit könnte aus Rundungsfehlern herrühren.

Trotz dieses Fehlers zeigt diese Tabelle sehr gut den Trend in der Illmitzer Landwirtschaft und somit im Illmitzer Weinbau. Waren 1960 noch 61% der Landwirte Vollerwerbsbauern, so sank diese Zahl um 58%(!) und liegt nun bei nur mehr 3%. 80% der Bauern sind nur mehr nebenberuflich in der Landwirtschaft beschäftigt.

Die Gründe mögen vielfältig sein. Einer davon war sicherlich der Weinskandal. Noch heute haben viele Winzer mit den Nachwehen dieses Skandals zu kämpfen. Da das Vertrauen in den österreichischen, vor allem aber in den burgenländischen Wein noch immer nicht bei allen Weintrinkern vorhanden ist, tun sich viele Weinbauern mit dem Absatz ihres Weines schwer. Sie sehen auch in der Zukunft keine Perspektiven mehr und geben ihre Weinbaubetriebe ganz oder zum Teil auf.

Eine andere Ursache wurde auch schon behandelt: der weltweite Trend, daß man nur durch immer größere Anbauflächen konkurrenzfähig bleibt.

Überhaupt muß erwähnt werden, daß viele ein sicheres Einkommen gegenüber dem Leben als Bauer vorziehen, in dem man abhängig von Wetter, und somit von Qualität und Quantität der Ernte, von Subventionen und von der ständig wechselnden Situation am Weinmarkt ist.

Ein weiterer Grund für das Bauernsterben ist, nach Meinung vieler Bauern, der Beitritt Österreichs zur EU. Generell muß allerdings gesagt werden, daß dieses Ereignis diesen Prozeß nur beschleunigt hat, denn durch die größere Konkurrenz in diesem Binnenmarkt besteht zwar ein enormer Preis- und Leistungsdruck, es hat sich für die Bauern aber ein viel breiterer Absatzmarkt aufgetan. Viele Bereiche der Landwirtschaft, und da vor allem die Bergbauern, werden durch Billigstanbieter aus anderen Staaten der Gemeinschaft und durch den radikalen Abbau staatlicher Subventionen stark unter Druck gesetzt werden. Doch gerade Branchen wie der Weinbau, der eher von der Qualität des Produktes beeinflußt wird, werden von dieser Öffnung profitieren.

"Eines läßt sich heute bereits klar erkennen: produziert man kompromißlos hohe Qualität - unser Land ist wie kein anderes dafür geeignet - gibt es keinen Grund vor der Zukunft Angst zu haben. Im Gegenteil: für hochwertige Produkte ist die EU ein riesiger Vorteil, denn nun kann man mit gleichen Startbedingungen in den Mitbewerb treten.[48]

Trotz der möglichen Vorteile des EU-Beitritts werden wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren die Zahl der Weinbaubetriebe, die Rebfläche und die Bedeutung des Weinbaus, mit dem wahrscheinlich der wirtschaftliche Aufstieg von Illmitz verbunden war, weiter sinken.

Interessant zu beobachten wird sein wie die Verteilung Voll-, Neben-, und Zuerwerbsbauern in Zukunft aussieht. Es ist jedoch anzunehmen, daß die Zahl der Illmitzer, die nur von der Landwirtschaft leben, nicht mehr schrumpfen wird. Vielleicht ist ja gerade diese geringe Anzahl für einige Wagemutige ein Anreiz in die Landwirtschaft, und da vor allem in den Weinbau einzusteigen. Sie kennen die Fehler, die ihre Vorgänger machten und sie können versuchen, es besser zu machen. Da zur Zeit keine wirklich große Konkurrenz im Ort vorhanden ist, hätten sie wieder Vorteile.

Vielleicht könnten solche Winzer mit neuen Methoden und Strategien den Markt erobern. Eine solche Methode wäre sicherlich, für seine Produkte Werbung zu machen, denn es muß auch erwähnt werden, daß in letzter Zeit wahrscheinlich in Sachen Marketing zu wenig getan wurde. Es nützt nichts, wenn ein Winzer weiß, daß er durchaus gute Weine lagern hat, aber nur im Keller sitzt und wartet bis Weinkäufer kommen. Nur wer den Schritt in die Werbung wagt, kann sein Produkt auf dem Markt bekannt machen.

Vielleicht wird ja schon bald ein neuer Top-Winzer aus Illmitz von sich reden machen, der mit solchen "modernen" Methoden den Markt erobert, denn daß in Illmitz aufgrund von oben schon erwähnten Umständen ausgezeichnete Qualität heranreift, weiß man in Illmitz. Gerade Marketingmaßnahmen sind sicher ein geeignetes Mittel, um dies auch Weinliebhabern aus aller Welt mitzuteilen.

Der moderne Weinbau verlangt es vielleicht, daß man mehr Zeit und vor allem Geld in den Wein investieren muß, aber oben genannte Winzer beweisen, daß sich dies auch rechnen kann.      

5.2 Der moderne Weinbau

5.2.1 Marketingmaßnahmen

Ohne den Weg in die Werbung wird es in Zukunft sehr schwer werden, sich auf dem Markt durchzusetzen. Marketing ist wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg. Es gibt aber sicherlich im Zusammenhang mit Werbung für die Weinbauern auch viele Probleme und Schwierigkeiten. Ein "herkömmlicher" Weinhauer, der weder zu Großgrundbesitzern zählt, wird nicht unbedingt das Geld aufbringen können, das notwendig ist, um in die Werbung einsteigen zu können. Es werden wahrscheinlich wieder nur einige wenige auf den "Zug Marketing" aufspringen, um dann den anderen davonfahren können. Für die Weinbaugemeinde Illmitz im Ganzen bringt dies mit Sicherheit sowohl Vor- als auch Nachteile. Finanziell potente Winzer sorgen dafür, daß Illmitz im Zusammenhang mit dem Weinbau noch bekannter wird. Doch andererseits können kleine Bauern wieder nicht mitziehen und bleiben so auf der Strecke.

Aus diesem Grunde wurden in den letzten Jahren Absatzgenossenschaften gegründet, denen vor allem auch unbekanntere Weinbauern beitreten können. Diese laufen meist unter einem gemeinsamen Markennamen, der durch Werbung dann in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden soll. Diese Absatz- und Marketinggenossenschaften werden in Folge noch genauer betrachtet.

Aber auch die "Österreichische Weinmarketing GmbH", die für den österreichischen Wein weben soll, macht im In- und Ausland auf den Wein, das kostbare Kulturgut Österreichs, aufmerksam.

Für viele kleine Weinbaubetriebe, die wir ja in Illmitz vermehrt antreffen, ist die Werbung für ihre eigenen Weine noch kein Thema, denn sie können oder wollen mit den modernen Methoden des Weinbaus nichts anfangen:

"Lange Zeit begnügten sich weinbäuerliche Familienbetriebe in Österreich damit, die Weingärten zu betreuen, die Trauben zu ernten, den Wein für eine gewisse Zeit in Fässern ausreifen zu lassen, ihn in ungefällige Zwei-Liter-Flaschen zu füllen und zu warten, daß Kund/innen auf den Hof kommen und sich um das fertige Produkt bemühen. Erst in den letzten zehn Jahren erkannten die Winzer/innen die Notwendigkeit, selbst aktiv zu sein und Initiativen zu setzen. Daß das Marketing trotzdem noch immer nur stiefmütterlich betrieben wird, führen Winzer/innen auf Zeit-, Geld- und Wissensmangel zurück."


Werbung und Marketing machen nicht nur in Inseraten, in Zeitungen oder in Werbespots im Fernsehen und Radio auf sich aufmerksam. Auch auf Weinmessen im In- und Ausland kann man sein Produkt einer interessierten Zielgruppe vorstellen. Auch ein neues, bedeutendes Medium, könnte den Winzern behilflich werden: das Internet

Sowohl zur Informationsbesorgung als auch zu Werbezwecken ist es sicher ein geeignetes Mittel für Weinhauer. Der Internet-Experte Gerhard Dogl stellt im "WEINBAU" (2/97), einer Fachzeitschrift für Weinbauern, das Internet und seine Vor- und Nachteile vor, damit diese auch dieses neue Mittel zum Marketing kennenlernen:

"Besonders für Klein- und Mittelbetriebe kann dies eine kostengünstige Werbemöglichkeit und Verkaufsunterstützung sein. Auch im Bereich des Weinbaus wurden mit der vorbildlichen Homepage der Österreichischen Weinmarketing GmbH erste Schritte gesetzt. ()

Das INTERNET mit seinen weltweit ca. 30 Millionen Benutzern öffnet über die private Anwendung hinaus neue Wege für die Wirtschaft, und dies bei relativ geringen Einstiegskosten. Die rasante Weiterentwicklung spricht dafür, daß es in Zukunft eines der wichtigsten Medien sein wird."[50]

Wahrscheinlich werden nur jene Weinbauern überleben können, die mutig den Schritt ins Ungewisse wagen und neue, unkonventionelle Methoden ausprobieren. Österreichische Top-Winzer haben dies ja des öfteren schon dem Ausland und den Inländern gezeigt.

5.2.2 Absatzgenossenschaften

Die "Genossenschaftsidee" ist immer wieder, in nahezu allen Epochen der Geschichte seit den frühesten Hochkulturen, dagewesen.

"Mehr oder weniger reichhaltig sind uns aus allen Hochkulturen der Vergangenheit Beispiele von Selbsthilfeeinrichtungen überliefert. Zeitlich fallen sie alle mit dem Augenblick zusammen, da die reine Selbstversorgung der arbeitsteiligen Wirtschaftsweise weicht. Menschen gleicher Tätigkeit (=Berufe) schließen sich zu Gruppen zusammen: Der einzelne hilft, um Hilfe erwarten zu können, aber auch aus der Einsicht, daß gemeinsam mit anderen mehr erreicht werden kann." [51]

Unter dem Motto "Gemeinsam statt einsam" bildeten sich also auch in den letzten Jahren immer wieder neue Absatzgenossenschaften, die es sich als Ziel gesetzt haben, Bereiche wie Absatz und Marketing der Weine gemeinsam durchzuführen.

Solche Zusammenschlüsse können den teilnehmenden Winzern viele Vorteile bringen.

Bei den regelmäßigen Treffen der Mitglieder wird Fachwissen ausgetauscht. Die neuesten Errungenschaften im Bereich des Weinbaus werden vorgestellt, Erfahrungen ausgetauscht, und die Winzer können durch solche Zusammenschlüsse voneinander lernen.

Die Mitglieder teilen sich außerdem die Kosten, die für Marketing anfallen, und durch eine gemeinsame Marke kann auch effektiver Werbung betrieben werden.

Außerdem entstehen durch solche Zusammenschlüsse auch oft Qualitätssteigerungen, denn die Kriterien in diesen Vereinigungen gehen oft weit über die Anforderungen des Weingesetzes hinaus.

Die Art der verschiedenen Absatzgenossenschaften ist sehr vielfältig. Es gibt Vereinigungen, bei denen nur Weinbauern aus einer Ortschaft aufgenommen werden. Ein solcher Verein waren die "Illmitzer Naturweingärtner". Im Jahre 1991 schlossen sich 55 Winzer aus Illmitz zusammen, um möglichst naturschonenden Weinbau zu betreiben. Man verzichtete auf Bewässerung und Mineraldüngung und schränkte sich in der Schädlingsbekämpfung ein. Die Weine wurden von den Mitgliedern selbst ausgebaut und dann zu sortenreinen CuvJes verarbeitet. Obwohl Weine der "Illmitzer Naturweingärtner" Auszeichnungen, wie die Einberufungen in den "Salon österreichischen Weins" , erhielten, mußte die Gemeinschaft schon bald den Konkurs anmelden.

Ein Beispiel, wie es doch gehen kann, zeigt der "Pannonische Reigen - Verband der großen Weine". Im Jahre 1988, also kurz nach dem Weinskandal, schlossen sich 120 Winzer aus dem Gebiet Neusiedlersee zum "Verband der großen Weine" zusammen. Sie bieten unter strengen Qualitätsvorschriften Weine unter der Gebietsmarke "Pannonischer Reigen" an.

"Die strengen Kontrollen, denen sich die Mitgliedsbetriebe unterziehen müssen, beginnen mit der Weingartenfestlegung, der Rebschnittüberprüfung und der Vorgabe von Höchstertragsmengen durch die Organe des "Pannonischen Reigens". Der Wein wird, nachdem er die staatliche Prüfnummer erlangte, einer weiteren Prüfung unterzogen: Neun Mitglieder der Degustationskommission des "Pannonischen Reigens" verkosten das Produkt blind, und mindestens sieben müssen ein positives Urteil abgeben. Wenn diese Prüfung bestanden wurde, darf der Wein unter dem Markenname "Pannonischer Reigen" abgefüllt und verkauft werden."[52]

In erster Linie zählt bei diesem Zusammenschluß der Markenname. Man muß einheitliche Flaschen abfüllen, die gleiche Etikettierung und Verkorkung gewährleisten. Etiketten befinden sich auf der Vorder- und Hinterseite der Flasche, wobei die Vorderseite bei allen Mitgliedern gleich ist und die Hinterseite den Winzer und den Wein vorstellt.

Ein Markenzeichen dieser Absatzgenossenschaft ist, daß einzelne Weine für eine Jahreszeit stehen.(Frühling Sommer, Herbst (Altweibersommer) und Winter. Die Etiketten der Weine des "Pannonischen Reigens" wurden von einem burgenländischen Künstler entworfen und die Landschaft des Seewinkels in den Stimmungen dieser Jahreszeiten einfangen.

Es werden außerdem Mindestpreise für den Ab-Hof-Verkauf festgesetzt, damit die einzelnen Mitglieder sich mit Dumpingpreisen nicht gegenseitig unterbieten.

Der "Verband der großen Weine" ist, neben den einzelnen Weinbauvereinen, die größte Vereinigung von Weinhauern in der Region. Sie hilft vielen, auch kleinen Weinbauern, ihre Weine abzusetzen. Doch auch sie kämpft mit Problemen. Man hört oft, daß die größeren Betriebe lieber in einer kleineren Gemeinschaft arbeiten wollen, um effektiver sein zu können. Die Mitgliederzahl der Teilnehmer hat sich mit der Zeit fast halbiert:

"Die Aufnahmegebühr je Mitglied beträgt 10.000 Schilling (darin ist ein Jahresbeitrag inkludiert). Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 3.000 Schilling wird automatisch von einem Konto, das jedes Mitglied zur Verfügung stellen muß, abgebucht. Für jede gefüllte Flasche ist ein "Werbeschilling" von drei Schillingen abzugeben."[53]

Diese hohen "Nebenkosten", die erst einige Jahre nach der Gründung der Marke beschlossen wurden, veranlaßte viele Mitglieder aus der Gemeinschaft auszutreten.

Nach einem Höchststand von 232 Mitgliedern liegt diese Zahl nun bei 130 Betrieben (Stand 1995).

Das neueste Projekt der Seewinkler Winzer ist der "Nationalpark Wein". Für die Weinhauer der Nationalparkgemeinden besteht die Möglichkeit ihren Wein als "Nationalpark Wein" zu füllen. Ahnlich wie beim "Pannonischen Reigen" werden die Weine von einer Fachjury verkostet und ausgewählt. Die Winzer füllen ihre Weine in einheitliche Flaschen mit einheitlichen Etiketten und Korken.   

Trotz der hohen Kosten bringt solch ein Zusammenschluß vieler kleinerer Betriebe doch einiges an positiven Aspekten mit sich. Der Bauer verliert zwar teilweise die Identität, jedoch könnte er mit seinem eigenen, begrenzten Werbebudget nicht einen auch nur annähernd so hohen Grad der Wiedererkennung beim Kunden erreichen.

Offensichtlich wiegen die Vorteile eines Zusammenschlusses von Weinhauern die Nachteile auf, weshalb dies auch der Weg sein wird, den die meisten der Winzer beschreiten werden (müssen), um sich ihre zukünftige Existenz zu sichern.

5.2.3 Die Winzergenossenschaft Illmitz

In den Jahren 1962 - 1972 gab es in Illmitz auch eine Winzergenossenschaft, die den Mitgliedern Trauben abkaufte, verarbeitete und den Wein dann verkaufte.

"Die Winzergenossenschaft Illmitz wurde im Jahre 1962 gegründet. Durch die ständig ansteigende Weingartenfläche war diese Gründung notwendig geworden, um eine bessere Absatzsicherung zu gewährleisten. Die Genossenschaft hatte 170 Mitglieder, die ziemlich gleichmäßig über die Größenklassen verteilt waren. Am Anfang hatte jedes Mitglied einen Geschäftsanteil von 3000 S, später wurde der Anteil auf Beschluß auf 6000 S erhöht."[54]

Die Lagerkapazität der Winzergenossenschaft betrug ungefähr 1600 hl. Im Durchschnitt wurde den Mitgliedern für die Trauben um 50Groschen je Kilogramm mehr bezahlt.

Man erwog die Genossenschaft auszubauen und hatte dies auch schon einstimmig beschlossen, da jedoch durch dieses Projekt 1000 Schilling pro Anteil mehr erforderlich gewesen wären, wurden schon bald die ersten Gegenstimmen laut.

Eine Kette ist nur so stark, wie sein schwächstes Glied, und somit ist eine Genossenschaft auch nur so gut, wie ihre Mitglieder. Die Mitglieder der Winzergenossenschaften waren jedoch immer mehr untereinander zerstritten. Dazu kam noch, daß die Weinbauern, die bei der Genossenschaft keine Anteile hatten, immer wieder mit Sticheleien versuchten, die Mitglieder unzufrieden werden zu lassen. Sie sagten, daß auch sie bei den Sensalen nicht weniger Geld bekommen würden, jedoch keine Anteile vorher kaufen mußten.

Immer mehr Winzer sehnten sich nach dem freien Markt, bedachten aber nicht die Konsequenzen und Risiken, die er auch nach sich zieht. Auch die Sensale, denen die Winzergenossenschaften einen beträchtlichen Teil des Geschäftes wegnahmen, hätten daher gerne den Untergang dieser Genossenschaft gesehen.

"Dieser kam dann auch 1972 durch mangelnde Liefertreue, durch die Kleinheit der Anlage und durch Zwiespältigkeiten der Mitglieder. Auch versuchten die Landwirte immer wieder in den Jahren günstiger Preisentwicklung ihren Lieferverpflichtungen auszuweichen und ihre Trauben am Markt abzusetzen. Die Geschäftsanteile wurden zurückgezahlt und der Betrieb eingestellt. Die Leute bedachten aber nicht, daß sie mit dem Mitgliedsbeitrag folgender Sorgen entledigt wurden: Absatzsicherung, Kellerbau und Einrichtung, was hunderttausende Schillinge kosten würde."[55]

Es spitzte sich die Situation auf dem Traubenmarkt drastisch zu. Da der Großteil der Winzer keine Möglichkeit hatte, Trauben zu verarbeiten, war er auf Gedeih und Verderben den Sensalen ausgeliefert, die die Preise diktierten. Schon einige Tage vorher mußten die Winzer sich bei den Sensalen melden und ihnen mitteilen, daß sie ihre Trauben ernten wollten. Diese verkauften sie ihnen dann um Preise, die einige Jahre zuvor kaum vorstellbar gewesen wären. Noch heute ist es so, daß einige Winzer ihre Trauben verkaufen müssen, weil sie nicht die notwendige Ausrüstung im Keller haben, um die Weine weiterverarbeiten und lagern zu können. ( Es fehlt an Fässern, Tanks oder Zisternen, um die Weine zu lagern, Schläuchen, Weinpressen und andere Maschinen, die ihnen die Arbeit erleichtern.) Daher müssen sie auch die Preise akzeptieren, die ihnen die Händler vorschreiben. Besonders gut sieht man dies an den Wochenenden, an denen die vielen Nebenerwerbsbauern, deren Zahl ja immer mehr steigt, Zeit zur Traubenernte haben. Hier drücken die Sensale die Traubenpreise besonders herunter, da sie wissen, daß die Bauern verkaufen müssen.

Eine hohe Lagerkapazität in den Weinbaugemeinden könnte die Abhängigkeit der Winzer von den Händlern beenden. Doch dabei treten auch einige Probleme auf. Die Winzer müssen lernen, ihren Wein zu vermarkten, damit dieser nicht zum Ladenhüter in ihren Kellern wird. Geht man heute in die Keller der Illmitzer Winzer, sieht man zwar viele Weinfässer und Tanks, die Rodungsaktionen und die Fröste in den letzen Wintern taten aber das ihre, daß diese Fässer und Tanks, für die die Winzer einst viel bezahlen mußten, heute oftmals leer sind.

Die Illmitzer Winzer rüsteten in den Jahren vor dem Weinskandal ihre Keller auf. Die Lagerkapazität der einzelnen Betriebe stieg rapide an. Waren es im Jahre 1974, also kurz nach Zusammenbruch der Winzergenossenschaft, nur 5.902.400 Liter, so stieg die Zahl bis 1982 schon auf 7.600.800 Liter und erreicht heute schon 12.452.455 Liter, die aber, wie schon oben erwähnt, zu einem großen Teil leer stehen. (Die Lagerkapazität von 1988 bis 1997 sind in Tabelle 10 auf der Seite 55 im Anhang nachzulesen.)

In den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Winzergenossenschaft dachten viele, daß es ohne eine solche Einrichtung im Illmitzer Weinbau nicht weitergehen kann. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Die Illmitzer Winzer, die schon mit so vielen Problemen kämpfen mußten, steckten auch den Verlust einer Winzergenossenschaft und somit den Verlust eines Absatzmarktes, den sie aber zum größten Teil selber verschuldet hatten, mehr oder weniger gut weg. In den letzten Jahren war der Ruf nach einer solchen Genossenschaft kaum zu hören. Im Umkreis von Illmitz gibt es heute Winzergenossenschaften in Apetlon, in Pamhagen und in Andau

Das Gebäude der ehemaligen Winzergenossenschaft wurde geschleift und das neue Feuerwehrhaus dort hingebaut.


5.2.4 Marktnischen

Immer mehr Weinbauern setzen in letzter Zeit auf Marktnischen. Ein Versuch, solche zu nutzen, waren sicher die "Illmitzer Naturweingärtner", die auf Bioprodukte setzten. Diese konnten sich aber auf dem Markt nicht bewähren. Dennoch wäre es eine Alternative, weiterhin auf solche Produkte zu vertrauen. Durch den Trend der heutigen Zeit wird die Nachfrage auch in Zukunft im Steigen begriffen sein, und gerade für Wein ist der "Bio-Markt" noch lange nicht gesättigt.

Als eine weitere Alternative in den letzten Jahren kam die Idee auf, aus Weintrauben nicht nur Wein zu erzeugen, sondern sie auch zu anderen Produkten zu verarbeiten.

Als Möglichkeiten bieten sich hierbei sicherlich die Produktion von Sekt oder Destillaten.

Eine Vorreiterrolle in der Erzeugung von Sekt spielt in Illmitz das Weingut Klein, das für seine Schaumweine auch schon Auszeichnungen, wie den "Worldchampion", erhielt. Man sieht, daß das Gebiet um den Neusiedlersee auch zur Erzeugung von Sekt geeignet ist.

Die Nachfrage nach Weinbränden und Likören, die aus Wein hergestellt sind, stieg in den letzten Jahren rapide an. Kaum ein Weinbaubetrieb bietet nur mehr Weine an, sondern hat auch solche Brände in seiner Palette. Die Gäste, die an Weinproben teilnehmen, sehen also, was alles aus den Weintrauben erzeugt werden kann. Sie haben die Möglichkeit, oft frischen Most, in Folge auch Sturm, rote Weine, weiße Weine, süße wie trockene, schwere wie leichte und auch hochprozentige Edelbrände zu kosten und zu kaufen. Auch hierbei konnten Illmitzer Schnapsbrenner Erfolge verzeichnen. "Bedingt durch die vielen Sonnentage reifen im Seewinkel Trauben von edler Güte. Diesen Vorteil machten sich Kroiss und Mann zugute und begannen im Jahre 1987 den ersten Muskat- Weinbrand zu destillieren. Sieben Jahre später wurden sie mit einem Eiswein-Grappa Landesmeister.

Den großen Auftritt hatten Kroiss und Mann aber heuer bei der Destillata ´98 in Bad Kleinkirchheim. 1114 Edelbrände aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich standen zur Verkostung zur Verfügung. Dem Muskat- Weinbrand der Illmitzer Brennstube verlieh man Gold."[56]

Die Weinbaugemeinde Illmitz bietet also ein weites Spektrum und bietet für jeden Weinfreund etwas. Die zahlreichen Auszeichnungen, die die Vertreter von Illmitz auf Weinmessen im In- und Ausland erhielten, sind ein Beweis dafür, daß im Gebiet um den Neusiedlersee Weine reifen, die auch im internationalen Vergleich als außergewöhnlich

gelten.

Die Vielfalt an Sorten, die Vielfalt von Verarbeitungsmöglichkeiten von Weintrauben und die Vielfalt der verschiedenen Weinarten (trockene, resche Weine bis hin zu höchsten Prädikaten wie Trockenbeerenauslesen, Eis- und Schilfweinen), die in Illmitz geboten wird, ist ein Garant dafür, daß die Weinbaugemeinde Illmitz und deren Winzer auch in Zukunft eine der ersten Adressen für Weinliebhaber, und solche, die es werden wollen, sein wird. Obgleich nach dem Weinskandal die Zeichen für den Weinbau in ganz Österreich schlecht standen, erholt sich die Weinwirtschaft immer mehr, denn die Weinbauern wollen mit einer Qualitätsoffensive das Vertrauen in ihre Produkte wieder steigen lassen und zur Konkurrenz aus dem Ausland wieder aufschließen.

Alle Weinhauer aus Illmitz, ob ihnen nun eine große Anbaufläche zur Verfügung steht oder nicht, ob sie für ihre Weine schon Auszeichnungen erhielten oder nicht, haben erkannt, daß sie in der Vergangenheit Fehler begangen und oft die Trends und Entwicklungen auf den Weinmarkt verschlafen haben. Doch der Großteil von ihnen sieht der Zukunft durchaus positiv entgegen und ist bereit für den Übertritt ins 21. Jahrhundert.

6. Zusammenfassung

Rückblick und Ausblick - Quo vadis, Illmitzer Weinbau?

Die Weinbaugemeinde Illmitz ist, verglichen mit anderen Weinbauregionen, eine relativ junge Weinbaugemeinde. Erstmals wurde der Weinbau in Illmitz im Jahre 1598 erwähnt, doch in den Quellen des 17.und 18. Jahrhunderts scheinen in Illmitz keine Rebflächen mehr auf. Es dauerte bis zum Jahre 1809, als der damalige Pfarrer Mikuska wieder Weingärten aussetzte. Erst allmählich entwickelte sich der Weinbau in Illmitz und wurde zu einer Alternative zum Ackerbau, zur Fischerei und zur Viehzucht.

Immerwieder war die Weinwirtschaft von schweren Rückschlägen betroffen. Einer dieser Rückschläge war sicherlich die Reblausplage am Ende des vorigen Jahrhunderts. Diese Plage vernichtete einen Großteil der Weingartenfläche im Seewinkel. Von 1890 bis 1930 befand sich die Weinwirtschaft in einer permanenten Krise. Nur reine Sandböden in Illmitz und Podersdorf konnten weiterhin bewirtschaftet werden, denn sie waren schädlingsimmun.

Doch diese Krise wurde dafür genützt, den Weinbau im Seewinkel zu revolutionieren: er wurde auf den neuesten Grundsätzen und Methoden aufgebaut. Weinbauvereine wurden gegründet und die Beratung von Seite des Staates und von Forschungszentren nahmen zu.

Die Fläche, auf denen in Illmitz Reben angebaut wurde, nahm in Folge auch zu. Während der Zeit des 2. Weltkrieges und der Zeit der Besatzung stagnierte die Weinwirtschaft dann wieder, doch schon bald sollte sich der Aufstieg des Illmitzer Weinbaus fortsetzen. Als Lenz Moser mit der Idee der Umstellung von Nieder- zu Hochkulturen, die erst den Einsatz moderner Geräte ermöglichte, revolutionierte, stieg die Zahl der Weingärten in Illmitz rapide an.

Immer mehr Winzer setzten Weingärten aus und widmeten sich hauptberuflich dem Weinbau. Anfang der achtziger Jahre überschritt die Rebfläche schon die 1500-ha-Marke. Das Geschäft mit dem Wein schien in dieser Zeit vielversprechend, und die Winzer blickten in eine verheißungsvolle Zukunft.

Ihre Erwartungen wurden aber in den Skandaljahren 1985/86 enttäuscht, denn durch den Glykolskandal brach die gesamte Weinwirtschaft Österreichs zusammen und das Vertrauen in den österreichischen Wein war sowohl im In- als auch im Ausland gebrochen. Vor allem die Winzer aus dem Seewinkel waren von diesem Skandal schwer betroffen. Es folgte als Konsequenz ein Rückgang des Exports. Nach dem Weinskandal gab es außerdem viele Firmenzusammenbrüche. Einige dieser Firmen waren vielleicht in den Weinskandal involviert, doch auch viele Landwirte, die viel in den Wein investiert hatten, konnten ihre Produkte nicht mehr an den Mann bringen.

Auch der Rückgang der Zahl der vollerwebstätigen Weinbauern ist mit Sicherheit auf diesen Weinskandal zurückzuführen. Die meisten Winzer mußten sich ein weiteres Standbein zum Weinbau suchen, um auch weiterhin bestehen zu können.

Die Rodungs- und Stillegungsaktionen kamen ihnen gelegen, denn sie erhielten für Weingartenflächen, die sie stillegten, Geld.

Wenn diese Aktionen in den nächsten Jahren auslaufen werden, wissen viele Winzer nicht, wie ihre Zukunft aussehen wird. Viele von ihnen wollen nichts mehr riskieren, denn ihre Investitionen, die sie am Anfang der achtziger Jahre machten, lohnten sich nicht.

Außerdem haben viele Betriebe mit dem Problem der Betriebsnachfolge zu kämpfen. Der Beruf des Bauern verliert unter den Jugendlichen zusehends an Attraktivität. Unsichere Erträge und somit unsicheres Einkommen, keine geregelten Arbeitszeiten und Abhängigkeit von Wetter und die sich ständig ändernde Situation von Nachfrage nach Wein sind ungünstige Faktoren, die sie abschrecken. Sie sehen anhand ihrer Eltern, daß die Ausgaben oft kaum mehr gedeckt werden können.

So wird es interessant zu beobachten sein, wie sich die Situation des Weinbaus in Illmitz in Zukunft entwickeln wird. Man setzt vor allem auf Qualität, um das Vertrauen in den Illmitzer Wein wieder herstellen zu können. Die Garanten für die Qualität und die Voraussetzungen dafür, daß sich der Weinbau in Illmitz überhaupt ansiedelte, sind das Klima des Seewinkels, der Boden, das einzigartige, vom Neusiedlersee und den Lacken verursachte, Mikroklima und offenbar das Können der Winzer.

Diese Komponenten sorgen dafür, daß in Illmitz sowohl ausgezeichnete trockene Weine als auch Weine der höchsten Prädikatsstufen reifen.

Viele dieser Weine wurden auf den Weinmessen im In- und im Ausland ausgezeichnet.

Eine Tafel an der Ortseinfahrt nach Illmitz mit der Aufschrift "Illmitz - Boden der Weltmeisterweine" deutet auf diese Erfolge der Illmitzer Weinhauer hin.

Daß hervorragende Qualität in Illmitz reift, wissen zwar die Weinbauern und einige Weinliebhaber, doch in den letzten Jahren möchte man durch Marketing- und PR-Methoden den Illmitzer Wein einer großen Palette von Weingenießern schmackhaft machen. In Absatzgenossenschaften wie dem "Pannonischen Reigen", den "Seewinkler Impressionen" oder auch den örtlichen Weinbauvereinen versuchen die Mitglieder die Kosten, die für diese Werbemaßnahmen anfallen, gemeinsam zu tragen.

Man versucht also, das Vertrauen in den Wein wieder zurückzugewinnen und will wieder mehr Weinliebhaber nach Illmitz locken, um sie von der Einzigartigkeit und der Vielfalt der hier lagernden Weine zu überzeugen.

Nicht von ungefähr beschäftigen sich viele antike und moderne Redewendungen und Weisheiten mit der Thematik des Weins. Der Wein gilt sowohl als Kulturgut als auch als Kultsymbol. Außerdem wußten schon die alten Römer, daß im Wein gar die Wahrheit liegt: "In Vino Veritas."

Davon konnten sich schon immer und werden sich auch in Zukunft Weinliebhaber in Illmitz überzeugen. Denn dort wird - spätestens seit den Aufregungen des Weinskandals 1985/86 - allen reiner Wein eingeschenkt

7. Anhang

Abb.4: Einladung zum Weinseminar in der Ortsvinothek Illmitz[57]

Abb.5: Niederschlagssummen im Burgenland pro Jahr[58]

Tabelle 8: Gebietsniederschlag des Einzugsgebietes des Neusiedler Sees in mm im Jahr [59]























Abb. 6: Jahresmittel der Lufttemperatur im Burgenland[60]

Abb. 7: Bodenprofil eines Tschernosems   

Tabelle 9: Übernachtungszahlen in Illmitz nach Kategorien[61]

- Zimmer

- Zimmer

Privatzimmer

Ferienwohnung

Gesamt





































Abb. 8: Die Weinernten Österreichs in den Jahren 1990 - 1997[62]

Tabelle 10: Lagerkapazität der Illmitzer Weinbaubetriebe in Liter














Abb. 9: Sortenvielfalt und Artenvielfalt in der Gestaltung der Weinflaschen in Illmitz

Tabelle 11: Die "Worldchampions" aus Illmitz


Gebr. Gartner

Welschriesling Trockenbeerenauslese´73


Gebr. Gartner

Welschriesling Trockenbeerenauslese´75


Gebr. Gartner

Welschriesling Trockenbeerenauslese´76


Haider Martin

Welschriesling Trockenbeerenauslese´76


Tschida Stefan 1

Welschriesling Auslese´81


Tschida Stefan 2

Welschriesling Trockenbeerenauslese´76


Klein Rudolf

Weißburgunder Trockenbeerenauslese´81


Kracher Alois

Bouvier Beerenauslese´81


Kracher Alois

Welschriesling Beerenauslese´81


Lang Alois

Sämling Ausbruch´83


Haider Martin

Welschriesling Beerenauslese´83


Gartner Johann

Welschriesling Trockenbeerenauslese´81


Lang Alois

Welschriesling / Sämling - Cuvée Eiswein´90


Klein Walter

Blaufränkisch - Rosé 1991 (SEKT)


Lang Ernst

Sämling Eiswein´88


Haider Martin

Welschriesling Trockenbeerenauslese´88


Tschida Gerhard

Grüner Veltliner Schilfwein´95


Haider Konrad

Sämling Ausbruch´94


Haider Martin

"CHAMPION NATIONAL"[70]

Abb. 10: Strukturwandel in Illmitz[71]

8. Literaturverzeichnis

Allacher, Elisabeth: Public Relations- und Marketing-Maßnahmen der weinbäuerlichen Familienbetriebe im Burgenland. Wien, Phil.Diss.1996.

Allgemeine Landestopographie des Burgenlandes: der Verwaltungsbezirk Neusiedl am See. Bd.1.Eisenstadt 1954.

Antal, E.; D<vid, A.; Dobesch, H.; u.a.: Das Klima des Neusiedler Sees. A Fert tó éghajlata. Hrsg. von Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Wien - Budapest: Meteorologischer Dienst der Ungarischen Republik 1991.

Baldrian, Sepp: Vorwort. In: Der Weinbau. 6.Jg. (1996) 1. Seit 3.

Burgenländischer Bauernbund - Kalender 1996. Hrsg. vom Burgenländischen Bauernbund. Eisenstadt, 1996.

BVZ. Burgenländische Volkszeitung: Gold für Edles. Johann Kroiss und Stefan Mann hatten die der Destillata ´98einen großen Auftritt. (1998) 5. 27.01.1998. S.21.

Dippel, Horst: Das Weinlexikon. Frankfurt am Main: Fischer Verlag 1989.

Dogl, Gerhard: Internet? Wozu? In: Der Weinbau. 7.Jg. (1997) 2, Seite 26f.

Gangl, Helmut: Einfluß der Klimafaktoren auf den Schnittzeitpunkt der Sorte Welschriesling. Diplomarbeit. Wien, 1991.

Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee, dargestellt an den Gemeinden Podersdorf, Illmitz und Apetlon. Wien, geogr. Hausarbeit. 1976.

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November1988)

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1989)

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1990)

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1991)

Gemeinde Illmitz: Summenliste / Bestandsmeldung 1996

Gemeinde Illmitz: Summenliste / Bestandsmeldung 1997

Groll, Markus: Weinskandal Jahrgang ´96. In: trend. Das Österreichische Wirtschaftsmagazin (1996) 3, Seite 22-26

Hacker, Herbert E.; Mühlberger Eva: Österreichs Biobauern im Test. In: WirtschaftsWoche. Österreichs größtes wöchentliches Wirtschaftsmagazin. (1996) 19, Seite 58 - 65.

Haiden: Große Sorge um unseren Ruf! In: BF. 2.5.1985 8. Zitiert in: Schimmerl, Thomas: Der Weinskandal 1985/86. Wien, Phil.Diss.1994.

Haiden, Günther: Vorwort. In: Weingesetz 1985. Wien, 1986.

Informationsbüro Österreichischer Wein (Hrsg.): Das Weinland Österreich stellt sich vor. (Nähere Angaben zu dieser Broschüre sind mir leider nicht bekannt.)

Janovsky, Rudolf; Lukas, Wolfgang: Obstmost - Fruchtsäfte - Obstbrände. Wirtschaftliche Obstverarbeitungen. 3. Aufl. Klosterneuburg: Österreichischer Agrarverlag 1995.

Keller, Urban: Das neue Weinlexikon. Stuttgart: Unipart Verlag. 1979.

Kracher, Ludwig: Burgenlands Weine zählen zu den besten der Welt. In: 60 Jahre Burgenland. Der Bauern Arbeit für die Heimat. Hrsg. vom Burgenländischen Bauernbund. Eisenstadt, 1981. Seite 107-118.

Kurt, Chandra: Herr Opitz aus Illmitz: Ein Winzer mit Witz. Weine für die Formel I oder eine CD mit gärendem Inhalt: Der Österreicher geht neue Wege in der Vermarktung. In: SonntagsZeitung . o.O.18. August 1996. (Nähere Angaben zu dieser Zeitung sind mir leider nicht bekannt.)

Mentzel, Gabriele: Keine "Zahnlücken" in Weinanbaugebieten. Voreilige Rodungen sollen wieder saniert werden / Bauernkammer hofft auf Tausch von Ackerflächen. In: KURIER.(1997) 4.November. Seite 10.

Österreichisches Statistisches Zentralamt (ÖSTAT): Agrarstrukturerhebung 1995. Besitzverhältnisse, Frucht- und Kulturarten.

ÖSTAT: Allgemeine Viehzählung am 3. Dezember 1960.

ÖSTAT: Allgemeine Viehzählung am 3. Dezember 1970.

ÖSTAT: Der Weinbau in Österreich 1974.

ÖSTAT: Der Weinbau in Österreich 1980.

ÖSTAT: Der Weinbau in Österreich 1992.

ÖSTAT: Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1960.

ÖSTAT: Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1970.

ÖSTAT: Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1980.

ÖSTAT: Land- und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1990.

ÖSTAT: Viehbestand nach Bundesländern, politischen Bezirken und Gemeinden 1979.

ÖSTAT: Viehbestand nach Gemeinden 1995.

Rauter Norbert: Weinwirtschaft auf der Sucher nach neuer Cuvée. Stärkere Betonung der Herkunft soll Markt für heimische Weine absichern und rückerobern. In: Kurier 14.01.1998. S. 17. Grafik: APA, Quelle: ÖSTAT.

Ruckenbauer, Walter; Traxler, Hans: Weinbau Heute. Handbuch für Beratung, Schule und Praxis. Graz: Leopold Stocker Verlag 1975.

Salzl-Lidy, Rosa: Der Weinbau im Seewinkel. Innsbruck, geogr. Hausarbeit. 1973. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1978. Hrsg. von der Vereinigung der burgenländischen Geographen. Neusiedl, 1978, Seite 25-71.

Schiebel, Walter; Wöber, Gertraud: Entwicklung der relevanten Weinmärkte. In: Der Winzer. Das Fachblatt des österreichischen Weinbaues. 52.Jg. (1996) 3, Seite 6 - 10.

Schimmerl, Thomas: Der Weinskandal 1985/86. Wien, Phil.Diss. 1994.

Schneider, Werner: Landwirte lernen immer besser, mit der EU zu leben. Befürchtetes Landwirtesterben blieb aus: Dafür erfreuliche Investitionsbereitschaft. In: KURIER. (1998) 5. Jänner. Seite 8.

Steurer, Rudolf: Weinhandbuch. Wien: Ueberreuter 1995.

Steurer, Rudolf; Thomann, Wolfgang; Schuller, Josef: Welt Wein Almanach. Wien: Kremayr & Scheriau. 1992.

Titz, Nick: Genossenschaftswesen. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1978. Hrsg. von der Vereinigung burgenländischer Geographen. Neusiedl, 1978. S.149-170.

Tourismusverband Illmitz: Übernachtungen nach Kategorien 1975 - 1996

Wegleitner, Alois: Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Illmitz unter besonderer Berücksichtigung der Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte. Wien, Phil.Diss.1973.

Wegleitner, Alois: In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1994. Hrsg. von der Vereinigung Burgenländischer Geographen. Lockenhaus 1994. Seite 56-59.

Wegleitner, Alois: Illmitz / Neusiedler See - Strukturwandel 1856 / heute. In: Diercke Weltatlas Österreich. Wien, 1995 Georg Westermann Verlagsges. m. b. H. S.30.

Weinakademie Burgenland (Hrsg.): Das Weinseminar für die Gäste des Burgenlandes. Rust. (Nähere Angaben zu dieser Broschüre sind mir leider nicht bekannt.)

Weinakademie Österreich (Hrsg.): Dokumentation Österreichischer Wein. 1996. (Quelle: ÖSTAT 1995) (Nähere Angaben sind mir leider nicht bekannt.)

Wohlfahrt, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950 - 1995. Mattersburg. (Nähere Angaben sind mir leider nicht bekannt)

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Hrsg.): Klimatographie und Klimaatlas von Burgenland. Wien, 1996.

Zerbs, Sabine: Pole-Position für Willi Opitz. Bei Willi Opitz kann man Wein nicht nur schmecken, sondern auch hören. In: KRONEN-Zeitung. (1996) 14. Oktober. Seite16.

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Österreichische Weinexporte in den Jahren 1970 - 1994

Abb.2: Weinbaugebiet Neusiedlersee

Abb.3: Prozentuelle Verteilung der Weinsorten in Illmitz im Jahre 1992

Abb.4: Einladung zum Weinseminar in der Ortsvinothek Illmitz

Abb.5: Niederschlagssumme im Burgenland pro Jahr

Abb.6: Jahresmittel der Lufttemperatur im Burgenland

Abb.7: Bodenprofil eines Tschernosems

Abb.8: Die Weinernten Österreichs in den Jahren 1990 - 1997

Abb.9: Sortenvielfalt und Artenvielfalt in der Gestaltung der Weinflaschen in Illmitz

Abb.10:Strukturwandel in Illmitz

10. Darstellungsverzeichnis

Tab.1: Entwicklung der Rebfläche zwischen 1970 und 1980

Tab.2: Sonnenscheindauer in Stunden und relative Sonnenscheindauer in Prozent

Tab.3: Der Fremdenverkehr in Podersdorf, Illmitz und Apetlon

Tab.4: Der Viehbestand in Podersdorf, Illmitz und Apetlon

Tab.5: Die Zahl der Weinbaubetriebe und die Weingartenfläche im Jahre 1992

Tab.6: Die verschiedenen Kulturarten in Illmitz in den Jahren 1966 und 1995 in ha

Tab.7: Der Wandel vom Voll- zum Neben- und Zuerwerbsbauern in Illmitz in Prozent

Tab.8: Gebietsniederschlag des Einzugsgebietes des Neusiedler Sees in mm im Jahr

Tab.9: Übernachtungszahlen in Illmitz nach Kategorien

Tab.10: Lagerkapazität der Illmitzer Weinbaubetriebe

Tab.11: Die "Worldchampions" aus Illmitz




Allgemeine Landestopographie des Burgenlendes. Hrsg. Von der Burgenländischen Landesregierung. Selbstverlag des Amtes der Burgenländischen Landesregierung. S.115.

Wegleitner, Alois: Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Illmitz unter besonderer Berücksichtigung der Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte. Wien, Phil.Diss.1973. S.169.

Vgl. Wegleitner, Alois: Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Illmitz unter besonderer Berücksichtigung der Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte. Wien, Phil.Diss.1973. S.116. Im folgenden zit. als: Wegleitner: Geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Illmitz.

Salzl - Lidy, Rosa: Der Weinbau im Seewinkel. Innsbruck, geogr.Hausarbeit. 1973. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1978. Hrsg. von der Vereinigung burgenländischer Geographen. Neusiedl, 1978.

S.30. Im folgenden zit. als: Salzl - Lidy: Der Weinbau


Salzl - Lidy: Der Weinbau. S.32.

Salzl - Lidy: Der Weinbau. S.33.

Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee, dargestellt an den Gemeinden Podersdorf, Illmitz und Apetlon. Wien, geogr. Hausarbeit. 1976. S. 75 f. Im folgenden zit. als: Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee.

vgl. Salzl - Lidy: Der Weinbau. Tabelle 15: Verteilung der drei Erziehungsarten in Prozent der Rebfläche. S.51.

Vgl. Land - und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1970. ÖSTAT ( Österreichisches Statistisches Zentralamt ).

vgl. Der Weinbau in Österreich 1974. ÖSTAT.

vgl. Der Weinbau in Österreich 1980. ÖSTAT.

Schimmerl, Thomas: Der Weinskandal 1985/86. Wien, Phil.Diss. 1994. S.9. Im folgenden zit. als: Schimmerl: Der Weinskandal.

Schimmerl: Der Weinskandal. S.19.

vgl. ÖSTAT 1995: Dokumentation Österreichischer Wein. Hrsg. von der Weinakademie Österreich. Juli 1996. S.41 Abb.1.

vgl. Dokumentation Österreichischer Wein. Hrsg. von der Weinakademie Österreich. 1996. S.42. Im folgenden zit. als: Dokumentation Österreichischer Wein.

Export - Import laut ÖSTAT für das Jahr 1996. In: Der Winzer. Das Fachblatt des österreichischen Weinbaues. 53.Jg. (1997) 8, S.38.


Schimmerl: Der Weinskandal. S.50.

Haiden: Große Sorge um unseren guten Ruf! In: BF 2.5.1985 8. Zitiert in: Schimmerl: Der Weinskandal. S.16.

Steurer, Rudolf; Thomann, Wolfgang; Schuller, Josef: Welt Wein Almanach. Hrsg. von der Weinakademie Österreich. Wien: Kremayr & Scheriau . S.209. 1992.

Haiden, Günther: Vorwort. In:Weingesetz 1985. Hrsg. von Bundesministreium für Land - und Forstwirtschaft. Wien, 1986.

Salzl - Lidy: Der Weinbau. S.27.

Vgl.: Antal, E.; D<vid, A.; Dobesch, H.; u.a.: Das Klima des Neusiedler Sees. A Fert tó éghajlata. Hrsg. von Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Wien-Budapest: Meteorologischer Dienst der Ungarischen Republik 1991. S.21. Im folgenden zit. als: Antal: Das Klima des Neusiedler Sees.

Vgl.: Antal: Das Klima des Neusiedler Sees. S.15.

Antal: Das Klima des Neusiedler Sees. S.11.

Gangl, Helmut: Einfluß der Klimafaktoren auf den Schnittzeitpunkt der Sorte Welschriesling. Diplomarbeit. Wien, 1991. S. 15.

Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950-1995. Mattersburg. S.153.

Salzl - Lidy: Der Weinbau. S.28.

Vgl.: Land - und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1970. ÖSTAT.

Vgl.: Land - und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1980. ÖSTAT.

Vgl.: Land - und forstwirtschaftliche Betriebszählung 1990. ÖSTAT.

Vgl.: Allgemeine Viehzählung am 3. Dezember 1960. ÖSTAT.

Vgl.: Allgemeine Viehzählung am 3. Dezember 1970. ÖSTAT.

Vgl.: Viehbestand nach Bundesländern, politischen Bezirken und Gemeinden 1979. ÖSTAT.

Vgl.: Viehbestand nach Gemeinden 1995. ÖSTAT.

Vgl.: Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950 - 1995. Mattersburg. S.219.

Vgl.: Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950 - 1995. Mattersburg. S 217.

Vgl.: Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee. S.79.

Vgl.: Agrarstrukturerhebung 1995. ÖSTAT.

Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee. S.79.

Vgl.: Der Weinbau in Österreich 1992. ÖSTAT.

Steurer, Rudolf: Weinhandbuch. Wien: Ueberreuter 1995. S 214.

Vgl.: Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau. Mattersburg. S 151-171.

Kurt, Chandra: Herr Opitz aus Illmitz: Ein Winzer mit Witz. Weine für die Formel 1 oder eine CD mit gärendem Inhalt: Der Österreicher geht neue Wege in der Vermarktung. [ SonntagsZeitung ]. o.O (1996) 18. August, S 89.

Vgl. Wegleitner Alois. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1994. Hrsg. von der Vereinigung Burgenländischer Geographen. Lockenhaus 1994. S.59

Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950 - 1995. Mattersburg S.149.

Vgl. Wohlfarth, Josef: Der Österreichische Weinbau 1950 - 1995. Mattersburg S.175

Vgl. Wegleitner, Alois. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1994. Hrsg. von der Vereinigung Burgenländischer Geographen. Lockenhaus 1994 S.58

Baldrian, Sepp: Vorwort. In: Der Weinbau. 6.Jg. (1996) 1, S.3.

Allacher, Elisabeth: Public Relations- und Marketing- Maßnahmen der weinbäuerlichen Familienbetriebe im Burgenland. Wien, Phil.Diss.1996 S.6. Im folgenden zit. als: Allacher, Elisabeth: Public Relations- und Marketing-Maßnahmen

Dogl, Gerhard: Internet? Wozu? In: Der Weinbau. 7.Jg. (1997) 2, S. 27

Titz, Nick: Genossenschaftswesen. In: Geographisches Jahrbuch Burgenland 1978. Hrsg. von der Vereinigung burgenländischer Geographen. Neusiedl, 1978. S. 149.

Allacher, Elisabeth: Public Relations- und Marketing-Maßnahmen. S.173.

Allacher, Elisabeth: Public Relations- und Marketing-Maßnahmen. S.173.

Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee. S.104.

Gangl, Martin: Der Weinbau am Neusiedlersee. S. 105f.


Gold für Edles. Johann Kroiss und Stefan Mann hatten bei der Destillata ´98 einen großen Auftritt. In: BVZ. Burgenländische Volkszeitung. (1998)5. 27.01.1998. S. 21

Diese Einladung erregte im Sommer 1996 meine Aufmerksamkeit. Ich besuchte die Veranstaltung und wurde durch den Vortrag von Dipl. Ing. Gangl Helmut zum Thema meiner Fachbereichsarbeit angeregt.

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Hrsg.): Klimatographie und Klimaatlas von Burgenland. Wien, 1996.

Antal, E.; D<vid, A.; Dobesch, H.; u.a.: Das Klima des Neusiedler Sees. A Fert tó éghajlata. Hrsg. von Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Wien - Budapest: Meteorologischer Dienst der Ungarischen Republik 1991. S. 63

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Hrsg.): Klimatographie und Klimaatlas von Burgenland. Wien, 1996.

Tourismusverband Illmitz: Übernachtungen nach Kategorien 1975 - 1996

Rauter Norbert: Weinwirtschaft auf der Sucher nach neuer Cuvée. Stärkere Betonung der Herkunft soll Markt für heimische Weine absichern und rückerobern. In: Kurier 14.01.1998. S. 17. Grafik: APA, Quelle: ÖSTAT.

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November1988).

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1989).

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1990).

Gemeinde Illmitz: Gemeindeblatt - Urschrift zur Erhebung der Weinernte, des Traubenverkaufs, der Weinvorräte und der Lagerkapazität. (30. November 1991).

Gemeinde Illmitz: Summenliste / Bestandsmeldung 1996.

Gemeinde Illmitz: Summenliste / Bestandsmeldung 1997.

In diesem Jahr fand die Verleihung des "WORLDCHAMPIONS" aus politischen Gründen nicht in Laibach statt. Die Weinbewertung übersiedelte nach Graz.

Hierbei wurden aus allen Weinen, die österreichische Winzer für die Laibacher Weinbewertung einreichten, die besten ausgewählt. Nur österreichische Weine wurden von einer internationalen Jury bewertet. Das Weingut Haider aus Illmitz errang dabei mit ihrer Produktpalette, die aus 7 Weinen bestand, die höchste Punktzahl.

Wegleitner, Alois: Illmitz / Neusiedler See - Strukturwandel 1856 / heute. In: Diercke Weltatlas Österreich. Wien, 1995 Georg Westermann Verlagsges. m. b. H. S.30.


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