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Referat EU-Gipfel Nizza - Die Entscheidungen

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EU-Gipfel Nizza - Die Entscheidungen

Es war der längste und am härtesten umfochtene EU-Gipfel aller Zeiten. Gerhard Schröder äußerte sich zufrieden, musste aber einräumen, dass sich Deutschland mehr gewünscht hätte.

Wegen der Neugewichtung der Stimmen im Ministerrat stand der Gipfel mehrmals am Rand des Scheiterns.

Nun die wichtigsten Entscheidungen des Gipfels:

Erweiterung: Die EU will ab 2 neue Mitglieder aufnehmen, wenn diese vorbereitet sind. Mit den ersten Aufnahmen rechnet man in 3 Jahren, damit die

neuen Mitgliedstaaten an den Wahlen zum Europaparlament im Jahre 2004 teilnehmen können. Konkrete Kandidaten nennt die EU nicht.

Mehrheitsentscheidungen im EU-Ministerrat: Bisher mussten Beschlüsse immer einstimmig entschieden werden. Künftig können 5 von 4 Artikeln mit einer qualifizierten Mehrheit beschlossen werden, dass heißt mit 5 von 6 Stimmen oder . In zentralen Bereichen bleibt das Veto-Recht jedoch bestehen.

Stimmengewichtung:

Mitgliedsl nder:

Deutschland

29 Stimmen

82 Mil. Einw.

Großbritannien

9 Stimmen

9 Mil. Einw.

Frankreich

9 Stimmen

9 Mil. Einw.

Italien

29 Stimmen

57 Mil. Einw.

Spanien

7 Stimmen

9 Mil. Einw.

BeNeLux                       ges.

9 Stimmen

7 Mil. Einw.

Darunter NL: 3 St. Be: 2 St. Lux: 4 St.

Unter anderen

Österreich

0 Stimmen

8 Mil. Einw.

Dänemark

7 Stimmen

5 Mil. Einw.


Beitrittskandidaten: z.B.

Polen

7 Stimmen

8 Mil. Einw.

Tschechien

2 Stimmen

0 Mil. Einw.


EU-Kommission: Die großen Staaten verzichten auf ihren zweiten Kommissar, deshalb hat ab 5 jedes Land nur noch einen Kommissar, und es wird kein Austauschsystem geben!

Weitere Beschlüsse:

Verstärkte Zusammenarbeit: Das Verfahren für eine stärkere Zusammenarbeit einer Gruppe von EU-Ländern wurde vereinfacht. Ein solches Zusammenarbeiten ist z.B. die Währungsunion.

BSE: Zur Bekämpfung der Rinderseuche BSE wird die EU keine zusätzlichen Mittel bereitstellen und beruft sich auf ihren Haushaltsplan.

Grundrechtcharta: Diese nicht rechtsverbindliche Charta regelt die Grundrechte von EU-Bürgen und könnte ein Vorläufer einer europäischen Verfassung sein.

Militärpolitik: Der EU-Gipfel legte ein Fundament für eine eigene Milirpolitik, äußerte sich aber nicht zum Verhältnis zur NATO. Geplant ist eine Kriseneingreiftruppe aus nationalen Kontingenten bis 2003.

Diese Beschlüsse, vor allen Dingen die Stimmengewichtung, bevorteilt ganz klar die kleinen Staaten. Deutschland wurde in der Stimmengewichtung benachteiligt. Zwar hat Deutschland über 0 Mil. Einwohner mehr als Frankreich, Großbritannien oder Italien, doch hat es die gleiche Gewichtung. Auf dieses bestand Frankreich, damit Deutschland keine Vormachtstellung in Europa erhält. Eine Einigung wurde lange Zeit von Belgien blockiert, da die mit EU-Mit-Gründerstaaten Belgien, Niederlande und Luxemburg weniger Stimmen erhalten hätten, als ein großes Land. Dies wurde jedoch angeglichen (s.o.).

Noch enttäuschender als die Ergebnisse selbst, ist der Weg auf die sie zustande gekommen sind! Europäische Standpunkte kamen nicht zur Geltung, es wurde nur auf  nationale  Interessen  geachtet.  Die  Regierungen,   dabei  besonders  die französische Präsidentschaft, eröffnete einen Konflikt der großen Staaten gegenüber den Kleinen, aber auch die Mitgliedsstaaten gegen die Beitrittskandidaten. Es wurde, anstatt nach Lösungswegen, nach Blockademöglichkeiten (Veto-Recht) gesucht und nationales Prestige warr etliche Entscheidungen verantwortlich. Sollte sich dieser Zustand erweitern, so ist die EU keine Intregrationsgemeinschft mehr.

Die Beschlüsse seinen aber noch nicht sicher! Dem Vertrag von Nizza, der den Weg r die EU-Erweiterung ebnen soll, muss noch in den Parlamenten aller Mitgliedstaaten zugestimmt werden; sonst müsste neu verhandelt werden!

Die einflussreiche Europa-Union Deutschland, also EU- und Bundestagsabgeordnete aus SPD, CDU/CSU, FDP und Grünen hat das Europa-Parlament dazu aufgefordert, den Beschluss nicht zu unterstützen. Dimitrios Tsatsos, Vertreter des EU-Parlaments auf dem Gipfel in Nizza, glaubt, dass es eine Mehrheit gegen den Vertrag geben wird. Die Parlamente in Belgien und Italien wollen sich am Ergebnis des EU- Parlaments orientieren. Scheitert der Vertrag von Nizza?



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