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Referat Walden Two


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Walden Two



Inhalt:


1. Biografie des Autors Burrhus Frederic Skinner


2. Die Skinner-Box

3. Rahmenhandlung

4. Geografische Lage, natrliche Vorraussetzungen

5. Kontakt zur Auenwelt

6. Politische Organisation der Gemeinde:

7. Arbeit

8. Familie und Moral

9. Erziehung/ Aufwachsen der Kinder

10. Alltag und Kommunikation

11. Das Experiment

12. Sprache, Kunst, Religion

13. Selbstreflexion des Textes

1. Biografie des Autors:


Burrhus Frederic Skinner


Burrhus Frederic Skinner ist am 20. Mrz 1904 in Susquehanna/Pennsylvania geboren. Nach dem Besuch der High School absolvierte B. F. Skinner in Clinton / New York bis 1926 ein kunst- und sprachwissenschaftliches Studium. Er wollte Schriftsteller werden, brachte jedoch nur ein Dutzend Artikel

in Zeitungen unter, so dass er in New York als Gehilfe in einer Buchhandlung zu arbeiten begann. Der Biographie seiner Tochter Julie S. Vargas zufolge wurde er erst dort auf die Schriften von Iwan Petrowitsch Pawlow und John B. Watson aufmerksam und schrieb sich daher ab 1928 an der Harvard University im Fach Psychologie ein. Damals war dort gerade eine neue verhaltensphysiologische Abteilung eingerichtet worden, deren Leiter William Crozier Tiere als Ganzes zu analysieren versuchte, also ohne Betrachtung von Vorgngen in deren Innerem. Skinner wurde zu eigenen Experimenten ermuntert und entwickelte letztlich eine (gleichermaen simple wie geniale) Apparatur (die Skinner-Box) , mit deren Hilfe das Verhalten von Testtieren im Prinzip auch heute noch quantitativ erfasst wird - auch viele deutsche Universitten und Schulen verwenden derartige Apparaturen im Rahmen von Praktika. Aufgrund seiner

erfolgreichen tierpsychologischen Arbeiten konnte er nach dem Doktorexamen (1931) in Harvard fnf Jahre lang eigenstndig forschen, wechselte 1936 aber als Dozent (und spter Professor) fr Psychologie an die Universitt von Minnesota in Minneapolis, wo er seine experimentellen Studien allerdings nicht mehr fortfhrte. Erst 1944, als Deutschland im 2. Weltkrieg bereits ferngesteuerte Bomben gegen Ziele in

England einsetzte (V2-Raketen, die noch im Flug gelenkt werden konnten), whrend die angloamerikanischen Alliierten noch nicht einmal ber erste Anstze fr derart innovative Kriegsgerte verfgten, reaktivierte Skinner seine Experimentierfreudigkeit: Er ging auf die Suche nach finanzieller Untersttzung fr ein (heute grotesk anmutendes) streng geheimes militrisches Projekt. Skinner dressierte Tauben, deren Pickbewegungen dazu genutzt werden sollten, eine Fernrakete auf Kurs zu halten; offenbar plante er, jeder Rakete eine Taube beizugesellen man entschied sich dann aber fr Radargesttzte Fernlenksysteme. 1948 kehrte Skinner als Ordinarius fr Psychologie nach Harvard zurck und hielt dieser Hochschule bis zu seiner Emeritierung (1974) die Treue. Ebenfalls 1948 entstand, noch unter dem Eindruck hunderttausender Kriegsheimkehrer, sein Roman Walden Two (deutsch: Futurum Zwei), der das Leben einer durch operante Konditionierung geformten Gemeinschaft schildert und bis heute weltweite Beachtung findet. Dieser noch immer lesenwerte utopische Roman wurde Skinners bekanntestes Werk, wegen der in ihm propagierten, von vielen als manipulativ bewerteten Sozial- und Verhaltenstechniken wird er aber weithin gegen Skinners Intentionen als negative Utopie empfunden. Der Roman (und auch Skinner selbst) lsst die Frage offen, wer das Recht (die Allmacht) haben soll, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen, die hernach das Zusammenleben der Angehrigen dieser Gesellschaft bis ins Kleinste bestimmen, also auch die ethischen Normen. In den 50er-Jahren entwickelte Skinner auf der Grundlage seiner tierexperimentellen Studien und seiner schon in Futurum Zwei beschriebenen


lerntheoretischen Erwgungen so genannte Lernmaschinen und die Methode des programmierten Lernens, die darauf beruht, den gesamten Lernstoff in kleine Untereinheiten zu zerlegen, deren korrekte Wiedergabe belohnt wird durch die Erlaubnis, den nchsten Lernschritt zu unternehmen, so dass man im Selbststudium schrittweise sich Wissen selbst aneignen und den Lernerfolg auch selbst kontrollieren kann. Er ist der prominenteste Vertreter des (Neo-)Behaviorismus in den USA , denn durch seine tierexperimentelle Forschung ber Lernprozesse, unter anderem mit der von ihm entwickelten Skinner-Box oder dem Problemkfig, schuf er eine systematische Begrndung der behavioristischen Lerntheorie. Auerdem prgte er den Begriff operante Konditionierung. B. F. Skinner schrieb bis ins hohe Alter Bcher und Aufstze, selbst nachdem 1989 eine Leukmie bei ihm diagnostiziert worden war. Zehn Tage vor seinem Tod hielt er seinen letzten Vortrag vor der American Psychological Association. Seine Tochter hielt fest: He finished the article from which the talk was taken on August 18, 1990, the day he died. Er starb in Cambridge / Massachusetts.

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2. Die Skinner-Box:

Die Skinner-Box ist ein von Skinner erfundenes Experiment bei dem einem Tier besonderes Verhalten beigebracht wird, dass es durch bestimmte Mechanismen fast wie von selbst lernt. Solch ein Lernexperiment kann folgenden Ablauf haben: Ein Tier wird in einen speziellen Testkfig gesetzt, in den mindestens ein kleiner Hebel hineinragt (heute wird eine solche Testapparatur immer als Skinner-Box bezeichnet); jeder Hebeldruck des Testtieres wird bersetzt in die Aufwrtsbewegung eines Schreibstiftes, unter dem ein Papierstreifen horizontal zur Seite bewegt wird. So entsteht eine Lernkurve, in der die Reaktion des Tieres in Abhngigkeit von der Dauer des Lerntests dokumentiert wird je steiler die Kurve nach oben geht, desto schneller hat das Tier die vom Testleiter erwnschte Aktion gelernt. Eine solche Aktion kann zum Beispiel wie folgt aussehen: Das Testtier drckt nach dem Aufleuchten eines Lmpchens oder nach einem akustischen Signal den Hebel. Diese Apparatur wird, wie oben schon erwhnt, noch heute auch an deutschen Universitten zum Experimentieren benutzt.



3. Rahmenhandlung:

Eine Besuchergruppe um den Psychologieprofessor Burris besucht Walden II. Die Gruppe besteht auerdem aus einem Geschichtsprofessor, der an derselben Universitt unterrichtet wie Burris, und zwei ehemaligen Studenten der beiden mit ihren Freundinnen. Walden II ist der Versuch eine Lebensgemeinschaft nach den Erkenntnissen der modernen Verhaltenspsychologie aufzubauen. Der Schauplatz ist in Amerika irgendwo auf dem Land. Die Besuchergruppe wird von dem Grnder, der frher mit Burris zusammen studiert hat und auch an derselben Universitt unterrichtet hat, herumgefhrt, wobei natrlich sehr intellektuelle Gesprche gefhrt werden.

4. Geografische Lage, natrliche Vorraussetzungen:

Ca. 1000 Leute leben in einem kleinen fast selbst errichteten Dorf das hauptschlich Landwirtschaft betreibt. Spter erfhrt man, dass es noch ca. sechs andere Waldens gibt die nach und nach als Kopie von Walden II aufgebaut worden sind. Doch in dem Buch geht es fast nur um Walden II, wie sich an dem Titel nur unschwer erkenne lsst. Die Mitglieder von Walden II und die eines anderen Waldens in der Nhe besuchen sich auch untereinander manchmal, aber die restlichen Waldens sind fr regelmige Besuche zu weit weg.

5. Kontakt zur Auenwelt:

Die Gemeinde hat viel Kontakt zur Auenwelt. Es ist aber kein Handel ntig, weil alles selbst hergestellt wird. Spter erfhrt man, dass auch mit den anderen Waldens gehandelt wird. Es wird nicht fr die Gesellschaftsform geworben, aber Besucher sind sehr willkommen, mssen dann aber auch mitarbeiten, als


Gegenleistung fr das Bemhen, den Aufwand und die Zeit die die Mitglieder fr die Besucher aufwenden. Auerdem gibt es einen Manager fr ffentlichkeits-Arbeit der sich bemht das gute Ansehen der Kirchlichen Gemeinden in der Umgebung zu behalten.

6. Politische Organisation der Gemeinde:

Es gibt Planer und Manager die beide bei der Organisation der Gemeinde mitwirken. Das Planer-Team besteht aus sechs Personen, in der Regel drei Mnner und drei Frauen; sie knnen zehn Jahre im Amt bleiben, aber nicht lnger. Danach werden sie wieder zu normalen Mitgliedern. Die Planer sind verantwortlich fr den Erfolg der Gemeinde. Sie beaufsichtigen die Arbeit der Manager und wachen ber den allgemeinen Zustand der Gemeinschaft. Auerdem haben sie bestimmte Funktionen in der Rechtssprechung. Sie bekommen 600 Arbeitspunkte pro Jahr fr ihre Ttigkeit, mssen also noch zwei Arbeitspunkte pro Tag erarbeiten. Mindestens einer davon muss durch krperliche Arbeit erworben werden, weil man der Meinung ist das diese wichtig ist fr einen guten sowohl krperlichen als auch mentalen Zustand. Die Manager sind immer fr bestimmte Bereiche zustndig. Sie kmmern sich um die

Organisation in ihrem Bereich und fordern bei der Arbeitszuteilung die Arbeit an, die sie brauchen. In Walden II gibt es einen Kodex an den sich jeder halten muss, was bei jedem Mitglied beim Eintreten vertraglich abgesichert wird. Dieser Kodex enthlt ganz klare und einfache Vorschriften, wie zum Beispiel

Jeder bringt sein Tablett nach dem Essen selbst zur Kche zurck. Gesetzte zum Schutz vor kriminellen Taten sind nicht ntig, weil die ganze Gemeinde durch die Verhaltenssteuerung und den Kodex nie etwas tun wrde, was der Gemeinde schaden wrde. Auerdem gibt es kein Neid, keine Eifersucht und kein Wetteifern um die bessere Karriere oder hnliches. Also hat sowieso niemand einen Grund zu stehlen, kaputt zu machen oder gar zu tten und deshalb sind auch keine Gesetzte zur Prvention dieser Straftaten

ntig. Strafen gibt es auch gar nicht in Walden II, es gibt nur positive Verstrkung oder das ausbleiben einer positiven Verstrkung (siehe oben).

7. Arbeit:

Die Mitglieder, die keine Planer oder Manager sind, knnen verschiedene Arbeiten ausben, mssen aber auch 1200 Arbeitspunkte pro Jahr erwerben. Das bedeutet, dass sie pro Tag meist nur vier Stunden arbeiten mssen und den Rest ihrer Zeit Freizeit haben. Wenn ein Mitglied nicht zum Beispiel Arzt oder Hausmeister ist, die jeden Tag dieselbe Arbeit machen, und es arbeiten will geht es zur Arbeitszuteilung




und lsst sich verschiedene Arbeiten vorschlagen. Fr verschiedene Arbeiten bekommt man unterschiedlich viele Punkte. Wie viel Punkte man fr eine Arbeit bekommt kann sich ndern, aber es wird immer so

gelegt, dass man fr die weniger beliebten Arbeiten mehr Punkte bekommt als fr die beliebten, so dass es eigentlich keine beliebteren oder weniger beliebteren Arbeiten mehr gibt und alle Arbeitsbereiche ausgelastet sind. Man sucht sich dann eine davon aus und meldet sich bei dem zustndigen Manager fr diesen Arbeitsbereich. Der zeigt einem die Arbeit und man kann loslegen. Weil es fr jeden immer etwas zu tun gibt ist auch niemand in Walden II arbeitslos und man spart trotzdem an Arbeitskrften wo man kann.

8. Familie und Moral:

In Walden II sind eigentlich alle eine groe Familie. Jedes Kind wei zwar wer seine Eltern sind und verbringt auch viel Zeit mit diesen, aber es kann genauso viel Zeit mit anderen Erwachsenen verbringen, wenn es mchte. Auerdem leben die verschiedenen Altersgruppen in zu ihrem Alter passenden Bereichen und eigenen Schlafrumen meist in kleinen Gruppen zusammen, die aber immer wieder von selbst verndern und durchmischen. Kinder kriegen kann man in Walden II sobald man sich Reif genug dafr fhlt und Krperlich dazu in der Lage ist. Das ist hier so einfach, weil die Erziehung nicht von den Eltern bernommen wird und auerdem wachsen die Kinder nicht bei den Eltern auf, sondern in den Kinderabteilungen, wo die Eltern jederzeit Zugang zu haben, solange sie bei guter Gesundheit sind. In

Walden II werden Mnner wie Frauen gleichbehandelt und drfen sich alle Arbeiten aussuchen, unabhngig ihres Geschlechts. Heiraten kann man in der Gemeinde auch und man kann sich ein eigenes Heim an die


anderen Behausungen anbauen. Mit der Sexualitt wird ganz offen umgegangen und jedes Kind wird rechtzeitig aufgeklrt.

9. Erziehung/ Aufwachsen der Kinder:

Die Kinder werden schon als Suglinge gut vor Infektionen geschtzt, was wichtig ist fr ihre zuknftige Betreuung in der Gruppe. Sie werden in der Suglingsabteilung in Aquarium hnlichen Glasksten aufgezogen, in denen die Temperatur perfekt auf das Baby eingestellt werden kann, was das sonst angewandte warm halten mit dicken Klamotten, die fr das Baby sowieso nur unbequem sind und sie in ihrer Bewegung einschrnken, ersetzt. Auerdem tragen die Babys nicht mehr als eine Windel, was die Sauberhaltung fr die Betreuer sehr vereinfacht. Auch hier wird ansonsten viel an Arbeit gespart indem die

Luft gefiltert wird und man so die Babys nur einmal die Woche waschen muss und ihre Augen und Nschen nie subern muss. Auerdem sind die Abteilungen schalldicht und so schlafen die Suglinge gut und stren einander nicht. Um die Babys trotzdem auf ihre Umwelt vorzubereiten werden sie allmhlich mit unangenehmen Situationen konfrontiert, gem der Fhigkeit des Babys, damit fertig zu werden. Sobald die Babys ber ein Jahr alt sind verlassen sie die Suglingsabteilung. Sie kennen dann weder Frustration noch Angst oder Furcht und schreien nur wenn sie krank sind - was uerst selten vorkommt und haben ein lebhaftes Interesse an allem. Sie kommen dann in die Abteilung fr Ein- bis Dreijhrige, die aus mehreren kleinen Spielzimmern mit Liliput-Mbeln, einer Kindertoilette und einem Anzieh- und Schrankzimmer besteht. Schlafen tun die Kleinkinder in mehreren kleinen zweistckigen Schlafkojen die nach demselben Prinzip wie die Boxen der Babys eingerichtet sind. Auch hier brauchen die Kinder weder Schlafzeug noch Klamotten. Im Auenbereich auf einer groen Veranda knnen die Kinder nackt oder mit Trainingssachen

in Sandksten, auf Klettergersten und auf Schaukeln spielen. Gegenber der Veranda befindet sich ein von gestutzten Hecken umgebener Rasenspielplatz wo die Kinder herumtollen knnen. ber die sptere Erziehung erfhrt man nur, dass auch die lteren Kinder noch weiter mit bestimmten Situationen auf ihre Umwelt vorbereitet werden. Doch eine Schulische Ausbildung gibt es nicht. Die Kinder knnen sich alles durch die Bcher aneignen und die Erwachsenen knnen sie auch fragen, aber so etwas wie eine Schule gibt es in Walden nicht. Und sie wird auch nicht gebraucht, weil die Kinder durch die Verhaltenssteuerung und das programmierte Lernen von selbst lernen. Spter knnen sie dann studieren wenn sie wollen aber Schule oder Vorschule gibt es hier nicht.

10. Alltag und Kommunikation:

Den Alltag in Walden II kann jeder fr sich selbst planen. Das heit, dass jeder Essen, arbeiten und schlafen kann, wann er will, solange er die Arbeitspunkte abarbeitet. Doch da die meisten sowieso freiwillig

berstunden machen, weil ihnen die Arbeit gefllt, bekommt das jedes Mitglied gut hin. In der Gemeinde hat jeder sein eigenes Zimmer, es sei den man ist verheiratet und hat sich eine gemeinsame Unterkunft gebaut oder wohnt mit Freunden zusammen in einem Schlafraum. Jeder kann sich seine eigene Kleidung machen oder bei der Gemeinde-internen Schneiderei machen lassen, doch es wird sowieso nicht besonders auf die Kleidung geachtet und die Arbeitskleidung wird immer gestellt. Gegessen wird in kleinen



Essrumen die nach bestimmten Themen gestaltet sind und da jeder Essen kann wann er will, solange es in den grozgig angelegten, sich fast schon berschneidenden Essenszeiten ist, sind die Rume auch nie berfllt. Das Essen holt sich jeder bei der Essensausgabe auf in Walden II selbst entwickelten Tabletts und Tassen bzw. Krgen. Die Jngeren Kinder, die noch betreut werden, haben noch bestimmte Essenszeiten aber andere Mitglieder, meist Eltern aber auch andere, setzen sich auch gerne zu ihnen dazu. Es gibt in der Gemeinde viele Veranstaltungen, aber es werden groe Menschenauflufe vermieden. Meist sind es Konzerte oder irgendwelche Auffhrungen von Mitgliedern. Auerdem gibt es einen eigenen Radiosender der das Wetter ansagt und auf die Veranstaltungen aufmerksam macht. Ansonsten spielt er Klassische Konzerte oder Tonbnder von eigenen Veranstaltungen. In jedem Privat-Zimmer hngt dafr ein Lautsprecher bei dem aber die Lautstrke regulierbar ist und den man auch ausschalten kann. In dem Buch wurden Fernseher oder Computerspiele nicht erwhnt, aber ich glaube, dass, wenn das Buch zur heutigen Zeit geschrieben worden wre, es in Walden II keine geben wrde.


11. Das Experiment:

Das besondere an Walden II ist das man immer noch am experimentieren ist, was das Beste in allen

Bereichen ist und man ndert es dann auch. Sogar der Kodex kann verndert werden, wenn experimentell bewiesen ist das er anders sein sollte. Das bedeutet, dass die Gemeinde nie stillstehen wird. Denn Stillstand bedeutet fr den Grnder Tod.

12. Sprache, Kunst, Religion:

Die Menschen in Walden II sind eigentlich in ihrem Denken und Handeln sehr frei, doch durch die Verhaltenssteuerung kann man sich ber diesen Punkt streiten. Jeder in der Gemeinschaft kann sich Bcher in der sehr groen gut ausgestatteten Bibliothek Bcher ausleihen, was auch viel in Anspruch genommen wird. Auerdem gibt es kleine Bands und Chre bei denen jeder mitmachen darf und die auch kleine Konzerte geben. Es wird keine bestimmte Religion vorgeschrieben aber in dem Buch wird von den Protagonisten von Gott geredet, als ob es keinen anderen Glauben geben wrde. Helden-Verehrung gibt es in der Gemeinde nicht und es werden auch keine Wettkmpfe in Musik, Kunst, Spielen oder Sport veranstaltet auer Schach spielen. Damit sichert man das keiner mehr bewundert wird als ein anderer. Wegen dieser Gepflogenheiten kennen auch nur manche den Namen des Grnders und der Planer, weil man einfach will, dass keiner als besser angesehen wird als die anderen. Deshalb gibt es auch weder Denkmler, Poster oder Plakate von dem Grnder oder irgendeine andere Propaganda fr Walden II.

13. Selbstreflexion des Textes:

Das Buch handelt von einem Psychologieprofessor und einem Geschichtsprofessor, die mit noch ein paar anderen Walden II besuchen, und die knnen sich deshalb sehr gut ber viele psychologische, ethische und geschichtliche Fragen mit dem Grnder der sie herumfhrt unterhalten. In diesen Gesprche werden oft Vergleiche oder Ahnlichkeiten zu anderen Utopien gemacht, wie zum Beispiel mit Aldous Huxleys

Schne Neue Welt (Brave new world), 1932, Edward Bellamys Looking Backward, 1888, oder H.G. Wells A modern Utopia, 1905. Es gibt in dem deutschen Buch zwei Vorwrter. Eines von dem bersetzer, der selber eigentlich kein bersetzer ist sondern Psychologe, und das zweite von dem Autor selbst. In dem ersten Vorwort wird beschrieben, wie der Autor dazu kam diesen Roman zu bersetzten. Auerdem werden interessante Details erwhnt, wie zum Beispiel, dass Skinner anscheinend diese Utopie zur selben Zeit schrieb wie George Orwell seine heute berhmte Utopie 1984. Anzumerken ist, dass

Orwell in seinem Roman einen grausamen, diktatorischen Staat beschreibt, wozu Walden II das positive

Gegenstck ist. Der Name Walden II ist auerdem abgeleitet von dem Buch Walden des amerikanischen Philosophen Henry David Thoreau, was auch in der Handlung des Buches deutlich wird, wo der Grnder der Gemeinde diese genau nach diesem Buch abgeleitet hat, nur ist Walden II natrlich fr etwa 1000 Personen und nicht nur fr eine einzige konzipiert. Auerdem ist das Buch so geschrieben, das der Leser es fr realistisch hlt. Und am Ende bleiben ja auch ein Prchen und sogar der Psychologieprofessor Burris in der Gemeinde. Auch ich halte Walden II fr eine realistische Vision einer besseren Gesellschaft und wrde es mir sogar gerne und mit groem Interesse anschauen, wenn es wirklich existieren wrde.



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